28. Januar 2021 / 11:17 Uhr

Regionalliga Nordost: Keine Playoffs – Liga geht weiter wie gewohnt

Regionalliga Nordost: Keine Playoffs – Liga geht weiter wie gewohnt

Max Hempel
Leipziger Volkszeitung
Das Spieljahr soll in der Regionalliga sportlich fair beendet werden.
Das Spieljahr soll in der Regionalliga sportlich fair beendet werden. © Andre Kempner
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Die AG Spielbetrieb des NOFV hat getagt: In der Regionalliga Nordost soll die Hinrunde normal fortgesetzt werden. Wann es mit den restlichen Spielen jedoch weitergeht, bleibt ungewiss.

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Leipzig. Eine Gremiumssitzung schuf am Mittwochabend endlich Klarheit über den Fortgang der Regionalliga Nordost. Die AG Spielbetrieb (in ihr sitzen unter anderem Vereinsvertreter von Viktoria Berlin, Carl-Zeiss Jena und Energie Cottbus, jedoch keine Leipziger Vereine) unter der Leitung des neuen NOFV-Übergangspräsidenten Hermann Winkler entschied sich nach mehrstündiger Diskussion für die Fortsetzung der Hinrunde und gegen ein Playoff-Modell. NOFV-Chef Winkler erklärte am Donnerstag auf SPORTBUZZER-Anfrage die Entscheidung. „Alle möglichen Szenarien wurden sachlich und fair besprochen. Letztlich entschied sich die Mehrheit der AG dagegen, den Spielmodus der Regionalliga zu ändern.“

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Hinrunde mit aller Macht beenden

Lok-Geschäftsführer Martin Mieth trägt die Entscheidung mit Fassung. Die Leipziger (Platz 6, 19 Punkte) favorisierten eine Playoff-Variante, in der die acht besten Teams um den Aufstieg gegeneinander antreten sollten. "Wir haben die Playoff-Variante eingereicht. Aber wenn die AG so entscheidet, wird sie ihre Gründe dafür haben, die wir am Ende respektieren“, sagte Mieth dem SPORTBUZZER. Eine faire Lösung für alle Vereine werde es nie geben. Im Hinblick auf den Spielplan sehen die Blau-Gelben jedoch weiterhin Probleme. "Wenn wir bis Ende April die Hinrunde nicht zu Ende spielen, wird es auch mit dieser Entscheidung eng“, so Mieth weiter.

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Darauf entgegnet Winkler entschlossen: „Wir wollen mit aller Macht versuchen, die Hinrunde zu Ende zu spielen.“ In den kommenden Tagen will Winkler die Entscheidung der AG verbindlich machen. Es folgt eine Online-Umfrage unter allen Regionalliga-Clubs, in der sie über den Gremiumsbeschluss abstimmen können. Danach gibt das NOFV-Präsidium im Spielausschuss grünes Licht.

Abstiegsregelung abwarten

Bei der BSG Chemie (Platz 3, 24) stößt die Meldung auf Zustimmung. Andy Müller-Papra, sportlicher Leiter, findet den Beschluss richtig. In den vergangenen Wochen machten sich die Leutzscher bereits für einen Abschluss der Saison nach der Hinrunde stark. Man wolle so einen Ist-Zustand herstellen und darüber hinaus noch so viele Spiele wie möglich stattfinden lassen, so Müller gegenüber dem SPORTBUZZER. „Ich finde es sehr gut, dass die Playoffs nun vom Tisch sind und keine in der Tabelle abgeschlagenen Vereine die Chance bekommen, noch aufzusteigen.“

Wie indes eine Abstiegsregelung aussehen könnte, steht nach der Sitzung am Mittwoch noch immer nicht fest. Hier wolle man noch etwas abwarten, so NOFV-Chef Winkler. Auch weil es davon abhänge, wie viele Ost-Vereine aus der dritten Liga absteigen werden. Aktuell ist vor allem der 1. FC Magdeburg (Platz 18, 21 Punkte) akut abstiegsgefährdet. Der FSV Zwickau (Platz 11, 25 Punkte) sowie der Hallesche FC (Platz 9, 30 Punkte) konnten sich hingegen im Mittelfeld stabilisieren. Doch auch hier wolle der Verband nicht ewig warten, gibt Winkler zu. „Die AG Spielbetrieb tagt wieder im Februar.“