21. Oktober 2021 / 18:52 Uhr

"Ohne Zuschauer - keine Veranstaltung": CSI kehrt 2022 nach Neustadt (Dosse) zurück

"Ohne Zuschauer - keine Veranstaltung": CSI kehrt 2022 nach Neustadt (Dosse) zurück

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Das internationale Springturnier CSI kehrt 2022 an die Dosse zurück. Wie voll die Graf-von-Lindenau-Halle wird, ist noch unklar.
Das internationale Springturnier CSI kehrt 2022 an die Dosse zurück. Wie voll die Graf-von-Lindenau-Halle wird, ist noch unklar. © Stefan Lafrentz
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Vom 13. bis 16. Januar wird wieder internationaler Springsport in der Pferdestadt zu sehen sein.

Gute Neuigkeiten für alle Pferdesportfans der Region – und weit darüber hinaus: Das Concours de Saut International, kurz CSI, kommt zurück nach Neustadt (Dosse). Nach einem Jahr Zwangspause wegen der Corona-Pandemie, wird die altehrwürdige Graf-von-Lindenau-Halle vom 13. bis 16. Januar 2022 wieder Schauplatz des internationalen Springturniers sein. Noch sei ungewiss, in welcher Größenordnung und mit wie vielen Zuschauern das neue Jahr mit Springsport der Extraklasse eröffnet werden kann. CSI-Macher Herbert Ulonska betont aber mit Nachdruck: „Es ist hundertprozentig sicher, dass wir es durchführen werden.“

Die 21. Auflage haben sich sowohl der Standort Neustadt (Dosse), die internationalen und regionalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch die Fans hierzulande verdient. „Das gesamte Publikum in Berlin-Brandenburg und insbesondere in der Region Ostprignitz-Ruppin hat das Turnier sehr vermisst. Wir bekommen sehr viel Zuspruch dafür, dass wir es nach schweren Monaten wieder aufleben lassen“, erklärt Ulonska. Die Bekanntgabe auf einer Pressekonferenz sei mit großem Beifall begrüßt worden, verrät der Hamburger Unternehmer.

Die schönsten Bilder vom 19. CSI in Neustadt (Dosse)


Vom 9. bis 13. Januar fand die 19. Auflage des CSI in Neustadt (Dosse) statt. Zur Galerie
Vom 9. bis 13. Januar fand die 19. Auflage des CSI in Neustadt (Dosse) statt. © ACP Andreas Pantel

Ulonska küsste die ostprignitz-ruppiner Pferdesportwelt mit der ersten CSI-Auflage im Jahr 2000 wach. Auf Anregung vom damaligen Landstallmeister Uwe Müller, der jahrzehntelang für das Neustädter Haupt- und Landgestüt tätig war, packte der heute 72-Jährige die Gelegenheit beim Schopfe: „Und ich habe seitdem kein Jahr bereut.“ Es sei nicht nur für die hiesige Region ein bedeutendes Springturnier – auch überregional ist es traditionell die erste größere Veranstaltung im Norden der Republik. „Selbst Gäste aus Dänemark, Schweiz oder Belgien haben sich dieses Event in den Kalender geschrieben“, sagt Herbert Ulonska, dem bereits etliche Anfragen von Sportlern für die Teilnahme an der Traditionsveranstaltung vorliegen, „ausbremsen wollen wir natürlich Niemanden“.

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Die Corona-Problematik bereitet dem CSI-Chef dagegen weniger Sorgen: „Es wird auf ein 3G-Event hinauslaufen. Inwieweit wir Einschränkungen haben werden, vor allem bei den Zuschauerzahlen, hängt von den Corona-Zahlen vor Ort ab. Aber ich gehe stark davon aus, dass wir die Tribünen mindestens zu 50 Prozent befüllen können.“ Eine Geisterveranstaltung, wie es sie beim CSI in Dortmund im März 2020 gab, wird es laut Herbert Ulonska definitiv nicht geben: So etwas wollen und werden wir nicht durchführen, es fehlt für Reiter und Pferd die Atmosphäre. Ohne Zuschauer – keine Veranstaltung.“

Regionale Reitgrößen freuen sich auf CSI-Comeback

Die CSI-Rückkehr in die Stadt der Pferde zaubert auch der märkischen Reiterfamilie ein Lächeln ins Gesicht. Steffen Krehl, Vorsitzender des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Lentzke, sagt: „Neustadt liegt nicht nur vor der Haustür, es herrscht dort auch ein schönes Ambiente, in welchem man gerne reitet.“ Mit „zwei oder drei“ Vierbeinern wird Krehl an der Graf-von-Lindenau-Halle seine Zelte aufschlagen – und versuchen, vorne mitzumischen. „Prestige ist durchaus vorhanden. Wer dort mitspringt, hat was drauf“, weiß Krehl, der jüngst in Pausin einen Großen Preis für sich entscheiden konnte.

Auch der Menzer Max-Hilmar Borchert, dessen beste Platzierung beim CSI ein vierter Rang war, freut sich auf das Comeback des internationalen Wettbewerbs: „Der Stellenwert ist hoch, auch aus dem Grund, weil wir mit Herbert immer eng zusammenarbeiten.“ Der mehrfache Landesmeister wird selbst ein Turnier am 4. Advent in Neustadt ausrichten: „Als Vorbereitung quasi. Und um dann beim CSI für Furore zu sorgen.“