22. Februar 2022 / 17:52 Uhr

Nach gelungenem Aufstieg: Red Hawks Potsdam wollen noch höher hinaus

Nach gelungenem Aufstieg: Red Hawks Potsdam wollen noch höher hinaus

David Joram
Märkische Allgemeine Zeitung
Jubel in der Halle nach dem Sieg. Tiergarten ISC - Redhawks Potsdam 79:91. Die Redhawks sind damit Meister 2022 der 2. Regionalliga Ost.
Jubel in der Halle nach dem Sieg. Tiergarten ISC - Redhawks Potsdam 79:91. Die Redhawks sind damit Meister 2022 der 2. Regionalliga Ost. © Detlev Scheerbarth
Anzeige

Die Basketballer der Red Hawks Potsdam bleiben nach dem Aufstieg in die 1. Basketball-Regionalliga Nord ambitioniert. 80 000 bis 120 000 Euro wollen sie in der kommenden Saison in die Hand nehmen. Die neue Liga soll nur eine Zwischenstation werden.

Lars Bothe hat sich nicht lumpen lassen. Der Erfolgstrainer der Red Hawks Potsdam bat am Sonntag zu sich nach Hause, um mit den Basketballern seines Teams die Meisterschaft in der 2. Regionalliga Ost zu feiern. Wie Patrick Rapsch, der erste Vorsitzende des Vereins, verriet, soll die Aufstiegs-Pizza ordentlich geschmeckt haben. 91:79 hatten die Potsdamer zuvor die Berliner Mannschaft Tiergarten ISC besiegt und allerletzte Zweifel am Gang in die 1. Regionalliga Nord beiseite gefegt. Die noch ausstehenden drei Saisonspiele können die Red Hawks locker angehen.

Anzeige

„Ich bin wahnsinnig stolz auf die Mannschaft und das komplette Trainerteam. Es fällt eine Menge Druck von uns ab“, sagte Rapsch, „das war eine tierische Freude“. Rapsch, der die Hawks einst selbst coachte, zollt vor allem Trainer Bothe großen Respekt: „Das Team hat sich unter Lars kontinuierlich entwickelt und tollen Basketball gezeigt.“

Mehr zu Basketball in Berlin & Brandenburg

Mit dem Aufstieg beginnt bei dem ambitionierten Basketball-Verein, der sich 2019 vom SV Babelsberg 03 abgespalten hatte, ein neues Abenteuer – doch die Ziele bleiben auch eine Liga weiter oben ambitioniert. Während „normale“ Aufsteiger gerne vom Klassenverbleib sprechen, denken sie bei den Red Hawks schon einen Schritt weiter. „Natürlich wollen wir in der Liga ankommen und schnell Fuß fassen, aber ein Platz im Mittelfeld mit Blick nach oben soll schon unser Ziel sein“, erklärt Rapsch, der das Budget anheben will.

Rund 80 000 bis 120 000 Euro veranschlage man für die kommende Saison. Gedeckt ist der Etat noch nicht, Gespräche mit Partnern und Sponsoren liefen. Das Paket sei eben ein kostspieligeres, die Fahrten – nach Göttingen oder Rendsburg (Schleswig-Holstein) – weiter. Und ob des höheren Niveaus fahnden die Red Hawks auch nach gehobenerem Spielermaterial, das entsprechend entlohnt sein will. „Wir müssen extrem wachsen“, sagt Rapsch, der aber „guter Dinge“ ist – und das nicht nur, was die Verpflichtung neuer Spieler angeht.

Anzeige

„In den nächsten zwei, drei Jahren wollen wir in die 2. Bundesliga Pro B aufsteigen“

Die Verträge mit Schlüsselspielern wie Dennis Teucher oder Joshua Lübken hat der Verein bereits verlängert, mit weiteren Leistungsträgern würden Gespräche geführt – und Trainer Lars Bothe, der seine Zusage bereits für die kommende Runde gegeben hat, soll ohnehin langfristig an den Verein gebunden werden. „In den nächsten zwei, drei Jahren wollen wir in die 2. Bundesliga Pro B aufsteigen“, nennt Rapsch ein mittelfristiges Ziel. In dieser Liga spielen die TKS 49ers, für Rapsch „ein gestandener Pro-B-Verein“, mit dem man sich aber (noch) nicht messen wolle.

„Wir schauen auf uns“, sagt Rapsch, der nicht nur die erste Mannschaft nach vorn bringen will. Der Gesamtverein (derzeit acht Teams, 220 Mitglieder) soll mitwachsen, in der kommenden Saison am besten auf 350 Mitglieder. Im Jugendbereich träumt Rapsch von mindestens zwei Teams pro Altersklasse; ein Ziel, das in den nächsten zwei bis drei Jahren realisiert werden soll. Bei den Hawks bleiben sie einem alten Wirtschaftsmotto treu: Think big – denke groß. Auch wenn sie noch zu den Kleinen zählen.

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis