24. März 2020 / 15:28 Uhr

Corona: Recken-Torwart Domenico Ebner in Sorge um Landsleute in Italien

Corona: Recken-Torwart Domenico Ebner in Sorge um Landsleute in Italien

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Torwart Domenico Ebner von der TSV Hannover-Burgdorf mit Sven-Sören Christophersen.
Torwart Domenico Ebner von der TSV Hannover-Burgdorf mit Sven-Sören Christophersen. © Jan Günther
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An Handball ist gerade nicht zu denken, die Bundesliga pausiert. Domenico Ebners Gedanken drehen sich dafür umso mehr um seine zweite Heimat: Italien – das aktuell von der Corona-Pandemie am härtesten getroffene Land auf dem Planeten.

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Domenico Ebner ist in Sorge um seine Familie in Italien, die Großeltern mütterlicherseits des Recken-Torwarts sind vor 46 Jahren nach Deutschland ausgewandert. Mit Ebners Mutter, die damals sechs Jahre alt war. Oma und Opa leben in Freiburg, ihnen geht es gut. Der Rest der italienischen Familie lebt in Molfetta in der Nähe von Bari im süditalienischen Apulien.

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„Es ist schon Wahnsinn“

„Der Süden ist zum Glück nicht ganz so schwer getroffen“, sagt Ebner, der aber auch viele Landsleute aus dem Norden kennt. Vor allem Kollegen aus der Nationalmannschaft, für die auch Ebner aufläuft. „Ich stehe regelmäßig mit ihnen in Kontakt. Es ist schon Wahnsinn, Italien ist ja so krass getroffen“, sagt der 25-Jährige nachdenklich. Entsprechend drastischer sind die Maßnahmen. Leben und Alltag sind wesentlich eingeschränkter als in Deutschland.

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Morten Olsen wird in den Schwitzkasten genommen. ©
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Corona-Todesfall im Bekanntenkreis

Ein Schicksal bewegt Ebner besonders. Der ehemalige Torwarttrainer der Nationalmannschaft, dem Ebner besonders nahesteht, trauert um seinen Vater, der an Corona verstorben ist. „Das nimmt einen sehr mit“, sagt Ebner, der aus seiner Wohnung in der Südstadt Kontakt zu seinen Lieben hält. Bei ihm: Freundin Nicole Roth, die normalerweise in Metzingen Handball spielt. Doch auch ihr Ligabetrieb ist auf null gestellt. Also kümmert sich die 24-Jährige um ihr Studium von Hannover aus – und ist in der Corona-Krise ganz nah bei ihrem Domenico.

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