18. Oktober 2019 / 19:37 Uhr

Der Meister beim Rekordmeister: VfL-Fußballerinnen erwarten "keinen Spaziergang"

Der Meister beim Rekordmeister: VfL-Fußballerinnen erwarten "keinen Spaziergang"

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bisher ausschließlich im Jubel-Modus: Der VfL ist in dieser Saison noch ohne Punktverlust.
Bisher ausschließlich im Jubel-Modus: Der VfL ist in dieser Saison noch ohne Punktverlust. © Boris Baschin
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Der Personalnot ist groß, das Selbstbewusstsein aber auch: Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg gehen als klarer Favorit in das Bundesliga-Spiel am Sonntag beim  1. FFC Frankfurt.

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Die sechs Spielerinnen, die dem VfL Wolfsburg vor dem Spiel am Sonntag (14 Uhr) beim 1. FFC Frankfurt fehlen, gehören in Normalform allesamt zum erweiterten Stamm-Personal. Doch auch ohne Ewa Pajor, Kristine Minde, Svenja Huth, Sara Doorsoun, Almuth Schult und Lara Dickenmann ist der Kader des aktuellen Meisters immer noch besser besetzt als der des Rekordmeisters. Die Zeiten, in denen bei den Hessinnen die halbe Nationalmannschaft und einige internationale Top-Spielerinnen auf dem Platz standen, sind lange vorbei. Die Österreicherinnen Verena Aschauer und Laura Feiersinger (Tochter des ehemaligen Dortmund-Profis Wolfgang Feiersinger) sind noch die bekanntesten Spielerinnen im Team von Trainer Niko Arnautis. Mit vier Siegen in sechs Spielen (nur gegen Bayern und Sand gab es Niederlagen) steht der FFC allerdings sehr ordentlich da.

Die Saisonbilanz des VfL ist derweil immer noch komplett makellos, in allen Wettbewerben gab es ausschließlich Siege – und die fielen zuletzt deutlich aus: 5:0 in Köln, 6:0 gegen Twente Enschede. Für Trainer Stephan Lerch ist das allerdings kein Grund, das Spiel locker zu nehmen: „Das wird eine andere Hausnummer als noch am Mittwoch. Wir treffen auf eine junge, hoch motivierte Mannschaft, die an einem guten Tag jedem Top-Team ein Bein stellen kann. Das wird kein Spaziergang für uns.“ Was für sein Team spricht: „Wir fahren mit einer tollen Stimmung nach Frankfurt. Wir haben die vergangenen Wochen gute Leistungen abgeliefert und klare Ergebnisse eingefahren“, so Lerch, der weiß: „Man kann sich auf jede einzelne Spielerin verlassen. Das stärkt die Sicherheit und das Vertrauen in die eigenen Stärken wächst.“

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Auch beim FFC schaute man genau zu. „Für mich hat die Elf meines Kollegen Stephan Lerch neben Lyon den besten Kader und zählt nicht nur in Deutschland zu den ganz großen Favoriten, sondern auch in der Champions League“, so FFC-Trainer Arnautis. Und: „Wir treten an, um das erste Team zu sein, das den VfL ergebnistechnisch ärgert und für eine Überraschung sorgen kann.“

Die Personallage beim VfL könnte sich nach dem Spiel in Frankfurt schon wieder ein wenig entspannen – zumindest bei Doorsoun (Sehnenverletzung) sieht es „gut aus“, so Lerch. „Wenn es so weitergeht und nichts dazwischen kommt, könnte sie kommende Woche beim Heimspiel gegen Essen wieder zum Kader gehören.“ Stürmerin Ewa Pajor wird möglicherweise länger fehlen. Die polnische Nationalspielerin hatte am Mittwoch das Champions-League-Spiel gegen Enschede verpasst und wird dem Meister auch in Frankfurt fehlen. Eine genaue Diagnose gibt es noch nicht, die Top-Torjägerin reiste am Freitag zu weitergehenden Untersuchungen nach Berlin. Sollten die Probleme im linken Knie schwerwiegender sein, droht eine längere Pause.

Dann würde Pajor auch beim vermutlich wichtigsten Länderspiel des Jahres für Polen fehlen: Am 12. November startet sie mit ihrem Land (zusammen mit Agata Tarczynska vom VfL II) in Lubin in die EM-Qualifikation, erster Gegner ist gleich Gruppenfavorit Spanien, das bereits zwei Spiele absolviert und gewonnen hat. Zur Gruppe gehören außerdem Tschechien, Aserbaidschan und Moldau. Nur die Gruppensieger sind sicher bei der EM 2020 dabei.

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