25. April 2021 / 19:12 Uhr

Keine Absteiger und keine Aufsteiger aus der Oberliga - Havelse in der Warteschleife

Keine Absteiger und keine Aufsteiger aus der Oberliga - Havelse in der Warteschleife

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Schritt für Schritt werden die Entscheidungen in der Regionalliga Nord gefällt.
Schritt für Schritt werden die Entscheidungen in der Regionalliga Nord gefällt. © imago images/foto2press
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Immer schön Schritt für Schritt: Am vergangenen Dienstag hat der Norddeutsche Fußball-Verband die Saison 2020/2021 in der Regionalliga Nord abgebrochen, fünf Tage später hat sich das Präsidium um die sensiblen Themen gekümmert. Es ging um die Modalitäten des zweiten Saisonabbruchs in Folge.

Fünf Tage nach dem Abbruch der Saison 2020/2021 in der Regionalliga Nord hat das Präsidium des Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) erneut getagt - und sich um die wirklich spannenden und sensiblen Themen gekümmert. Allerdings sind noch immer Fragen offen.

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So soll es keine Absteiger geben, der HSC Hannover profitiert zum zweiten Mal in Folge vom Saisonabbruch und bleibt der 4. Liga auch in der neuen Spielzeit erhalten. Die Mannschaft von Trainer Martin Polomka ist ebenso gerettet wie Aufsteiger SV Atlas Delmenhorst sowie Altona 93 und der Heider SV aus der Parallelstaffel. Die beiden Letztplatzierten beider Vorrundengruppen hatten bis zuletzt befürchten müssen, dass sich der NFV für Absteiger entscheidet.

Die Bilder der Saison 2020/21 in Hannovers Amateurfußball

Levestes Sascha Romaus überwindet Kirchdorfs Schlussmann Jens Trampenau und trifft zum vermeintlichen 1:1-Ausgleich. Zur Galerie
Levestes Sascha Romaus überwindet Kirchdorfs Schlussmann Jens Trampenau und trifft zum vermeintlichen 1:1-Ausgleich. ©

Egestorf und Limmer schauen in die Röhre

Und entsprechend wird es auch keine Aufsteiger aus den vier Oberligen aus Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein geben. Die Männer des 1. FC Germania Egestorf/Langreder müssen also ihre Aufstiegshoffnungen ebenso begraben wie die Frauen des TSV Limmer.

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"Uns ist bewusst", sagte NFV-Präsident Günter Distelrath, "dass diese Beschlüsse vor allem für die potenziellen Aufsteiger aus den Landesverbänden eine harte Entscheidung darstellen. Es galt aber im Zusammenspiel aller norddeutschen Ober- und Regionalligen auf Basis der rechtlichen Grundlagen verhältnismäßige und vor allem zumutbare Beschlüsse zu treffen.“

NFV spielt auf Zeit

Ein Punkt, vielleicht sogar der wichtigste, ist allerdings immer noch offen: Wen der NFV für die beiden Aufstiegsspiele zur 3. Liga am 12. und 19. Juni gegen den Vertreter aus Bayern nominieren wird. In dieser Frage spielt der Verband um Präsident Günter Distelrath weiter auf Zeit, hat sich immer noch nicht zu einer Entscheidung durchringen können. Dem Vernehmen nach soll zunächst abermals ein Meinungsbild eingeholt werden, um die Entscheidung auf rechtssichere Beine zu stellen.

Der TSV Havelse sitzt also noch immer in der Warteschleife fest. Muss nach wie vor darauf hoffen, dass sie als Mannschaft mit dem besten Quotienten aller 22 Nord-Vertreter in der Relegation um den Aufstieg spielen dürfen. Und dort entweder auf den Tabellenführer der Regionalliga Bayern, Viktoria Aschaffenburg (25 Spiele, 50 Punkte), die SpVgg Bayreuth (25/49) oder den 1. FC Schweinfurt 05 (23/44) spielen dürfen. Das bayerische Trio misst sich demnächst in einer Aufstiegsrunde.

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Am kommenden Dienstag soll der Deutsche Fußball-Bund dem Vernehmen nach die Bescheide für die Drittligalizenz an die Vereine versenden. Dann könnte der VfB Oldenburg, der zuletzt mit seiner Idee einer Aufstiegsrunde aller sechs Teams, die die Lizenz für die 3. Liga beantragt haben, für Aufsehen gesorgt hat, aus dem Rennen sein.