25. September 2021 / 12:07 Uhr

Recken wollen Wetzlars "große Abwehrwand" überwinden

Recken wollen Wetzlars "große Abwehrwand" überwinden

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Evgeni Pevnov (li.) und Christian Prokop tauschen sich aus.
Evgeni Pevnov (li.) und Christian Prokop tauschen sich aus. © Florian Petrow
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Am Sonntag (16 Uhr) gastiert die TSV Hannover-Burgdorf bei der HSG Wetzlar. Es wird der erste geminsame Auftritt des neuen Recken-Trainergespanns Prokop/Felixson. Zudem ist Mittelmann Veit Mävers wieder fit und steht vor seinem Saisondebüt. Für die kommenden Heimspiele gilt ab sofort die 2G-Regel in ZAG-Arena, die Obergrenze für Zuschauer entfällt somit.

Es ist der erste gemeinsame Auftritt des Recken-Trainergespanns: Chefcoach Christian Prokop hat bei der schweren Aufgabe in Wetzlar am Sonntag (16 Uhr) nun Heidmar Felixson als Co mit dabei. „Das hilft mir sehr. Und wir gehen mit Elan in diese Partie“, sagt Prokop. Er will mit der TSV Hannover-Burgdorf die „große Abwehrwand“ der HSG überwinden. Dabei kann Spielmacher Veit Mävers mit anpacken, der wieder fit ist und am dritten Spieltag für die Recken vor seinem ersten Einsatz steht.

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Felixson wird taktische Hilfestellung leisten, beobachten und die Statistik mit übernehmen. „Heidmar braucht keine große Eingewöhnungszeit“, sagt Prokop lobend über den Nachwuchskoordinator der TSV. Das ist um so wichtiger, als der ehemalige Bundestrainer selbst noch recht neu ist in Hannover. Seine Handschrift jedoch ist bereits zu erkennen, vor allem in der Abwehr. „Offensiv waren wir zuletzt beim Sieg gegen den Bergischen HC sehr variabel, das brauchen wir in Wetzlar auch“, so Prokop. Das von ihm gewünschte hohe Tempo ist da nur eine Option, ein taktisches Mittel. „Es ist nicht so, dass wir auf Teufel komm raus ins Tempospiel kommen müssen“, sagt Prokop.

Mehr über die Recken

Pevnov meldet sich bei Sky zu Wort

Auch die Wetzlarer haben mit Benjamin Matschke einen neuen Trainer, mit ihm hat Recke Evgeni Pevnov noch gemeinsam in Friesenheimer Zeiten gespielt. „Was der anpackt, hat Hand und Fuß“, sagt Pevnov, der eine harte Begegnung mit einer HSG-Verteidigung erwartet, „in der gefühlt alle mindestens zwei Meter groß sind“.

Der als meinungsstark bekannte Pevnov meldete sich schon am ersten Teil des 4. Spieltags zu Wort, und zwar bei Sky. Er schickte dem verblüfften Moderator eine Kurznachricht, die dieser prompt verlas. Pevnov erläuterte darin den Erfolg des Hamburger Kreisläufers Niklas Weller, der mit 24 Treffern die Torschützenliste anführt – obwohl er aus der 3. in die 2. Liga gekommen und dann mit dem HSV aufgestiegen war. „Das Spiel ist auf den Kreisläufer ausgelegt, das ist in der 2. Liga so. Und das funktioniert auch jetzt“, so Pevnov. Das Geschehen am Kreis könnte auch in Wetzlar entscheidend werden, bei der HSG hat sich Patrick Gempp das Kreuzband gerissen, der Verein will einen Ersatzmann verpflichten.

2G-Regel in der ZAG-Arena

Erst zwei Spiele haben die Recken gemacht, sie hatten etwas mehr Pause. „Wir haben die Zeit gut genutzt“, sagt Prokop. Das Entscheidende: „Wir haben die Fehler minimiert. Das sind die Fortschritte, die ich sehen will.“

Auch für die Heimspiele der Recken in der ZAG-Arena gilt nun die 2G-Regel, damit gibt es keine Obergrenze für Zuschauer mehr. Der Online-Vorverkauf für die drei Partien im Oktober beginnt am Dienstag: Melsungen (3. Oktober), Füchse Berlin (14. Oktober), Minden (28. Oktober). Dauerkarteninhaber haben ein Vorkaufsrecht.