29. Januar 2020 / 22:50 Uhr

Nach Rechtsstreit: Potsdamer Daniel Frahn und Chemnitzer FC lösen Vertag auf

Nach Rechtsstreit: Potsdamer Daniel Frahn und Chemnitzer FC lösen Vertag auf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Daniel Frahn.
Verlässt den Chemnitzer FC nach vier Jahren: Daniel Frahn. © Picture Point
Anzeige

3. Liga: Nach insgesamt vier Jahren gehen Daniel Frahn und der Chemnitzer FC jetzt endgültig getrennte Wege. Nach einem monatelangen Rechtsstreit haben sich der gebürtige Potsdamer Daniel Frahn und der Chemnitzer FC auf eine Auflösung ihres Arbeitsverhältnisses geeinigt.

Anzeige
Anzeige

"Das Kapitel CFC ist zu Ende!" vermeldete Daniel Frahn am MIttwochabend auf seiner Facebookseite. Demnach hätten sich der 32-Jährige und der Chemnitzer FC in beiderseitigem Einvernehmen auf die Auflösung von Frahns eigentlich noch bis zum 30. Juni 2021 laufenden Arbeitsvertrags bei den Himmelblauen geeinigt.

Am 5. August beim CFC entlassen

Frahn war am 5. August wegen seiner angeblichen Nähe zur rechten Szene entlassen worden. Als Begründung führte der Drittligist an, dass sich der damals verletzte Frahn am 3. August als Zuschauer während des Auswärtsspiels in Halle durch „offenkundig zur Schau gestellte Sympathie zu führenden Köpfen der rechts gesinnten Gruppierung ,Kaotic Chemnitz‘ und der aufgelösten Gruppe ,NS-Boys‘ massiv vereinsschädigend“ verhalten habe.

DURCHKLICKEN: Der CFC und seine Fans trauern um einen Neonazi

Schweigeminute vor dem Anpfiff: Ruhe in Frieden, Tommy, steht auf einem Banner. Der Fanblock zündet Pyrotechnik. Zur Galerie
Schweigeminute vor dem Anpfiff: "Ruhe in Frieden, Tommy", steht auf einem Banner. Der Fanblock zündet Pyrotechnik. ©
Anzeige

Nachdem ein Gütetermin zwischen dem ehemaligen Leipziger RB-Stürmer und dem Drittligisten im September nach nur 20 Minuten gescheitert war, kam es im Dezember zur Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Chemnitz. Bei dem Gütetermin hatten Frahns Anwälte eine Vergleichszahlung von mindestens 250.000 Euro von der CFC Fußball GmbH gefordert. Das Arbeitsgericht hat die vom Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC ausgesprochene fristlose Kündigung gegen den ehemaligen Kapitän Daniel Frahn dann für unwirksam erklärt. Der CFC ging gegen dieses Urteil in Berufung. Jetzt einigten sich beide Parteien.

Der gebürtige Potsdamer Frahn führt dazu weiter aus: "Damit endet endlich eine unfassbar schwierige Zeit, der letzten sechs Monate für mich, in der ich aber auch viel dazu gelernt habe. Jetzt heißt es nach vorne schauen und gucken, was die Zukunft bringt..Ich bin bereit." Wo es für den Angreifer, der im Januar 2016 vom 1. FC Heidenheim zum Chemnitzer FC wechselte, weitergeht, ist noch offen. Zuletzt hielt sich Frahn bei seinem Ex-Verein SV Babelsberg 03 fit, den vor knapp zehn Jahren mit 29 Treffern in 32 Regionalliga-Spielen zum Aufstieg in die 3. Liga schoss. Anschließend wechselte er zu RB Leipzig.

DURCHKLICKEN: Das war Daniel Frahns Zeit bei RB

Daniel Frahn gehörte stets zu den beliebtesten Akteuren im Kader von RB Leipzig. Zur Galerie
Daniel Frahn gehörte stets zu den beliebtesten Akteuren im Kader von RB Leipzig. ©

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt