01. April 2022 / 15:19 Uhr

Red Dragons müssen in Wolfenbüttel Überstunden schieben

Red Dragons müssen in Wolfenbüttel Überstunden schieben

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Red Dragons Königs Wusterhausen
Die Red Dragons Königs Wusterhausen müssen noch einmal in Wolfenbüttel antreten. © Oliver Schwandt/Archiv
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Basketball-Regionalliga: Brandenburger müssen das im Dezember abgebrochene Spiel, das erst für sie gewertet wurde, am Samstagabend um 20.15 Uhr wiederholen.

Mit einem deutlichen 91:73-Erfolg gegen die SG Braunschweig verabschiedeten sich die Regionalliga-Basketballer der Red Dragons Königs Wusterhausen am vergangenen Sonnabend in die Sommerpause – doch daraus wurde noch nichts. Unter der Woche hat der Rechtsausschuss der Regionalliga entschieden, die von der Regionalliga ausgesprochene Wertung gegen MTV/BG Herzöge Wolfenbüttel für das am 18. Dezember 2021 beim Stand von 64:54 für die Dahmeländer abgebrochene Spiel aufzuheben und am Samstagabend um 20.15 Uhr zu wiederholen.

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Für diese Entscheidung zeigen die Verantwortlichen der Red Dragons nur sehr wenig Verständnis. „Wir verstehen nicht, warum wir noch einmal den weiten Weg bis nach Wolfenbüttel reisen müssen, da wir zum Zeitpunkt der abgebrochenen Partie deutlich führten.Zudem beendete der MTV, nach der dritten Verletzung eines ihrer Spieler einfach das Match, obwohl noch genügend Auswechselakteure auf der Bank zur Verfügung standen und nicht wir oder die Schiedsrichter“, informierte Teammanager Norman Grätz.

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Helge Oldach, Vorsitzender der Regionalliga Nord, äußerte sich nur kurz zu dieser Problematik. „Es stimmt, dass Spielleiter Jörg Meyer diese Begegnung zuerst auf Spielverlust für Wolfenbüttel wertete.“ Für ein weiteres Statement sah der RLN-Vorsitzende keinen Anlass und beendete das Interview.

Auskunftsfreudiger war dafür Meyer, der begründete, warum Königs Wusterhausen eine Woche nach dem Saisonende die Begegnung in Wolfenbüttel noch einmal in Angriff nehmen muss. „Der MTV legte gegen die von uns gefällte Wertung Rechtsmittel ein. Aus diesem Grund blieb uns keine andere Wahl, als diese Partie sieben Tage nach dem offiziellen Saisonende noch einmal anzusetzen.“

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Selbst Andrew Jones reist mit nach Wolfenbüttel

Nach einer Videokonferenz am Mittwochabend zwischen der Regionalliga und den Red Dragons – Wolfenbüttel fehlte bei dieser Zusammenkunft überraschend – hat sich das Dahmeland-Team entschieden, das zweite Mal in dieser Saison nach Wolfenbüttel zu reisen. Das war aber nur möglich, weil alle Spieler ihr okay gegeben haben. „Die Verträge des Teams sind am 31. März komplett ausgelaufen. Deshalb ein dickes Kompliment an die Jungs, die sofort bereit waren, für den Verein noch Überstunden zu schieben. Selbst Andrew Jones wird mit dabei sein, der eigentlich gegen Braunschweig seine Karriere beendete. Ich würde mich freuen, wenn er noch einmal so eine Feuerwerk abrennen würde, wie es ihm im letzten Spiel gegen Braunschweig gelungen ist“, so der Teammanager weiter.

Auch nach der Begegnung am Samstagabend wird diese Partie – egal wie sie ausgeht – noch lange die Red Dragons beschäftigen. „Auch wir werden Rechtsmittel gegen die Neuansetzung einlegen, sobald uns ein offizielles Schreiben des Rechtsausschusses vorliegt. Es geht auch darum, wer unsere zusätzlichen Reisekosten übernimmt, besonders beim Blick auf die derzeitigen Spritpreise“, sagt Grätz.

Zusätzlich zu diesem Spiel ist er derzeit emsig dabei, den Kader für die neue Spielzeit zusammenzustellen. Ex-Bundesligaakteur Oliver Mackeldanz ist der einzige Akteur im Team, der noch einen Vertrag für die kommende Spielzeit hat. „Gute Gespräche gab es auch bisher mit Gideon Steffen. Aleksandar Dimitrijevic und Leon Hecker.“

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