24. Februar 2019 / 11:09 Uhr

DFB-Vize Koch zur Regionalliga-Reform: Der Nordosten muss sich einigen

DFB-Vize Koch zur Regionalliga-Reform: Der Nordosten muss sich einigen

Robin Jantos
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rainer Koch beim DFB-Amateurfußball-Kongress in Kassel. Koch ist als DFB-Vizepräsident für den Amateurfußball zuständig – und zugleich Vorsitzender des Bayerischen Fußballverbandes.
Rainer Koch beim DFB-Amateurfußball-Kongress in Kassel. Koch ist als DFB-Vizepräsident für den Amateurfußball zuständig – und zugleich Vorsitzender des Bayerischen Fußballverbandes. © imago/Hartenfelser
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Der für den Amateurfußball zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch hat an die Fußballvereine im Osten appelliert, eine gemeinsame Position zur Regionalliga-Reform zu finden. Eine Aufsplittung der Regionalliga Nordost sei alternativlos.

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Am 19. März könnte das Ende der Regionalliga Nordost beschlossen werden. In Peißen/Landsberg (Sachsen-Anhalt) kommen Vertreter der Regionalverbände Nord, Nordost und Bayern zusammen, um darüber zu sprechen, wie aus bisher drei Regionalligen in ihrem Gebiet künftig zwei gemacht werden können – oder alternativ, wie die drei Staffeln künftig die zwei Aufsteiger in die 3. Liga ermitteln wollen.

Beim Amateurfußball-Kongress hat DFB-Vizepräsident Rainer Koch (Bayern) nochmals betont, dass es keine Alternative dazu gebe. Mehr als vier Absteiger aus der 3. Liga seien ebenso wenig möglich wie eine zweigleisige 3. Liga oder eine dreigleisige Regionalliga. Der Westen und Südwesten ständen für 50 Prozent der deutschen Bevölkerung und hätten deshalb ein Recht auf zwei Aufstiegsplätze. Koch sieht den Ball deshalb im Feld des Nordostdeutschen Fußballverbands: „Es wird darauf ankommen, dass im Nordosten eine gemeinsame Position gefunden wird."

Bei diesem Modell könnten alle vier Meister aufsteigen - allerdings würde die Regionalliga Nordost gesplittet, was abgelehnt wird.
Das wahrscheinlichste Modell für die künftige Regionalliga-Struktur: Thüringen, Sachsen und Bayern bilden die Regionalliga Süd. Die übrigen Ost-Länder schließen sich der Regionalliga Nord an. ©
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Vereine aus dem Nordosten, beispielsweise aus Brandenburg, hatten in der Vergangenheit immer wieder gefordert, ihre (flächenmäßig sowieso schon große) Regionalliga Nordost unverändert zu lassen. Oft genannte Alternative: weiterhin mit fünf Regionalligen zu spielen, alle fünf Meister aufsteigen zu lassen und die 3. Liga auf 22 Teams aufzustocken. Diese Position vertritt auch Drittligist Energie Cottbus. Die übrigen 19 Drittligisten haben sich allerdings gerade für das Modell mit vier Regionalligen ausgesprochen.