27. September 2019 / 15:07 Uhr

Regionalliga-Reform verabschiedet – aber der Streit geht weiter

Regionalliga-Reform verabschiedet – aber der Streit geht weiter

Robin Jantos
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zustimmung ja, aber nur vorläufig: Erwin Bugar kündigte schon vor der Abstimmung an, dass er die Regionalliga-Reform erneut verhandeln will.
Zustimmung ja, aber nur vorläufig: Erwin Bugar kündigte schon vor der Abstimmung an, dass er die Regionalliga-Reform erneut verhandeln will. © imago images / Köhn
Anzeige

Der DFB-Bundestag hat die umstrittene Regionalliga-Mini-Reform beschlossen. Die Regionalligen West und Südwest bekommen einen festen Aufstiegsplatz, die Staffeln Nord, Nordost und Bayern müssen zwei Plätze unter sich aufteilen. Doch erledigt ist das Thema damit nicht. Der Nordosten will für eine baldige Veränderung kämpfen.

Anzeige
Anzeige

Das Votum war keine Überraschung: Der DFB-Bundestag hat mit großer Mehrheit die Aufstiegsregeln für die Regionalligen ab der Saison 2020/21 beschlossen. Es gab zwei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen.

So ist der Aufstieg künftig geregelt: Die Staffeln West und Südwest bekommen einen festen Aufstiegsplatz. Die Staffeln Nord, Nordost und Bayern werden nicht (wie ursprünglich diskutiert) zu zwei Staffeln verschmolzen, sondern bleiben eigenständig. Dafür müssen sie die Kröte schlucken, dass ihre Meister nicht automatisch in die 3. Liga aufsteigen. Im jährlichen Wechsel soll jeweils eine der drei Staffeln einen festen Aufstiegsplatz haben, die Meister der beiden anderen Staffeln spielen in Hin- und Rückspiel den vierten Aufsteiger aus. Auf den Kompromiss hatten sich Vereine und Verbände bereits im März verständigt.

Der für den Amateurfußball zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch sprach auf dem DFB-Bundestag von der "vielleicht besten aller schlechten Möglichkeiten".

Meinung

NOFV will Reform der Reform

Widerstand gegen den Kompromiss gab es von Anfang an vom Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV), der MV, Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vertritt. Forderung des NOFV war von Anfang an, dass die Regionalliga Nordost in ihrem jetzigen Zustand erhalten bleibt und einen festen Aufstiegsplatz in die 3. Liga bekommt. Falls die Zahl der Regionalligen auf vier reduziert wird, damit alle Meister aufsteigen, würde wohl kein Weg daran vorbeiführen, die Nordost-Staffel aufzuteilen. Dagegen hatte der Verband stets gekämpft. „Unsere oberste Priorität ist die Erhaltung der Regionalliga Nordost. Das ist unsere Premium-Liga“, sagte NOFV-Präsident Erwin Bugar dem SPORTBUZZER.

Meister, aber kein Aufsteiger: Diese Teams sind in der Aufstiegsrunde zur 3. Liga gescheitert

So fühlt es an, wenn man zum dritten Mal in Folge in der Aufstiegsrelegation scheitert. Welches Team diesen traurigen Rekord hält und wer noch Erfahrung darin hat, die 3. Liga zu verpassen, seht Ihr in der Galerie. Zur Galerie
So fühlt es an, wenn man zum dritten Mal in Folge in der Aufstiegsrelegation scheitert. Welches Team diesen traurigen Rekord hält und wer noch Erfahrung darin hat, die 3. Liga zu verpassen, seht Ihr in der Galerie. ©
Anzeige

Wohl einziger Ausweg wäre, die 3. Liga aufzustocken (zum Beispiel auf 22 oder 24 Teams) und fünf Teams absteigen zu lassen. Dann könnten alle fünf Regionalliga-Meister aufsteigen. Dagegen wiederum hatten sich die meisten Drittligisten ausgesprochen. Sie fürchten Mehrkosten für größere Kader und zusätzliche Fahrten.

Die Debatte wird also auf jeden Fall weitergehen. „Füße stillhalten ist nicht. Das ist immer wieder ein neuer Prozess“, sagt Bugar.

Mehr zum DFB-Bundestag

ANZEIGE: 50% auf dein Winter-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt