01. Dezember 2020 / 12:08 Uhr

Rechtshilfekollektiv der BSG Chemie sammelt Kleiderspenden - Neues in Sachen Fürstenwalde

Rechtshilfekollektiv der BSG Chemie sammelt Kleiderspenden - Neues in Sachen Fürstenwalde

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
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Die Organisator bitten um Kleiderspenden für Bedürftige. (Symbolbild) © LVZ-Archiv
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Das Rechtshilfekollektiv der BSG Chemie Leipzig ruft in dieser und Anfang der kommenden Woche zu Kleiderspenden für Bedürftige auf. Gesucht wird natürlich vor allem Winterkleidung. Unterdessen geht die Aufarbeitung der Geschehnisse in Fürstenwald im Februar weiter.

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Leipzig. Die Außentemperaturen sinken, die Not wohnungsloser Menschen oder weniger begüterter LeipzigerInnen nimmt zu. Das Rechthilfekollektiv der BSG Chemie sammelt deshalb am kommenden Freitag und Montag Kleidung für Erwachsene. Winter-Klamotten, Mützen, Schals, Socken sowie Hygieneartikel, Lebensmittel und Spielzeug sollen der Leipziger Tafel, den Leipziger Frauenhäuser, dem Hilfebus und der Leipziger Oase zu Gute kommen.

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Die Spenden können am Freitag von 15 und 17 Uhr auf dem Parkplatz vor der Geschäftsstelle des Regionalligisten in Leutzsch abgegeben werden. Von 13 bis 17 Uhr am Freitag sowie von 15 bis 17 Uhr am Montag befindet sich zudem eine Sammelstelle bei der Kinder- und Jugendwerkstatt in der Bornaischen Straße 54. Die Organisatoren bitten darum, bei der Übergabe die aktuellen Hygienemaßnahmen nicht zu vergessen. Als SpenderInnen willkommen sind übrigens nicht nur Chemie-Anhänger.

Anfrage an brandenburgische Landesregierung

Unterdessen ist das Rechthilfekollektiv weiter weiter mit der Aufarbeitung der Geschehnisse rund um das Spiel der BSG in Fürstenwalde beschäftigt. Denn der Einsatz von Polizisten am 16. Februar 2020, in dessen Folge ein Chemie-Fan schwer verletzt worden war, zieht weitere Kreise. Nachdem die Staatsanwaltschaft Frankfurt/O. die Ermittlungen gegen zwei brandenburgische Polizeibeamte im September still und ohne Konsequenzen beendete, forderte das Rechtshilfekollektiv damals bereits eine neue und vor allem allumfassende Untersuchung der Umstände.

Am vergangenen Donnerstag stellte nun Landtagsabgeordnete Isabelle Vandre (Die Linke) eine Kleine Anfrage an die brandenburgische Landesregierung zum Thema. Diese umfasst zehn Einzelfragen. Dazu gehören unter anderem: "Mit welcher Begründung wurde das Verfahren gegen die beiden Polizeibeamten, gegen die wegen Körperverletzung im Amt ermittelt wurde, eingestellt?" oder "Existieren gegenüber den Beamten interne und disziplinarrechtliche Ermittlungen - und falls nicht - warum nicht?" In der Anfrage treten die Zeugenbefragungen in den Vordergrund sowie das vorhandene Videomaterial zur Situation verbunden mit der Frage, ob beide ausreichend und gründlich Eingang in die Untersuchung fanden. Das Rechthilfekollektiv hatte das im September verneint.