26. Juli 2019 / 16:24 Uhr

Favoriten, Hannover-Faktor, Stars: So spannend wird die Regionalliga Nord

Favoriten, Hannover-Faktor, Stars: So spannend wird die Regionalliga Nord

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Auf geht's: Christoph Dabrowski (von links), Jan Zimmermann und Martin Polomka starten mit ihren Teams am Freitag in die Saison.
Auf geht's: Christoph Dabrowski (von links), Jan Zimmermann und Martin Polomka starten mit ihren Teams am Freitag in die Saison. © Florian Petrow/Christian Hanke
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Endlich geht es wieder los: Zum Saisonauftakt am Freitagabend beantwortet der SPORTBUZZER die wichtigsten Fragen rundum die neue Spielzeit in der Regionalliga Nord. Wer sind die Favoriten? Und wie steht es um die drei hannoverschen Vertreter?

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Wann beginnt die Saison?

Der Auftakt in die Regionalliga-Saison ist am Freitagabend. Neben dem Knallerderby zwischen dem TSV Havelse und dem Neuling HSC (19 Uhr) im Wilhelm-Langrehr-Stadion empfängt Hannover 96 II die SV Drochtersen/Assel um 19.30 Uhr im Eilenriedestadion. Das offizielle Eröffnungsspiel bestreiten die beiden Spitzenteams Weiche Flensburg und VfL Wolfsburg II.

In diesem Jahr werden – sofern es die Witterung zulässt – 22 Spieltage absolviert, am 8. Dezember finden die letzten Begegnungen des Jahres statt. 2020 geht es am 21. Februar weiter. Am 17. Mai endet die Spielzeit.

Wie viel Hannover steckt in der Regionalliga?

Sogar mehr als in der Vorsaison – und das trotz des Abstiegs von Egestorf/Langreder. Mit 96 II und Aufsteiger HSC gibt es nun sogar zwei Teams aus der Stadt, darüber hinaus ist Havelse weiterhin dabei. Mit Alexander Kiene ist ein frischgebackener Fußballlehrer aus Hannover ebenfalls im Einsatz: Er coacht nun den VfB Oldenburg und soll dem Verein zu altem Glanz verhelfen. Aktiv dabei ist der frühere 96-Profi Jan Rosenthal, auch der Ex-Havelser Patrick Posipal kickt unter Kiene.

Regionalliga Nord: Diese Favoriten und Ziele haben die Trainer in der Saison 2019/20.

Lüneburgs Trainer Rainer Zobel: Die besten Titelchancen haben definitiv die U-23 des VfL Wolfsburg und der VfB Lübeck. Möglicherweise kann auch die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen oben ein Wörtchen mitreden. Bei uns hat sich die Zielsetzung nicht geändert: Wir wollen drinbleiben. Zur Galerie
Lüneburgs Trainer Rainer Zobel: Die besten Titelchancen haben definitiv die U-23 des VfL Wolfsburg und der VfB Lübeck. Möglicherweise kann auch die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen oben ein Wörtchen mitreden. Bei uns hat sich die Zielsetzung nicht geändert: Wir wollen drinbleiben. ©

Wie gut sind die hannoverschen Teams in Form?

Geht es schlicht nach den Ergebnissen der Vorbereitung, dürfte Havelse nicht zu stoppen sein. Das Team von Trainer Jan Zimmermann gewann sämtliche Duelle und holte auch den Sieg beim prestigeträchtigen Porta-Pokal. Beim HSC sah es eher durchwachsen aus.

Doch Trainer Martin Polomka macht sich keine Gedanken, sieht es sogar eher als gutes Omen. Denn auch im vergangenen Winter lief es schlecht, in der Rückrunde der Oberliga gab es dann lediglich eine Niederlage. 96 II gewann zwei von vier Testspielen, holte ein Unentschieden und verlor das letzte Spiel gegen den ambitionierten Nordost-Regionalligist Wacker Burghausen mit 2:3.

Wie sieht es vor dem ersten Spieltag personell aus?

Beim HSC wird ein Neuzugang auf dem Spielformular definitiv fehlen – und das womöglich noch ein halbes Jahr. Stephane Ngongang hat von Ex-Verein Egestorf keine Freigabe erhalten. Die Germanen verlangen eine mittlere vierstellige Summe für den 19-jährigen Innenverteidiger, der nach eigener Aussage aufgrund von disziplinarischen Gründen rausgeschmissen wurde.

Polomka nennt es „eine Frechheit“. Atilay Batbay fehlt in Havelse aus privaten Gründen. Bei den Garbsenern gibt’s keine Sorgen, einzig der Langzeitverletzte Niklas Teichgräber fehlt nach seinem Kreuzbandriss noch bis zum Winter.

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Wer steigt auf?

Zu den Favoriten zählt sicherlich erneut der VfL Wolfsburg II, der in der Relegation knapp an der Reserve des Reserve von Bayern München scheiterte. Weiche Flensburg und der VfB Lübeck werden einen neuen Anlauf auf Platz eins unternehmen. Werder Bremen II dürfte erneut oben mitmischen, dazu hat die SpVgg Drochtersen/Assel kräftig aufgerüstet.

Für wen wird es eng mit dem Klassenerhalt?

Der Heider SV und Altona 93 dürften es als Aufsteiger schwer haben. Auch dem Lüneburger SK und Holstein Kiel II steht eine schwere Saison bevor. Abstiegskandidaten sind zudem St. Pauli II und Eintracht Norderstedt.

Wie schneiden die hannoverschen Teams ab?

Der TSV Havelse hat sich punktuell gut verstärkt, die Garbsener werden nichts mit dem Abstieg zu tun haben und zu alter Stärke zurückfinden. Am Ende landen sie auf einem ordentlichen einstelligen Tabellenplatz. Tendenz: Rang sieben. In diesem Bereich will und sollte sich auch die 96-Reserve einordnen.

Der HSC muss sich fix an die Schnelligkeit und Härte gewöhnen und einfache Fehler abstellen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Allerdings hat Trainer Polomka seinen Kader mit der richtigen Mischung aus Erfahrung und jugendlicher Unbekümmertheit ergänzt. Platz 13 ist durchaus drin für den Neuling.

Von der vierten bis zur elften Liga: Die Zuschauerrekorde in den Amateurklassen

4. Liga, 07.02.2015: Zum Spiel in der Regionalliga West kamen satte 30.313 Zuschauer. Was zu diesem Zeitpunkt noch ein richtiges Topspiel war, endete für beide Teams bitter - zum Aufstieg reichte es für keinen.   Zur Galerie
4. Liga, 07.02.2015: Zum Spiel in der Regionalliga West kamen satte 30.313 Zuschauer. Was zu diesem Zeitpunkt noch ein richtiges Topspiel war, endete für beide Teams bitter - zum Aufstieg reichte es für keinen.   ©

Welche Spieltage sollten sich hannoversche Fußballfans vormerken?

Neben dem Duell zwischen Region und Stadt heute in Havelse gibt es noch viele weitere Begegnungen, die Spannung und Brisanz versprechen. Die Partien sind schon bis Jahresende terminiert. Das erste Regionalliga-Heimspiel bestreitet der HSC kommenden Mittwoch gegen Flensburg.

Beim TSV Havelse gibt es am 28. August ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Alexander Kiene gegen Oldenburg. Am 6. September steigt das Stadtderby zwischen 96 II und HSC. Am letzten Spieltag der Hinrunde (1. November) empfängt Christoph Dabrowskis Mannschaft den TSV Havelse.

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Was kosten die Eintrittskarten bei den regionalen Vereinen?

In Havelse kostet ein Sitzplatz 13 Euro, ein Stehplatz überdacht 9 Euro (ermäßigt 7 Euro) und unüberdacht 7 Euro (ermäßigt 5 Euro). Eine VIP-Karte ist für zusätzlich 35 Euro erhältlich. Der HSC bietet Karten für Vollzahler für 8 Euro an – diese berechtigt zum Sitzen auf der Tribüne, Inhaber können aber auch hinter dem Ballfangzaun stehen. Frauen, Rentner und Schwerbehinderte zahlen 6 Euro, HSC-Mitglieder 5 Euro.

Bei der U23 von 96 zahlen Erwachsene 5 Euro. Personen unter 18 Jahren, Dauerkarteninhaber für die Profis und Mitglieder kommen kostenlos in das Stadion in der Eilenriede.