23. Oktober 2019 / 19:18 Uhr

Recken-Aufstiegstrainer Dirk Pauling verstirbt nach tragischem Gleitschirm-Unfall

Recken-Aufstiegstrainer Dirk Pauling verstirbt nach tragischem Gleitschirm-Unfall

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Dirk Pauling (rechts) ist bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen.
Dirk Pauling (rechts) ist bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. © imago images / Frank Sorge
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Noch vor einer Woche saß Dirk Pauling beim Spiel der TSV Hannover-Burgdorf gegen die Rhein-Neckar Löwen auf der Tribüne, nun weilt der 51-Jährige nicht mehr unter uns. Aus bisher ungeklärter Ursache stürzte Pauling kurz nach dem Start mit seinem Gleitschirm ab. 

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Die Handballer der TSV Burgdorf trauern um Dirk Pauling. Der 51-Jährige verstarb vor zwei Tagen in Neustift im Stubaital (Österreich) nach einem Unfall beim Gleitschirmfliegen. Aus bisher ungeklärter Ursache stürzte Pauling kurz nach dem Start ab, alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

„Wir sind schockiert, sehr schockiert“, sagt Heidmar Felixson, Nachwuchskoordinator bei der TSV, der von 2004 bis 2008 mit Pauling zusammen gespielt hatte. „Ich kann es nicht fassen. Er war ein echter Handballfreund, ein guter, ehrlicher Mensch. Ich hoffe immer noch, dass es nicht wahr ist.“

15 Jahre TSV

Als Spieler war Pauling im linken Rückraum insgesamt 15 Jahre für das Aushängeschild der TSV am Ball – ein echtes Urgestein, ein Leben für den Handball. In Burgdorf hatte er als kleines Kind angefangen. Als 25-Jähriger kehrte er 1993 nach Stationen beim MTV Post Eintracht Celle (sein Geburtsort), TSV Barsinghausen und TV Stadtoldendorf nach Burgdorf zurück.

Pauling führte die Recken in die Bundesliga

Der Mann, der als 16-Jähriger nur 1,70 Meter groß war und dann innerhalb weniger Jahre noch 27 Zentimeter wuchs, stieg mit den Recken, die damals noch nicht die Recken waren, 1994 in die Verbandsliga, 1997 in die Regionalliga und schließlich 2005 in die 2. Bundesliga auf. Als Trainer betreute er die Frauen von Wacker Osterwald, die TSV-Reserve sowie die Burgdorfer A-Junioren. Zusammen mit Frank Carstens trainierte Pauling von 2009 bis 2011 die Recken – der Aufstieg in die Bundesliga war ihr größter Erfolg. Pauling folgte Carstens Mitte 2011 zum SC Magdeburg. Im Dezember 2013 wurde das Duo dort entlassen. Anschließend war er bei der HSG Nienburg von Juli 2015 bis Dezember 2017 Trainer der Oberliga-Herren sowie bis April 2018 Jugendkoordinator.

Felixson kündigt Schweigeminute an

Im vergangenen Jahr war es ruhig um den Mann geworden, der Schornsteinfeger gelernt hat, dann vier Jahre bei der Bundeswehr war und später wie zuletzt als Fahrlehrer gearbeitet hat. Sein Arbeitgeber, die Fahrschule Grünke aus Langenhagen, hat bereits angekündigt, die nächsten Tage geschlossen zu bleiben. Nach dem Abschied in Nienburg war er nur noch auf der Reckentribüne neben seinem Bruder Frank Pauling zu sehen. So wie beim sensationellen 31:28-Sieg gegen seinen früheren Arbeitgeber aus Magdeburg oder beim 29:29 vor einer Woche gegen die Rhein-Neckar Löwen.

Ob die Recken beim nächsten Bundesliga-Heimspiel am 31. Oktober gegen die HSG Nordhorn-Lingen mit Trauerflor auflaufen werden, steht noch nicht fest. Die TSV-Reserve will vor dem Heimspiel in der 3. Liga am Samstag (20 Uhr) in der Gudrun-Pausewang-Halle gegen den HSV Hannover eine Schweigeminute einlegen, kündigte Felixson an.

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