17. Februar 2022 / 14:06 Uhr

Red Dragons beenden bei Rot-Weiß Cuxhaven ihre Englische Woche

Red Dragons beenden bei Rot-Weiß Cuxhaven ihre Englische Woche

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Allzu oft war Andrew Jones (M.) bei seinen Offensivaktionen im Match gegen Neustadt auf sich alleine gestellt. 
Allzu oft war Andrew Jones (M.) bei seinen Offensivaktionen im Match gegen Neustadt auf sich alleine gestellt. © Oliver Schwandt
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Basketball-Regionalliga: Vor dem Trip am Sonnabend an die Nordsee kassierten die Red Dragons am Mittwochabend eine deutliche Pleite gegen Neustadt.

Mit einem Match am Sonnabend um 18 Uhr bei Rot-Weiß Cuxhaven schließt Basketball-Regionalligist Red Dragons Königs Wusterhausen seine Englische Woche ab. Zuvor unterlagen die Dahmeländer am vergangenen Sonnabend dem VfL Stade mit 63:84 und kassierten am Mittwoch eine deutliche 58:95-Klatsche gegen den TSV Neustadt temps Shooters. Auch an der Nordsee wird es für die Dragons alles andere als leicht werden, denn Cuxhaven hängt mit zwölf Zählern tief im Tabellenkeller (11. Platz). Mit vier Punkten mehr auf dem Konto ist das Team von Headcoach Michael Opitz Neunter. „Für beide Mannschaften geht es am Sonnabend um echt viel. Wir müssen sehen, welche Spieler wir zur Verfügung haben, um eine bessere Partie als die letzte gegen Neustadt abzuliefern“, sagte Teammanager Norman Grätz.

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Opitz kann die Rot-Weißen zum derzeitigen Zeitpunkt sehr Saison überhaupt nicht einschätzen. „Wir haben zwar das Hinspiel gegen Cuxhaven verloren, doch seitdem ist dort enorm viel passiert. Der komplette Vorstand wurde ausgetauscht und mit dem US-Amerikaner Desmond Ringer hat ein Leistungsträger die Mannschaft nach ihrer letzten Begegnung verlassen. Aus diesen beiden Gründen ist Cuxhaven für uns eine kleine Wundertüte. Wir müssen dort aber alles in die Waagschale werfen, um nicht noch tiefer in den Abstiegskampf hinein zu geraten“, kündigte er an.

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Die Vorzeichen am vergangenen Mittwochabend in der Schönefelder Gymnasium-Halle waren für die Red Dragons bei der 58:95-Niederlage (6:29, 20:14, 18:33, 14:19) gegen den TSV Neustadt alles andere als rosig. So fehlten gegen die Niedersachsen wichtige Leistungsträger wie Acha Njei, Soulemanye Diallo (beide gesperrt) und Center Oliver Mackeldanz, der krank zuhause im Bett lag. Ohne diese drei wichtigen Eckpfeiler hatte es das Opitz-Team von Anfang an gegen eine Mannschaft aus Neustadt, die in absoluter Bestbesetzung angereist war, schwer. Überragender TSV-Akteur war mit 20 Zählern der kurzfristig verpflichtete Jannik Lodders, der zudem von sieben Dreierversuchen vier im Korb erfolgreich unterbrachte (57,1 Prozent). Bester Dreierschütze bei den Dragons war Gabriel Salijevic mit drei von acht Treffern (37,5 Prozent).

Bereits in den ersten zehn Minuten konnten die Gastgeber die deutliche Stärke der Neustädter, die ihre Angriffe fast alle erfolgreich abschlossen, so richtig ordentlich spüren. Anders dagegen die Dragons, die nur magere sechs Punkte im ersten Viertel erzielten.

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Opitz nutzte die kurze Pause, um noch einmal an einigen Schrauben in seinem Team zu drehen – mit Erfolg. Seine Mannschaft konnte sich deutlich besser auf die Gäste einstellen und auch die Würfe fanden endlich ins Ziel. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung gingen die zweiten zehn Minuten mit 20:14 verdient an die Gastgeber.

Leistungsträger bekamen kaum Verschnaufpausen

Nach dem Seitenwechsel schwanden mehr und mehr die Kräfte bei den Brandenburgern, da bei ihnen auf der Bank nur drei Wechselspieler zur Verfügung standen. Leistungsträger wie Andrew Jones, der in vielen Situationen oftmals auf sich alleine gestellt war, mussten fast komplett durchspielen (38:54 min). Auch Salijevic (27:38), Gideon Steffen (29:47) sowie Aleksandar Dimitrijevic (27:42) bekamen von ihrem Coach kaum Zeit zum Durchatmen. „Ich wollte die Jungs sicherlich nicht verheizen, hatte aber bei unserer derzeitigen Personalmisere überhaupt keine andere Wahl“, sagte Opitz.

In den letzten beiden Vierteln fand der TSV wieder zu seiner alten Stärke zurück, sodass diese mit 33:18 und 19:14 sehr sicher gewonnen wurden. Trotz dieser Niederlage haderte der Dragons-Coach nicht mit seinen Jungs. „Jeder hat für jeden alles gegeben, doch mehr war gegen die Neustädter nach dem zweiten personell unterbesetzten Match innerhalb von fünf Tagen nicht möglich. Wir hatten ja gegen Neustadt auch unsere Möglichkeiten, aber der Korb der Gäste war zeitweise wie vernagelt. Meine Spieler haben, besonders im ersten Viertel, beste Wurfmöglichkeiten viel zu fahrlässig liegengelassen. Solche Spiele wird es immer mal wieder im Laufe einer langen Saison geben“, wusste er.

Red Dragons: Salijevic (17), Jones (10), Romanarivo (8), Tyrekidis (6), Bihari (5), Hecker (5), Steffen (5), Dimitjrijevic (2).

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