11. Oktober 2020 / 12:50 Uhr

Reife Leistung: MSV Neuruppin steht dank Kraeft-Gala im Viertelfinale (mit Galerie)

Reife Leistung: MSV Neuruppin steht dank Kraeft-Gala im Viertelfinale (mit Galerie)

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Mit zwei Toren und einer Vorlage avancierte MSV-Stratege Lukas Kraeft (Mitte) zum Matchwinner im Pokal-Achtelfinale.
Mit zwei Toren und einer Vorlage avancierte MSV-Stratege Lukas Kraeft (Mitte) zum Matchwinner im Pokal-Achtelfinale. © Marius Böttcher
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AOK-Landespokal: Mit einem souveränen 3:0-Erfolg bei Fortuna Glienicke katapultieren sich die Fontanestädter in die nächste Runde.

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AOK-Landespokal, Achtelfinale: BSC Fortuna Glienicke – MSV Neuruppin 0:3 (0:2). Tore: 0:1, 0:2 Lukas Kraeft (10., Strafstoß, 37.), 0:3 Rafael Conrado Prudente (57.). Rote Karte: Marc Zellner (67., Unsportlichkeit, Glienicke). Zuschauer: 92.

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In der Mannschaftsbesprechung vor der Partie fragte Henry Bloch in die Runde, für welchen seiner Schützlinge es höchste Zeit für das erste Pflichtspieltor im MSV-Trikot wird. Er sprach damit gezielt Lukas Kraeft an und der Versuch, seinen 23-jährigen Sommerzugang anzustacheln, wirkte. Im Achtelfinale beim Landesliga-Nord-Vertreter Fortuna Glienicke behauptete sich der klassenhöhere Brandenburgligist in souveräner Manier mit 3:0 (2:0). Großen Anteil daran hatte eben jener Kraeft, der im ersten Durchgang zwei Treffer selbst erzielte und nach dem Seitenwechsel den dritten Treffer mustergültig auflegte.

In Bildern: MSV Neuruppin siegt bei Fortuna Glienicke souverän mit 3:0.

Im Landespokal-Achtelfinale werden die Fontanestädter (blaue Spielkleidung) ihrer Favoritenrolle gerecht und gewinnen beim klassentieferen Landesligisten mit 3:0 (2:0). Per Doppelpack ebnete Lukas Kraeft (10., Strafstoß, 37.) bereits im Durchgang den Weg zum Sieg, nach dem Seitenwechsel gelang Rafael Conrado Prudente mit dem dritten Treffer die Entscheidung. Zur Galerie
Im Landespokal-Achtelfinale werden die Fontanestädter (blaue Spielkleidung) ihrer Favoritenrolle gerecht und gewinnen beim klassentieferen Landesligisten mit 3:0 (2:0). Per Doppelpack ebnete Lukas Kraeft (10., Strafstoß, 37.) bereits im Durchgang den Weg zum Sieg, nach dem Seitenwechsel gelang Rafael Conrado Prudente mit dem dritten Treffer die Entscheidung. © Marius Böttcher

„Ich bin natürlich sehr zufrieden, wichtiger als meine Tore ist aber das Weiterkommen“, sagte der bescheidene Doppelpacker. Für sein Premierentor konnte er sich die Ecke vom Elfmeterpunkt – Maximilian Janke brachte zuvor den Ball von der rechten Seite in den Strafraum, wo Alexander Kratz von Erdem Yazir unsanft von den Beinen geholt wurde – aussuchen. „Die rechte Ecke wurde es“, verriet Kraeft, „ich habe mir den Ball einfach genommen, weil ich auch im Training die Elfer schieße.“ Auch nach der frühen Führung blieb der MSV am Drücker, nur selten ließ man die Hausherren auf ihrem eigenen Kunstrasen zum Zuge kommen. Damit entlastete man auch Jungtorwart Hannes Pöhl, der bei seinem Debüt zwischen den Neuruppiner Pfosten nur selten eingreifen musste.

„Wir waren deutlich die bessere Mannschaft, wenn wir uns keine Fehler erlaubt haben, dann ist der Gegner auch nicht ins Spiel gekommen“, erklärte Lukas Kraeft, dem noch vor dem Seitenwechsel das 2:0 gelang. Eine Kontersituation der Fortunen wusste der MSV zu unterbinden, danach ging es blitzschnell in die andere Richtung. Gabriel Machado fand die Lücke in der Glienicker Abwehr, Kraeft lief durch, spitzelte den Ball an BSC-Keeper Nikola Siljanoski vorbei und schob ein.


Platzverweis bei der Auswechslung

Nach der Pause muckte der ambitionierte Landesligist nochmal kurz auf, doch Zielspieler Justin Hippe, einst in der Regionalliga für Viktoria Berlin aktiv, war bei der Gäste-Defensive um Kevin Blumenthal gut aufgehoben. Außerdem knipsten die Fontanestädter zügig die letzten Hoffnungslichter der Fortunen aus. Nach einem verunglückten Freistoß erhielt der MSV die zweite Chance, Lukas Kraeft behielt die Übersicht und bediente Torjäger Rafael Prudente – 3:0. Spätestens als Glienickes Marc Zellner bei seiner Auswechslung wegen beleidigenden Worten die Rote Karte erhielt, war die Partie entschieden.

„Wir haben das sehr souverän gelöst, hätten sogar noch ein, zwei Tore mehr erzielen können“, fand Kraeft, der den Cup-Wettbewerb als willkommene Abwechslung sieht: „Unser Hauptaugenmerk liegt natürlich auf der Liga, aber jetzt winkt im Viertelfinale vielleicht ein attraktives Los. Mit so einer reifen Leistung müssten wir uns jedenfalls gegen keinen Gegner verstecken.“