23. August 2021 / 18:40 Uhr

Rekord: 60 Kinder nehmen an BOLZPLATZHELDEN Fußballcamp in Rosdorf teil

Rekord: 60 Kinder nehmen an BOLZPLATZHELDEN Fußballcamp in Rosdorf teil

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Auf die Bälle, fertig, los: Die Kinder können den Beginn des BOLZPLATZHELDEN-Camps kaum erwarten.
Auf die Bälle, fertig, los: Die Kinder können den Beginn des BOLZPLATZHELDEN-Camps kaum erwarten. © Niklas Richter
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Ex-96-Profi Karsten Surmann hat seit Montag alle Hände voll zu tun: 60 Kinder, ein Rekord für Rosdorf, nehmen an seiner SPORTBUZZER Fußballschule teil. Bis Freitag stehen beim BOLZPLATZHELDEN Fußballcamp acht Einheiten auf dem Programm.

So viele Kinder haben am BOLZPLATZHELDEN Fußballcamp von SPORTBUZZER und EAM noch nicht teilgenommen: 60 Nachwuchsfußballer tummeln sich am Montag, dem ersten Tag des Camps, auf dem Platz des Kooperationspartners SC Rosdorf. „Schön, dass es ankommt“, sagt Karsten Surmann, Ex-Profi von Hannover 96 und Leiter der SPORTBUZZER Fußballschule.

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Am Anfang wird traditionell viel Spaß gemacht, und das auch sehr zur Freude der anwesenden Eltern, die noch ein bisschen bleiben um zuzugucken. Es geht zu wie beim Appell, aber es ist nicht ernst gemeint, auch wenn die Pfeife um den Hals mindestens genauso bedrohlich aussieht wie Robert Scheurer vom Trainerteam, der durchaus einen strengen Eindruck zu vermitteln weiß.

Liegestütze als Strafe fürs Bälle auf dem Platz vergessen

„Wer ist der Schnellste?“, fragt Surmann zackig. Die Finger schießen in die Höhe. „Gut, dann läufst zu da hinten hin und holst den Ball“ – ätsch. Dann der Befehl: „Alle runter, Liegestütze!“ Einer beschwert sich, er habe keinen Platz, und Scheurer interveniert: „Waaas? Dann mach’ dir Platz!“ Die Übung sei ein Vorgeschmack auf das, was die Camp-Teilnehmer erwartet, wenn Bälle oder Trainingsmaterial auf dem Platz vergessen werden, erläutert Surmann. „Also ist es für euch besser, wenn ihr zuhört, dann müsst ihr weniger Liegestütze machen.“

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Die Kinder wissen, dass der Kommandoton nicht ganz echt ist – und sind sowieso frech wie Oskar. „Wenn es gut läuft, gebe ich auch ein Eis aus“, sagt beispielsweise Surmann und erntet dafür großen Jubel. Nur ein Vorlauter muss noch einen draufsetzen: „Aber ein richtig großes Eis!“, fordert er. Surmann lächelt milde: „Einen Freundschaftsbecher.“

Eröffnung des BOLZPLATZHELDEN Fußballcamps von SPORTBUZZER und EAM

Eröffnung des BOLZPLATZHELDEN Fußballcamps von SPORTBUZZER und EAM Zur Galerie
Eröffnung des BOLZPLATZHELDEN Fußballcamps von SPORTBUZZER und EAM © Niklas Richter

Zwölf Mädchen sind dabei, und am ersten Tag geht es für das Trainerteam erst mal darum, herauszufinden, was die Teilnehmer schon können und was nicht. „Wir machen heute Ballführen, Dribbeln und auch Spiele, damit wir sehen, wie es mit der Spielstärke aussieht“, erläutert Surmann. Mit „Wir“ meint er sich und sein Team: Jörg Kretzschmar hat unter anderem für Mönchengladbach und Hannover gespielt und wurde als 96er zusammen mit Surmann 1992 DFB-Pokalsieger. Scheurer ist Ex-Profi des FC Augsburg, Marco Stichnoth ist Jugendtrainer und feierte als Manager der Hannover Scorpions den Deutschen Eishockey-Titel. Und Roland Borrmann ist in der nordhessischen Nachbarschaft Trainer beim OSC Vellmar.

Drittes BOLZPLATZHELDEN Fußballcamp

Bereits zum dritten Mal gibt es auf der Anlage des SC Rosdorf ein BOLZPLATZHELDEN Fußballcamp für Kinder zwischen fünf und 13 Jahren, das in den bewährten Händen von Karsten Surmann und seiner SPORTBUZZER Fußballschule liegt. „Nach einer so langen Zeit, in der die Kinder nichts machen konnten, ist es am schönsten zu sehen, wie viel Freude sie jetzt haben“, sagt Steffen Schulze, Pressesprecher des Energieversorgers EAM. Das Camp von SPORTBUZZER und EAM wird außerdem unterstützt von Rewe Matthias Jacobs, Grischke und Börner-Eisenacher.

Dass es auf Einsatz und Disziplin ankommt, macht Surmann von Beginn an klar, aber immer mit einem Augenzwinkern: „Nur wer gut und hart trainiert, spielt später bei meinem Lieblingsverein Hannover 96“, sagt er – und die Kinder johlen, denn fast alle sind Bayern- oder Dortmund-Fans. Das weiß der 61-Jährige natürlich und schwenkt gleich um: „Vielleicht spielen wir ja auch mal Bayern gegen Dortmund.“ Die Reaktion: grenzenloser Jubel. „Mittwochabend um 12 Uhr bei Flutlicht.“ Lange Gesichter.

Acht Einheiten stehen in Rosdorf auf dem Programm

„Surmann und die anderen Trainer sind super“, sagt Carsten Ilse, Vorsitzender des SC Rosdorf, auf dessen Anlage das Camp bereits zum dritten Mal stattfindet. „Es ist super vom Umgang mit den Kindern als auch vom Inhaltlichen her.“ Ilses Sohn ist zum wiederholten Mal dabei und damit einer von mehreren „Überzeugungstätern“. Trainiert wird in Rosdorf fünf Tage lang bis Freitag. Acht Einheiten stehen in dieser Zeit auf dem Programm.

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Auch die anderen Camps in diesem Sommer hätten geboomt, berichtet Surmann, der in Absprache mit dem SC ein Hygienekonzept aufstellen musste. „Teilweise mussten wir Kinder wegschicken.“ Der Nachwuchs habe es allerdings auch bitter nötig. „Man merkt, dass während der Pandemie viel liegen geblieben ist“, sagt der Ex-Profi und führt als Beispiel die Motorik an. Dann geht es weiter im Text: „Hier wird sich nicht auf den Rasen gesetzt, du bist doch kein Indianer. Ein Fußballer steht.“ Weißte Bescheid.