02. Dezember 2020 / 15:16 Uhr

Reinhard Grindel zur Vertragslage von Jogi Löw: DFB könnte sich Trennung finanziell leisten

Reinhard Grindel zur Vertragslage von Jogi Löw: DFB könnte sich Trennung finanziell leisten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel hat sich zur Vertragssituation von Joachim Löw geäußert.
Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel hat sich zur Vertragssituation von Joachim Löw geäußert. © Getty Images
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Die Entscheidung zur Weiterbeschäftigung von Joachim Löw als Bundestrainer ist aus Sicht von Ex-DFB-Boss Reinhard Grindel nicht aus finanziellen Gründen getroffen worden. Der Verband habe für eine Abfindung genügend finanzielle Mittel, betonte er.

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Der ehemalige Präsident Reinhard Grindel glaubt nicht daran, dass sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aus finanziellen Gründen für ein Festhalten an Bundestrainer Joachim Löw entschieden hat. "Kein Journalist kennt den Vertrag von Joachim Löw. Deshalb sollte niemand die Behauptung aufstellen, der DFB könne sich schon aus wirtschaftlichen Gründen eine Trainerentlassung nicht leisten", sagte Grindel in einem Interview bei sport1.de (Mittwoch). Dies sei "abwegig", fügte der Ex-Funktionär an. "Entscheidend sind immer sportliche Gründe." Der Verband hatte am Montag bestätigt, mit Löw bis zur EM 2021 weiterzumachen.

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Grindel war bis April 2019 als DFB-Präsident im Amt und hatte vor der WM 2018 unter anderem die Vertragsverlängerung mit Löw bis 2022 ausgehandelt. "Es war keine Entscheidung im Alleingang. Ich stehe aber zu dieser Vertragsverlängerung, weil damals im Frühjahr 2018 eine große Organisationsreform beim DFB durchgeführt wurde", sagte Grindel. Auf die Frage, warum mit Löw nicht wie mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff bis 2024 verlängert wurde, antwortete der 59-Jährige: "Diese Laufzeit erschien uns zu groß."

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Für den seit 2006 amtierenden Bundestrainer ist nicht einmal ein Abschied nach der EM, also ein Jahr vor Vertragsablauf, eine aktuelle Option. Diese Möglichkeit hatte Präsident Keller nach Informationen der Bild-Zeitung in den Gesprächen zu Löws Zukunft ausgelotet. "Wenn jeder gesund ist, ist unsere Mannschaft, auch wenn sie jung und unerfahren ist, absolut gefährlich", hatte Löw schon vor den jüngsten Debatten um seinen Job zu den deutschen EM-Aussichten bemerkt.