17. Oktober 2019 / 16:02 Uhr

"Rührei und kaltes Wasser": Havelse-Stürmer Julius Langfeld über sein Erfolgsgeheimnis

"Rührei und kaltes Wasser": Havelse-Stürmer Julius Langfeld über sein Erfolgsgeheimnis

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Julius Langfeld erzielt das 1:0 für den TSV Havelse im Spiel gegen den VfB Oldenburg.
Julius Langfeld erzielt das 1:0 für den TSV Havelse im Spiel gegen den VfB Oldenburg. © Christian Hanke
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Der TSV Havelse empfängt am Sonntag den Spitzenreiter der Regionalliga Nord VfB Lübeck im heimischen Wilhelm-Langrehr-Stadion. Im SPORTBUZZER-Gespräch verrät Julius Langfeld, im Hauptberuf Architekt, wie seine persönliche Vorbereitung aussieht und was er für das Spiel erwartet.

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Der Offensivmann des TSV Havelse stärkt sich am Morgen vor jedem Spiel mit Eiern. Unmittelbar vor dem Gang aus der Kabine erfrischt er sich mit frischem Wasser im Gesicht. „Das gibt mir das Gefühl, gleich hellwach zu sein“, sagt der 24-Jährige. Das soll ihn auch am Sonntag wieder zur Bestform antreiben, wenn Spitzenreiter VfB Lübeck ab 14 Uhr zu Gast im Wilhelm-Langrehr-Stadion ist.

...über den Spitzenreiter Lübeck

Langfeld fiebert dem Spiel besonders entgegen: „Lübeck ist ein Highlight. Es ist schön, sich mit dem Spitzenreiter messen zu können. Die bringen auch immer viele Fans mit.“ Darauf hofft Trainer Jan Zimmermann, der als sportlicher Leiter des TSV auch die wirtschaftlichen Interessen besonders im Auge hat.

Langfeld: „Jeder Gegner muss uns erst mal schlagen“

Die Havelser, die zuletzt in drei Begegnungen ohne Torerfolg geblieben sind, wollen dem Titelaspiranten ein Bein stellen. Die Zuversicht, dass das gelingen kann, ist groß. „Die sind auch nur mit elf Spielern auf dem Platz“, erklärt Langfeld. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir jeden in der Liga schlagen“, ergänzt Zimmermann. „Jeder Gegner muss uns erst mal schlagen.“ Langfeld glaubt nicht, dass die jüngsten Misserfolge das Team verunsichert haben. „Klar, kurz nach einer Niederlage ist der Frust groß. Aber in der Trainingswoche kommt die ganze Motivation schnell wieder zurück.“

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Der Außenstürmer bemängelt selbst die fehlende Durchschlagskraft und klammert sich dabei nicht aus. „Ich muss vor dem Tor noch etwas abgezockter und egoistischer werden“, sagt er über sich. „Wenn ich im Strafraum bin, nehme ich zu oft den Kopf hoch, um den besser postierten Teamkollegen zu suchen.“ Zimmermann hat dieses Problem ebenfalls erkannt, lobt Langfeld aber auch: „Er ist ein super Junge, sehr lernwillig und ein guter Mannschaftsspieler.“ Er hatte bereits „eine gute Phase“, in der er sich mit zwei Toren belohnt hat. Doch das soll noch nicht alles in dieser Saison gewesen sein.

In der Kreisauswahl als Torhüter gespielt

Werder-Fan Langfeld glaubt an seine Offensivqualitäten. Wenngleich er auch in der Defensive bestehen kann. In der Jugend vertrat er den fehlenden Stammtorwart und machte seine Sache so gut, dass er sogar zur Kreisauswahl als Schlussmann eingeladen wurde. „Auf dem Feld fühle ich mich aber deutlich wohler“, sagt er lachend. „Nur hinten zu stehen wäre zu langweilig.“

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Hauptberuflich Architekt

Der 24-Jährige arbeitet als Architekt in der Firma seines Vaters in Petershagen (bei Minden). Dort hat er den großen Vorteil, dass er bei Spielen in der Woche früher den Feierabend einläuten darf. „Da ist er zum Glück nicht streng“, sagt Langfeld über seinen Chef. Gerne möchte er am Sonntag mit seiner Familie, die immer auf der Tribüne dabei ist, nach dem Spiel gemeinsam den Heimsieg bejubeln.

Trotz der trüben Wetteraussichten gibt sich Zimmermann zuversichtlich, dass die Partie stattfinden kann. „Es muss schon sehr viel passieren, dass wir es absagen“, so der Coach. Denis Kina steht wieder zur Verfügung. Erfreulich: Max Radowski befindet sich im Lauftraining, Niklas Teichgräber absolviert bereits die ersten Übungen mit der Mannschaft. Bei beiden ist eine Rückkehr in den Kader aber erst für das neue Jahr angedacht. „Das wäre sonst fahrlässig“, erklärt der Coach.

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