16. März 2019 / 21:40 Uhr

DFB-Boss Grindel kritisiert Löw: Hätte Gründe für Ausmusterung nennen müssen

DFB-Boss Grindel kritisiert Löw: Hätte Gründe für Ausmusterung nennen müssen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach der Ausmusterung der Weltmeister Jerome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller (rechts, von oben nach unten) hat DFB-Präsident Reinhard Grindel Bundestrainer Joachim Löw kritisiert.
Nach der Ausmusterung der Weltmeister Jerome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller (rechts, von oben nach unten) hat DFB-Präsident Reinhard Grindel Bundestrainer Joachim Löw kritisiert. © imago/Montage
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Die Ausbootung der Weltmeister Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels sorgt auch innerhalb des DFB für Verstimmung. Präsident Reinhard Grindel beklagt sich öffentlich über Bundestrainer Joachim Löw.

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Bundestrainer Joachim Löw hätte sich laut DFB-Präsident Reinhard Grindel viel früher öffentlich zur Ausmusterung von Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller aus der Nationalmannschaft äußern sollen.

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„Ich glaube, dass es klug gewesen wäre, schon am Dienstag, am Tag der Entscheidung, im Rahmen einer Pressekonferenz persönlich einerseits die Wertschätzung für die Spieler deutlich zu machen, andererseits der Öffentlichkeit zu vermitteln, warum man jetzt einen anderen Weg gehen will, so überzeugend wie er das in seiner Pressekonferenz gemacht hat“, sagte Grindel dem ZDF. Grindel äußerte sich nicht zum ersten Mal in diese Richtung.

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Grindel: Löw hätte sich früher erklären müssen

In dem Interview am Rande der FIFA-Council-Sitzung in Miami betonte der Verbandschef, dass mit einer anderen Kommunikationspolitik die Debatte nicht in der Schärfe geführt worden wäre. „Wenn man das gleich gemacht hätte, wären, glaube ich, sehr viele Fragen beantwortet und damit sehr viele Missverständnisse vermieden worden“, sagte Grindel.

Löw hatte vor knapp zwei Wochen die drei Münchner Ex-Weltmeister darüber informiert, dass er nicht mehr mit ihnen in der Nationalelf plant. Für die Art und Weise der Ausmusterung war der Bundestrainer vom FC Bayern und auch den Spielern kritisiert worden. Entgegen seinen Gewohnheiten hatte Löw dann am Freitag, zehn Tage nach der Entscheidung, eine Pressekonferenz zur Kadernominierung abgehalten und dabei seine Beweggründe erläutert.

Grindel kann Beweggründe verstehen

Am Rande des Länderspielauftakts in der kommenden Woche am Mittwoch in Wolfsburg mit dem Test gegen Serbien und dem Start in die EM-Qualifikation am Sonntag in den Niederlanden werde das Thema nochmals in der DFB-Delegation erörtert. Dann muss sich speziell Direktor Oliver Bierhoff erklären, warum die Verbandsführung erst unmittelbar vor der Verkündung informiert wurde.

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„Ich bin am Vormittag angerufen und umfassend informiert worden. Es wäre möglicherweise richtig gewesen, und darüber sprechen wir auch noch einmal im Rahmen der Delegation, umfassend alle Mitglieder der Delegation zu informieren“, sagte Grindel. Die sportliche Entscheidung Löws wollte der DFB-Chef nicht bewerten. „Wir stehen am Beginn der Qualifikation und die führt uns zur Euro 2020. Insofern kann ich gut verstehen, dass er sich fragt, wie soll mein Team 2020 aussehen. Und das sind Entscheidungen des Bundestrainers, die ich, wie man weiß, so oder so mittrage.“


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