24. März 2020 / 17:45 Uhr

Meisterrunde erreicht: Basketballer der Red Eagles erfüllen das selbstgesteckte Saisonziel

Meisterrunde erreicht: Basketballer der Red Eagles erfüllen das selbstgesteckte Saisonziel

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Die jungen Spieler, wie hier Nick Lorenz, konnten in den Play-Offs wichtige Erfahrungen sammeln.
Die jungen Spieler, wie hier Nick Lorenz, konnten in den Play-Offs wichtige Erfahrungen sammeln. © Christoph Laak
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Basketball Oberliga: Die Rathenower Korbjäger erreichen die Meisterrunde und beenden die Saison auf dem 4. Platz.

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Die Basketballer der Red Eagles Rathenow wollten in der Meisterrunde der Oberliga unbedingt zumindest einen Sieg einfahren. Daraus wird nun nichts mehr, hat der Brandenburgische Basketball-Verband die Saison auf Landesebene bereits in der letzten Woche für beendet erklärt. Die Roten Adler beenden die Saison somit auf dem 4. Tabellenplatz, dürfen mit der abgelaufenen Spielzeit aber dennoch sehr zufrieden sein. „Wir haben das Ziel Play-Offs erreicht, dementsprechend sind wir mit dem Verlauf der Saison auch einverstanden“, erklärt Spielertrainer Oliver Nickel.

Dabei waren die Rathenower desaströs in die Hauptrunde gestartet und es drohte früh, dass sie das angestrebte Ziel, die Play-Offs, aus den Augen verlieren. Vier zum Teil herbe Niederlagen setzte es. „Wir haben in dieser Phase oft nicht mit dem besten Kader gespielt, es waren einige Spieler verletzt oder noch im Urlaub“, versucht Nickel die Niederlagenserie zu erklären. Erst im fünften Spiel gelang seinem Team der erhoffte Befreiungsschlag, wurde die Partie in Glienicke deutlich mit 84:66 gewonnen. „Danach hat sich die ganze Stimmung im Team gewandelt. Die Motivation im Training und der Zusammenhalt wurden immer besser“, sieht Rathenows Trainier diesen Sieg als Knackpunkt an.

Lok Bernau II setzt sich nach doppelter Overtime mit 90:86 bei den Red Eagles durch

Die Hausherren (in Rot) retteten sich mi ablaufender Uhr in die Verlängerung. Dort sahen die Rathenower bereits wie der sichere Sieger aus, mussten sich nach der zweiten Verlängerung aber noch geschlagen geben. Zur Galerie
Die Hausherren (in Rot) retteten sich mi ablaufender Uhr in die Verlängerung. Dort sahen die Rathenower bereits wie der sichere Sieger aus, mussten sich nach der zweiten Verlängerung aber noch geschlagen geben. © Christoph Laak
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Schnell wurde klar, dass man sich vor allem in den Spielen gegen die direkte Konkurrenz durchsetzen muss. In der Folge wurde auch das Heimspiel gegen Schlusslicht Lauchhammer knapp gewonnen und nach dem Sieg über den damaligen Spitzenreiter vom USV Potsdam II meldeten sich die Eagles mit einer Bilanz von 3:5 Siegen im Play-Off-Rennen zurück.

Doch der nächste heftige Rückschlag folgte. Gegen den direkten Konkurrenten von Lok Bernau II setzte es nach zwei Verlängerungen eine ganz bittere Heimniederlage, die Meisterrunde geriet wieder in weite Ferne. „Da hätten wir uns schon in eine deutlich angenehmere Position bringen können“, findet Oliver Nickel. Doch sein Team zog sich selbst noch einmal am Schopfe aus dem Schlamassel.

Mit Siegen gegen Oranienburg und Glienicke verbesserten sich die Eagles auf den 5. Platz. Und mit einem 68:58-Erfolg in Lauchhammer am letzten Hauptrunden-Spieltag wurde der Einzug in die Meisterrunde endgültig unter Dach und Fach gebracht. „Das war für uns natürlich sehr wichtig, so hatten wir nicht den Druck, gegen den Abstieg spielen zu müssen“, schätzt der Rathenower Spielertrainer ein.

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In Folge dessen konnten die Roten Adler in den Play-Offs auch den jungen Spielern vermehrt Einsatzzeit geben. Und diese machten es durchweg nicht schlecht. Zwar wurden alle vier Spiele verloren, die Leistung stimmte aber. „Wir haben in allen Spielen gezeigt, dass wir mithalten können. Das war erfreulich“, so Oliver Nickel. Weniger erfreulich war für ihn das abrupte Ende der Saison. „Wir wollten gegen KW einen versöhnlichen Abschluss und uns von allen Helfern und Sponsoren ordentlich verabschieden.“

Daraus wurde nichts. Und auch wie lange die Red Eagles keinen Basketball spielen dürfen, steht momentan noch nicht fest. „Die Hallen sind ja alle zu. Wir haben eigentlich keine große Pause geplant und wollen wieder loslegen, sobald es geht“, erklärt Oliver Nickel, der vor allem die Integration der jungen Spieler als wichtige Aufgabe ansieht und ansonsten mit nahezu identischem Kader in die neue Saison gehen wird. Auch Matthias Jagla wird dann wieder dabei sein.

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