10. September 2019 / 16:48 Uhr

Reiter Sebastian Warneck: Nächste Ausfahrt Drebkau

Reiter Sebastian Warneck: Nächste Ausfahrt Drebkau

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Warneck
Sebastian Warneck will in Drebkau in der Erfolgsspur fahren. © Hansjürgen Wille
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Pferdesport: Rangsdorfer nimmt bei der Zweispänner-WM in Brandenburg seinen neunten Titel-Anlauf.

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Eine ungewöhnliche, aber gut aufeinander abgestimmte Geschäftigkeit herrschte in aller Frühe des Montagmorgen auf einem kleinen Hof in Nunsdorf, damit gegen 6.30 Uhr ein mit wertvoller Fracht beladener, silbergrauer Pferdetransporter plus Anhänger die Fahrt zum diesjährigen Spektakel starten konnte, der Zweispänner-WM. Sie findet vom Donnerstag bis zum Sonntag in Drebkau im Süden Brandenburgs statt. Nicht nur Sebastian Warnecks holländische Vierbeiner Balos, Beat und Bento mussten entsprechend untergebracht, sondern auch all das, was für Mensch und Tier bei solch einem achttägigen Aufenthalt benötigt wird.

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Angefangen bei Heu und Stroh, Kraftfutter, notwendigen Utensilien wie Schubkarre, Schaufel, Besen bis hin zu Mückenspray, natürlich auch Fahrräder sowie eine vielseitige Verpflegung, denn auch sie ist entscheidend. Dieser Muster-Lkw gleicht nämlich einem rollenden Hotel. Der dreifache Vizemeister-Weltmeister (2007, 2013, 2017) aus Rangsdorf selbst konnte die Fahrt erst später antreten. Er musste am Vormittag noch nach Berlin, um als Staatsanwalt einem unverschiebbaren Termin am Moabiter Landgericht nachzukommen. Doch danach machte er sich auch auf den Weg in die Lausitz. Für Warneck bedeutet dieses Championat aber fast schon etwas Vertrautes, denn Drebkau wird sein bereits neunter WM-Start sein. Und da hat man sich gewiss genügend Routine angeeignet.

Dennoch wird einiges für ihn neu sein. Erstmals wird nämlich seine Ehefrau Christin bei einem so bedeutenden Ereignis als Beifahrerin auf der Kutsche sitzen, allerdings nur bei der Dressur. Im Gelände und im Kegelfahren nimmt Vernon Helmut (30), ein zugezogener Amerikaner, diesen Platz ein. Neu ist auch der Marathonwagen, eine spezielle Anfertigung eines Paderborner Konstrukteurs, der technische Verbesserungen vornahm und einen Prototypen schuf, der dem Dresdener Oliver Böhme bereits viel Erfolg gebracht hat. Und schließlich wurden auch leichte Veränderungen an der Dressurkutsche vorgenommen – alles mit dem Ziel, erfolgreich abschneiden zu können.

In Bildern: Netzwerklauf in Ludwigsfelde mit neuem Rekord.

Spaß und Bewegung standen beim Netzwerklauf im Vordergrund. Zur Galerie
Spaß und Bewegung standen beim Netzwerklauf im Vordergrund. © Hans-Jürgen Burow
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Nach Abschluss der Nennungsfrist sind beim WM-Organisationskomitee die Meldungen von insgesamt 84 Gespannen aus 24 Nationen eingetroffen – eine bislang noch nicht erreichte Zahl. Die Teilnehmerliste reicht von Argentinien über Australien, Kroatien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Polen, Schweiz, Südafrika bis zu den Vereinigten Staaten. Natürlich ist auch Ungarn mit seinem Titelverteidiger Martin Hölle dabei. Deutschland darf als Gastgeberland neun Fahrer stellen. Dabei sind neben Warneck auch seine Brandenburger Konkurrenten Sandro Koalick und Torsten Koalick (Drebkau). Wer in der Medaillenchancen reichen deutschen Mannschaft starten wird, das ist noch offen. Die Entscheidung darüber soll erst am Mittwochvormittag, also wenige Stunden vor der offiziellen Auslosung, beim sogenannten Vet-Check erfolgen, also der medizinischen Untersuchung durch eine Fachkommission.

Am Mittwoch gibt es den Einmarsch der Nationen in Drebkau

Nach den Erkenntnissen der zurückliegenden Saison dürfte allerdings an dem zweifachen Deutschen Meister und Lokalmatador Sandro Koalick kein Vorbeikommen sein. Und auch Lars Schwitte aus Stadtlohn besitzt gute Karten. Doch wer ist der Dritte im Bunde? Wird es gar eine Frau sein, Anna Sandmann, oder Sebastian Warneck, bei der letzten WM hinter Hölle im Einzelwettbewerb immerhin Vizemeister, doch in dieser Saison mit Schwächen unterwegs? Sicherlich für die beiden Bundestrainer Karl-Heinz Geiger und Eckhart Meyer keine leichte Aufgabe. Ab Montag können sich die Teilnehmer erstmals mit den Bedingungen in Drebkau im Landkreis Spree-Neiße vertraut machen und bestimmte Abschnitte trainieren, ehe dann am Mittwoch um 15 Uhr der Einmarsch der Nationen und die offizielle Eröffnungsveranstaltung stattfinden.

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