30. März 2020 / 13:34 Uhr

Kurioser Plan von Red-Bull-Berater Marko: Fahrer sollten sich absichtlich mit Corona infizieren

Kurioser Plan von Red-Bull-Berater Marko: Fahrer sollten sich absichtlich mit Corona infizieren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Red-Bull-Berater Helmut Marko plante eine absichtliche Corona-Infektion für seine Fahrer um Max Verstappen.
Red-Bull-Berater Helmut Marko plante eine absichtliche Corona-Infektion für seine Fahrer um Max Verstappen. © imago images / LaPresse / Montage
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Dieser Plan kam bei den Red-Bull-Teams nicht gut an. Helmut Marko, der Motorsportberater des Getränkeherstellers, hatte seinem Rennstall einen umstrittenen Vorschlag gemacht. Die Fahrer sollten sich absichtlich mit dem Coronavirus infizieren.

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Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko hat seinem Rennstall in der Corona-Krise einen umstrittenen Vorschlag gemacht. Der 76-jährige Österreicher unterbreitete dem Team die Idee, dass sich die Fahrer absichtlich mit dem Virus infizieren könnten, um sich zu immunisieren. "Wir haben vier Formel-1-Fahrer, wir haben acht oder zehn Junioren, und die Idee war, dass wir ein Camp veranstalten, wo wir geistig, körperlich diese doch etwas tote Zeit überbrücken", sagte Marko bei ORF1 "Sport am Sonntag“. Die Piloten seien "alles junge, starke, in wirklich guter Gesundheit befindliche Männer", die später dann, "wann immer es los geht", für eine "wahrscheinlich sehr harte Weltmeisterschaft" gerüstet gewesen wären.

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Marko: Idee nicht positiv aufgenommen worden

Auf die Nachfrage, wie die Idee aufgenommen worden sei, antwortete Marko schmunzelnd: "Es ist nicht positiv aufgenommen worden." Red Bull betreibt eine eigene Nachwuchsakademie und verfügt in Alpha Tauri noch über ein Schwesterteam. Alle Fahrer sind derzeit auf individuelles Training angewiesen. Sein Schützling Max Verstappen hält den Grand-Prix-Rhythmus laut Marko beispielsweise virtuell im E-Racing aufrecht.

Nach der Absage der ersten acht Grand Prix dieser Formel-1-Saison hält Marko eine Verlängerung der Saison bis in den Januar nicht für ausgeschlossen. "Wenn wir einen Weltmeister im Jänner küren, ist das auch in Ordnung. Wir lassen die Testfahren wegfallen, das Chassis bleibt ja gleich, die Reifen bleiben gleich, und die Kosten von einem Test sind ungefähr mit einem Rennen vergleichbar. So gesehen hätten wir mehr Attraktivität bei gleichbleibenden Kosten", meinte er.

Verlängerte Saison wahrscheinlich

Auch Formel-1-Chef Chase Carey hatte eine längere Saison bereits für wahrscheinlich erklärt. Das Saisonfinale werde später als am 29. November ausgetragen, sagte Carey. Abu Dhabi sollte am ersten Advent eigentlich der Schlusspunkt sein. Nun reden die Spitzen der Formel 1 schon über ein Finale erst Anfang 2021. "Zwei, drei Rennen im Januar" könnten möglich sein, sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto bei Sky Italia. Der Weltverband FIA habe "völlige Freiheit" bei der Gestaltung des neuen Kalenders.