28. Januar 2022 / 12:03 Uhr

Nach durchwachsener Vorbereitung: Babelsberg 03 empfängt Hertha BSC II

Nach durchwachsener Vorbereitung: Babelsberg 03 empfängt Hertha BSC II

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Mateo Kastrati (r.) empfängt mit Babelsberg 03 am Sonntag zum Punktspielauftakt 2022 seinen Ex-Verein Hertha BSC II.
Mateo Kastrati (r.) empfängt mit Babelsberg 03 am Sonntag zum Punktspielauftakt 2022 seinen Ex-Verein Hertha BSC II. © René Teichmann
Anzeige

Regionalliga Nordost: Zum Auftakt des Punktspieljahres 2022 bekommt es der SV Babelsberg 03 am Sonntagnachmittag im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion mit Hertha BSC II zu tun. Dabei muss Trainer Jörg Buder auf eine Reihe von Spielern verzichten.

Fünf Wochen nach dem letzten Punktspiel, einem 1:0-Erfolg beim SV Lichtenberg 47, startet der SV Babelsberg 03 am Sonntag in das Punktspieljahr 2022. Dazu gastiert im Karl-Liebknecht-Stadion ab 13 Uhr die zweite Mannschaft von Hertha BSC II zum Duell in der Fußball-Regionalliga Nordost. Der SPORTBUZZER beleuchtet im Vorfeld den aktuellen Stand der Dinge bei den Kiezkickern.

Anzeige

Vorbereitung: Knapp vier Wochen trainierten die Babelsberger auf den Start der Restsaison hin. Anders als einige Ligakonkurrenten verzichtete der Tabellenachte auf ein Trainingslager. Insgesamt fällt das Fazit von Trainer Jörg Buder durchwachsen aus. Aufgrund von Verletzungen und Coronafällen konnte er nie aus dem Vollen schöpfen, dementsprechend hätten einige Spieler noch Rückstand. „Die Jungs, die durchziehen konnten, haben aber gut gearbeitet und sind auf einem guten Stand“, sagt der 52-Jährige. Dessen Team feierte in den Testspielen gegen Landesligist Babelsberg 74 (7:1) und Landesklasse-Vertreter Grün-Weiß Golm (6:1) Siege, die für Buder aber wenig Aussagekraft haben. „Unser Testspiel beim BFC Dynamo fällt da deutlich mehr ins Gewicht“, erinnert sich der Trainer an einen starken Auftritt seines Teams beim Ligakontrahenten und Tabellenführer. Die Partie ging nur knapp mit 1:2 verloren. „Schließen wir an diese Leistung in den Punktspielen an, muss uns nicht Bange sein.“

Transfers: Im Vergleich zu anderen Regionalligisten gab es im Babelsberger Kader während der Winterpause nur wenige Veränderungen. Mit Finn Berk gab man einen Innenverteidiger, der in Buders Planungen keine große Rolle spielte, an den FSV Union Fürstenwalde ab. Neu im Kader steht dafür Etienne Nikol. Der 19-jährige Sohn von Ex-Profi Ronny Nikol, der während seiner aktiven Laufbahn in 212 Zweitliga-Spielen für den 1. FC Union Berlin und Energie Cottbus auflief, soll den Konkurrenzkampf auf den offensiven Außenpositionen beleben. Dort erhofft sich Buder mehr Durchschlagskraft.

„Er ist ein guter Junge, der klar im Kopf ist und auf jeden Fall viel Qualität mitbringt. Man darf aber natürlich keine Wunderdinge erwarten. Er ist in seinem ersten Männerjahr und hatte zuletzt wenig Spielpraxis“, sagt Buder über den Linksfuß, der mit Hertha BSC II am Sonntag direkt auf seinen Ex-Verein trifft. „Da wird er natürlich top motiviert sein. Ob er direkt eine Option für die Startelf ist, wird man sehen“, will sich der Nulldrei-Trainer im Vorfeld der Partie nicht zu sehr in die Karten schauen lassen.

David Danko sitzt Gelb-Rot-Sperre ab

Personal: Verzichten muss Buder auf jeden Fall gleich auf eine ganze Reihe von Spielern. So fallen Sven Reimann, David Jojkic, Justin Borchardt, Leonard Koch und Felix Pilger verletzungs- oder krankheitsbedingt aus. David Danko sitzt eine Gelb-Rot-Sperre ab. Wieder im Training ist dafür Offensivspieler Tino Schmidt. Der 28-Jährige hatte sich seit Ende Oktober mit Achillessehnenproblemen herumgeplagt, scheint diese jetzt aber überwunden zu haben.

Gegner: Im Hinspiel im Amateurstadion war Schmidt beim überraschend deutlichen 3:0-Auswärtssieg der Babelsberger gegen die Hertha-Bubis mit zwei Toren und einer Vorlage der gefeierte Mann des Tages. „Im ersten Spiel nach der Winterpause weiß man traditionell nicht so richtig, woran man ist“, erklärt Buder. „Wir wissen, dass wir auf eine spielerisch gute und top ausgebildete Mannschaft treffen. Wir gehen aber mit dem Selbstvertrauen des Hinspiels in die Partie und haben sicherlich keine Angst.“ Welches Personal Hertha-Coach Ante Covic mit an den Babelsberger Park bringt, wird sich erst am Sonntag zeigen. Da die Bundesliga-Mannschaft der Alten Dame spielfrei hat, ist nicht auszuschließen, dass Profis, die zuletzt nicht so viel Spielpraxis gesammelt haben, zur Reserve geschickt werden und Einsatzminuten bekommen sollen. Mit Daniel Frahn, Marcel Rausch und Mateo Kastrati haben neben Etienne Nikol noch zahlreiche weitere Babelsberger eine Vergangenheit bei der Hertha-Reserve.