17. März 2022 / 15:59 Uhr

"Vasi" wills wissen: Optiks Mission Klassenerhalt geht weiter

"Vasi" wills wissen: Optiks Mission Klassenerhalt geht weiter

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
28.07.2021, xtgx, Fussball Regionalliga Nordost, FSV Optik Rathenow - 1. FC Lokomotive Leipzig emspor, v.l. Vasilions Polichronakis Rathenow, 8, Theo Ogbidi Lok Leipzig, 27 Zweikampf, Duell, Kampf, tackle DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO Rathenow *** 28 07 2021, xtgx, football Regionalliga Nordost, FSV Optik Rathenow 1 FC Lokomotive Leipzig emspor, v l Vasilions Polichronakis Rathenow, 8 , Theo Ogbidi Lok Leipzig, 27 duel, duel, fight, tackle DFL DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and or QUASI VIDEO Rathenow
Verbissen im Zweikampf: Der Grieche Vasilios Polichronakis gibt keinen Ball verloren und gehört bei Optik zum Stammpersonal. © imago images/Jan Huebner
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Regionalliga Nordost: Der FSV Optik Rathenow empfängt am Sonntag Chemie Leipzig. Der Grieche Vasilios Polichronakis freut sich dabei auf eine stimmungsvolle Kulisse und will mit seinem Team im Kampf gegen den Abstieg punkten.

Vassilios Polichronakis wirkt in seinen Aussagen trotz seiner gerade einmal 20 Jahre sehr klar. „Wir haben noch neun Spiele Zeit, um das zu schaffen, was wir schaffen wollen. Die Mission Klassenerhalt läuft“, sagt der Kicker des Fußball-Regionalligisten FSV Optik Rathenow vor dem anstehenden Heimspiel gegen Chemie Leipzig am Sonntag (13 Uhr/Stadion Vogelgesang). Die Gäste aus der Messestadt sind bekannt für ihre große und stimmungsvolle Anhängerschaft. Im Hinspiel verfolgten im altehrwürdigen Alfred-Kunze-Sportpark 2921 Zuschauer das 1:1 gegen den FSV Optik. „Wegen Spielen vor solch einer Kulisse und gegen solche Traditionsvereine arbeiten wir jeden Tag hart daran, die Regionalliga in Rathenow zu erhalten“, sagt der in Wiesbaden geborene Deutsch-Grieche Polichronakis, der im Team nur „Vasi“ gerufen wird.

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Im Sommer 2020 wechselte er von der A-Jugend des SV Wehen Wiesbaden ins Westhavelland und sammelt hier seitdem ersten Erfahrungen im Männerbereich. Der Kontakt sei über Berater Sebastian Gajda, der früher auch für Jonathan Muiomo, der zusammen mit Polichronakis und Lloyd-Addo Kuffour in Rathenow zusammen in einer WG lebt, zuständig war, zustande gekommen.„Ich fühle mich hier sehr wohl. Im meiner ersten Saison war ich eher noch ein Ergänzungsspieler, habe mich inzwischen aber gut an die Regionalliga gewöhnt“, sagt der Akteur mit der Rückennummer acht, der für Trainer Ingo Kahlisch auf der Rechtsverteidigerposition eine verlässliche Größe ist. „Er kann überhaupt nicht verlieren, ist eine Kampfmaschine und von der Einstellung her trotz seines jungen Alters ein Vorbild“, sagt der 65-Jährige. Mit 2249 Einsatzminuten in 28 Spielen ist Polichronakis hinter Mitbewohner Muiomo (2363) der Feldspieler im Team des Tabellendrittletzten mit den zweitmeisten Einsatzminuten.

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Bei der jüngsten 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC II erhielt er vom Chefcoach zunächst eine Pause und kam erst zur zweiten Halbzeit ins Spiel. „Man kann von solchen jungen Spielern nicht erwarten, dass sie auf diesem Niveau 38 Spiele voll durchziehen. Das haben wir vorher vernünftig besprochen“, erläutert Kahlisch. Gegen Chemie Leipzig, mit dem gebürtigen Rathenower Dennis Mast, dürfte Polichronakis, der in dieser Spielzeit vier Tore und zwei Vorlagen in seiner Statistik zu stehen hat, wieder seine angestammte Position in der Viererkette bekleiden und die rechte Seite beackern.

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„Ich bin sicherlich kein Edeltechniker, hau auf dem Platz aber immer alles raus. Ich marschiere die Linie hoch und runter. Wenn es geht, versuche ich auch immer wieder, den Abschluss zu suchen“, sagt der gebürtige Hesse, der im Profibereich Eintracht Frankfurt die Daumen drückt. Auf dem Platz überzeugt er immer mit vollem Einsatz, gibt keinen Ball verloren und pusht sich und seine Mitspieler immer wieder lautstark. „Auf dem Feld kommt eher die Emotionalität des Griechen in mir durch. Da bin ich ein ganz anderer Mensch als abseits des Rasens, wo ich eher ruhig bin“, berichtet der Defensivspieler, dessen in Griechenland geborener Papa regelmäßig bei seinen Spielen ist.

Glodi Zingu zurück im Kader

Am 19. Dezember 2018 bestritt er sogar ein U18-Länderspiel für die Südosteuropäer. „Das war trotz der 1:4-Niederlage gegen Italien natürlich ein absolutes Highlight.“ Gerade in der ersten Saison als junger Spieler sei es so weit weg von zu Hause natürlich nicht leicht gewesen, „aber ich wurde hier super aufgenommen und kann mich entwickeln. Der Trainer schenkt jungen Spielern das Vertrauen und gibt ihnen immer mehrere Chancen, die man einfach nutzen muss.“

Trotz der angespannten Tabellensituation sei die Stimmung im Team weiter positiv, niemand breche in Panik aus. „Der Trainer nimmt uns immer wieder den Druck. Wir freuen uns auf Sonntag und eine geile Kulisse. Für solche Spiele liebt man den Fußball doch.“

Wieder zum Team stößt nach abgesessener Gelbsperre Routinier Glodi Zingu. Bei Lloyd-Addo Kuffour wird es nach Krankheitspause maximal für einen Platz auf der Bank reichen. „Für uns ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel, da brauchen wir nicht lange quatschen“, weiß Kahlisch. Eine Aussage, die Vassilios Polichronakis nicht klarer hätte treffen können.

NOFV terminiert Spieltage 31 bis 34

Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat die Spieltage 31 bis 34 zeitgenau terminiert. Demnach gastiert der FSV Optik Rathenow am Samstag, 2. April, ab 13 Uhr beim FSV 63 Luckenwalde. In der folgenden englischen Woche empfängt der FSV am Dienstagabend (5. April/19 Uhr) den Tabellenführer und Aufstiegsaspiranten BFC Dynamo im Stadion Vogelgesang. Am 9. April (13 Uhr) steht den Kahlisch-Schützlingen an einem Samstag dann die Reise zum Chemnitzer FC bevor, ehe es eine Woche später ebenfalls auswärts gegen den FC Carl Zeiss Jena um Punkte geht (Samstag, 16. April, 13 Uhr).