23. März 2021 / 20:14 Uhr

Regionalliga Nord: Wohl kein Abbruch - aber Entscheidung vertagt

Regionalliga Nord: Wohl kein Abbruch - aber Entscheidung vertagt

Alexander Flohr
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Saison 2020/2021 in der Regionalliga Nord ist wegen der Corona-Pandemie seit Monaten unterbrochen.
Die Saison 2020/2021 in der Regionalliga Nord ist wegen der Corona-Pandemie seit Monaten unterbrochen. © IMAGO/Hanno Bode
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Wie geht es in der Regionalliga Nord weiter? Eine Entscheidung wurde am Dienstag vertagt – der Verband will die Saison aber offenbar sportlich beenden. Besonders problematisch ist die Situation für den HSC mit seinem Amateurstatus.

Die Fußball-Regionalligisten müssen sich weiter gedulden. Die Videokonferenz des Verbandes am Dienstag kam zu keinem Ergebnis, ob und wie der Spielbetrieb fortgesetzt werden kann. Der Präsident des Norddeutschen Fußballverbands Günter Distelrath hatte die Ministerpäsidenten in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein kontaktiert, um eine Ausnahmegenehmigung für alle Vereine zu erwirken.

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Trainingsbetrieb für alle Regionalligisten?

Ganz so weit ist das Vorhaben noch nicht. Aus einem Bundesland gibt es bereits eine positive Rückmeldung, zwei Rückmeldungen stehen aus, mit einem Bundesland ist man in Gesprächen. Mit der Genehmigung könnten alle Regionalligisten den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen, da sie dann als Profiliga anerkannt werden würden.

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Bisher dürfen unter anderem die Teams vom TSV Havelse, Hannover 96 II und VfL Wolfsburg II trainieren. Der HSC Hannover aber zum Beispiel nicht. Der Grund: Der HSC hat einen Amateurstatus, zu wenig Spieler haben entsprechende Verträge, die einen Trainingsbetrieb zulassen.

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Eher kein Abbruch

Der Spielausschuss will sich noch einmal am Karfreitag per Videokonferenz treffen. Endgültige Signale der Bundesländer könnte es noch in dieser Woche geben. Fest steht: Ein Abbruch der Regionalliga Nord ist durch die gestrige Konferenz wieder in die Ferne gerückt. Der Verband will die Saison sportlich beenden.

HSC-Hygienekonzept abgelehnt

Für den HSC, der mit nur sechs Punkten auf dem vorletzten Platz steht, hätte das ernste Folgen. „Mir fehlt die Fantasie, dass wir bald ins Mannschaftstraining einsteigen können“, sagt HSC-Manager Frank Kittel. Erst am Montag wurde sein Hygienekonzept für ein Training mit zwei Spielern pro Viertel eines Platzes vom Gesundheitsamt abgelehnt.

Kittel: „Wenn es tatsächlich zu Ausnahmeregelungen kommen sollte, bin ich gespannt auf die Begründung. Ich habe Zweifel, ob das richtig ist, wenn wir über Ostern nicht mal die Familie sehen dürfen.“