19. März 2019 / 19:37 Uhr

Einigung zur Regionalliga-Reform: Alle Staffeln sollen bleiben

Einigung zur Regionalliga-Reform: Alle Staffeln sollen bleiben

Robin Jantos
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der SV Babelberg 03 (Fabrid Abderrahmane, links) und der 1. FC Lok Leipzig (Pascal Pannier) spielen in derselben Liga. Geht es nach den Vereinen, wird die Regionalliga Nordost nicht aufgeteilt.
Der SV Babelberg 03 (Fabrid Abderrahmane, links) und der 1. FC Lok Leipzig (Pascal Pannier) spielen in derselben Liga. Geht es nach den Vereinen, wird die Regionalliga Nordost nicht aufgeteilt. © imago/Jan Huebner
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Die Vereine und Verbände aus Nord, Nordost und Bayern wollen die drei Regionalliga-Staffeln in ihrem Gebiet erhalten. Darauf einigten sie sich (nach heftigem Ringen) bei einem Treffen in Sachen-Anhalt. Das letzte Wort hat der DFB-Bundestag im September.

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Meister müssen aufsteigen? Die oft gestellte Forderung wird für die Regionalligen im Norden und Osten wohl auch weiterhin nicht erfüllt. Die Verbände sowie die Regional- und Drittligisten aus dem Norden, Nordosten und Bayern haben sich bei einem Treffen in Landsberg-Peißen darauf geeinigt, dass alle drei Staffeln erhalten bleiben sollen. Wie aus ihnen die zwei Aufsteiger in die 3. Liga ermittelt werden sollen, wurde noch nicht festgelegt. Dazu soll es ein gesondertes Treffen geben.

Der Erklärung war ein mehr als fünfstündiges Ringen vorausgegangen - zwei Stunden mehr als geplant. "Es ging hoch her", sagte ein Teilnehmer dem SPORTBUZZER. 47 Vertreter stimmten bei vier Enthaltungen für eine Beibehaltung der aktuell fünf Regionalligen. Für eine mögliche Zerschlagung der Nordost-Staffel stimmte keiner der Anwesenden.

Meinung

Die Reform ist hochgradig umstritten. Die Drittligisten hatten sich im Vorfeld bei nur einer Gegenstimme (Energie Cottbus) dafür ausgesprochen, die Regionalliga Nordost auf die Staffeln Nord und Süd aufzuteilen. Ob sie der Reform am Ende zustimmen, ist unklar. Denn ursprünglich hatten sie sich nur dann zu einem vierten Abstiegsplatz bereit erklärt, wenn die Zahl der Regionalliga-Staffeln reduziert wird.

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An dem Treffen in Landsberg-Peißen (Sachsen-Anhalt) nahmen die Vereine der 3. Liga und der Regionalliga aus den Gebieten Nord (SH, Hamburg, Niedersachsen, Bremen), Nordost (MV, Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) sowie Bayern teil, dazu die Regionalverbände. Die vom für Amateurfußball zuständigen DFB-Vize Rainer Koch formulierte Aufgabe: Sie sollten sich darauf einigen, wie die Regionalligen in ihrem Gebiet künftig geschnitten sein und die zwei Aufsteiger in die 3. Liga ermittelt werden sollen. Zumindest der letzte Punkt ist noch offen.

DFB-Vize Rainer Koch (Zweiter von rechts) spricht bei der Pressekonferenz über die Ergebnisse des Treffens.
DFB-Vize Rainer Koch (Zweiter von rechts) spricht bei der Pressekonferenz über die Ergebnisse des Treffens. © dpa
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Reform wird seit Jahren diskutiert

Über eine Reform der Regionalligen wird diskutiert, seit 2012 aus drei Staffeln fünf gemacht wurden. Seitdem sind die Wege kürzer, aber Meister steigen nicht automatisch auf - weil es fünf Staffeln gibt, aber bisher nur drei Aufstiegsplätze. Darum mussten die Meister und der Zweitplatzierte der mitgliederstarken Regionalliga Südwest durch eine Aufstiegsrelegation. Seit der laufenden Saison gilt eine Übergangsregel mit vier Aufsteigern. In diesem und nächstem Jahr steigen jeweils drei Meister direkt auf, die übrigen beiden spielen in der Relegation um den vierten Aufstiegsplatz.

Meister, aber kein Aufsteiger: Diese Teams sind zuletzt in der Aufstiegsrunde zur 3. Liga gescheitert

So fühlt es an, wenn man zum dritten Mal in Folge in der Aufstiegsrelegation scheitert. Welches Team diesen traurigen Rekord hält und wer noch Erfahrung darin hat, die 3. Liga zu verpassen, seht Ihr in der Galerie. Zur Galerie
So fühlt es an, wenn man zum dritten Mal in Folge in der Aufstiegsrelegation scheitert. Welches Team diesen traurigen Rekord hält und wer noch Erfahrung darin hat, die 3. Liga zu verpassen, seht Ihr in der Galerie. ©

Der DFB-Bundestag entscheidet

Die Übergangsregel gilt bis Sommer 2020. Das Ergebnis der Treffens heute im H+-Hotel in Peißen ist nur eine Empfehlung. Formal entscheidet der DFB-Bundestag am 26. und 27. September 2019. Dann sind auch die Vereine und Verbände aus dem Westen und Südwesten vertreten.

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Im Vorfeld hatten sich drei mögliche Modelle abgezeichnet: die Aufteilung der Regionalliga Nordost auf die Staffeln Nord und Bayern (=Süd), den Erhalt aller Regionalligen bei Aufstockung der 3. Liga auf 22 Teams oder die Beibehaltung der Regionalligen und der Aufstiegsrelegation (Nord, Nordost und Bayern spielen zwei Aufsteiger aus). Die letzte Variante erhielt die deutliche Mehrheit.

Die Regionalliga-Staffeln West und Südwest sollen demnach unverändert erhalten bleiben und je einen festen Aufstiegsplatz bekommen - weil sie zusammen für mehr als die Hälfte aller aktiven Fußballer in Deutschland stehen.

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