17. Mai 2022 / 17:59 Uhr

Rekorde, Tore, Zuschauer: Die wichtigsten Zahlen und Statistiken der Bundesliga-Saison 2021/22

Rekorde, Tore, Zuschauer: Die wichtigsten Zahlen und Statistiken der Bundesliga-Saison 2021/22

Udo Muras
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski (l.) wurde zum siebten Mal Bundesliga-Torschützenkönig.
Robert Lewandowski (l.) wurde zum siebten Mal Bundesliga-Torschützenkönig. © IMAGO/Kirchner-Media/aal.photo (Montage)
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Die Bundesliga-Saison 2021/22 ist passé. Lediglich in den Relegationsspielen fällt eine letzte Entscheidung um einen Platz im deutschen Oberhaus. Was brachte das zurückliegende Bundesliga-Jahr für die Freunde der Zahlen? Der SPORTBUZZER hat die wichtigsten Statistiken gesammelt.

Auf den ersten Blick brachte die 59. Bundesliga-Saison nicht viel Neues. Die Bayern wurden zum zehnten Mal in Folge Meister und stellten den deutschen Rekord des BFC Dynamo Berlin aus DDR-Tagen ein. Robert Lewandowski wurde zum siebten Mal Torschützenkönig und holte damit Gerd Müller ein, aber auch der "Bomber" kam nicht auf fünf Kanonen in Folge. Die Teilnehmer an der Champions League sind alte Bekannte (BVB, Leverkusen und RB Leipzig), Bielefeld stieg schon zum achten Mal ab. Und doch gab es so einiges zu bestaunen, darunter eine scheinbare Normalität: Es war das Jahr, in dem die Zuschauer zurückkamen. Was brachte 2021/2022?

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Teilnehmerrekord: In dieser Saison kamen 509 Spieler zum Einsatz – 13 mehr als vergangene Spielzeit, als der Rekord auch wegen der Erlaubnis von fünf Einwechslungen pro Team fiel. Die meisten brachte Hertha BSC (36) aufs Feld.

Neue Münchner Rekordspieler: Thomas Müller wurde bereits zum elften Mal deutscher Meister, das ist Rekord. Sein Mitspieler im Bayern-Tor, Manuel Neuer, kommt jetzt auf 315 Siege in der Bundesliga, überholte seinen Vorstandsboss Oliver Kahn, und ist nun auch in dieser Kategorie die Nummer eins.

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Mehr Tore: Die Torausbeute steigerte sich von 928 auf 954 (3,12 pro Spiel). Borussia Dortmund (85), Bayer Leverkusen (80) und sogar Fürth (28) stellten Vereinsrekorde auf, Union Berlin (50) stellte seinen ein. Bayern München erzielte wieder die meisten Treffer (97) und doch fehlten vier zum Bundesliga-Rekord von 1972.

Mehr Zuschauer: Nach der Aufhebung der Zuschauerbeschränkungen im Frühjahr wurde noch ein Schnitt von rund 21 000 pro Spiel erreicht, zwar das 42-Fache des Vorjahres (524) – und doch die zehntniedrigste Zahl in 59 Jahren. Zuschauermeister wurde zum 23. Mal Borussia Dortmund (Schnitt: 41 800).

Neue Heimstärke: Mit den Fans kam auch der Heimvorteil zurück. Es gab deutlich mehr Heimsiege (143 nach 129), die Unentschieden nahmen ab (73), auch weil der BVB erstmals zu Hause gar keines zustande brachte. Die Auswärtssiege (90) sackten auf den tiefsten Wert seit vier Jahren.

Lahmes Trainerroulette: Während der Saison wurden nur fünf Trainer entlassen, am Tag danach mit Wolfsburgs Florian Kohfeldt der sechste – der niedrigste Wert seit 2007/2008. Dazu kamen allerdings noch zwei Rücktritte (Weinzierl und Hütter) nach dem letzten Spieltag. Hertha BSC trennte sich gleich von zwei Trainern und der dritte – Felix Magath – durfte deshalb noch in den 500er-Klub einziehen (502 Spiele).

Weniger Elfmeter: Nach dem Vorjahreshöchstwert seit 1986 (111) zeigten die Schiedsrichter in dieser Saison nur 84-mal auf den Punkt. 70 Schützen trafen, nur zehnmal parierten die Keeper. Für Mainz 05 bleiben Elfmeter Formsache, alle vier der Saison waren drin – und damit alle vergangenen 36. Das ist ebenso ein Bundesliga-Rekord wie die drei FSV-Elfmeter gegen Bielefeld binnen 14 Minuten. Für Hoffenheim gab es keinen – seit mittlerweile 51 Spielen.

Mehr Teenies: Diese Saison wurden erstmals sechs 16-jährige Spieler eingesetzt. Rekord ist auch die Anzahl der Torschützen bei den unter 20-Jährigen (20), der nach fast 50 Jahren gebrochen wurde. 1972/1973 waren es 18.

Fair-Play-Rekord: Nur 24 Spieler wurden des Feldes verwiesen, das ist Rekord seit Einführung von Gelb-Rot (1991/1992). Im Vorjahr waren es noch 33. Fünf Klubs kamen ohne Platzverweis davon, darunter der SC Freiburg, der seit nunmehr 91 Partien mit elf Mann vom Platz geht. Der Wolfsburger Maxence Lacroix stellte den Rekord für eine Saison (dreimal Rot) ein.