17. Mai 2022 / 19:46 Uhr

Relegations-Duell seiner Ex-Klubs: Für Ben-Hatira gibt es "kein emotionaleres Spiel als Hertha gegen den HSV"

Relegations-Duell seiner Ex-Klubs: Für Ben-Hatira gibt es "kein emotionaleres Spiel als Hertha gegen den HSV"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Änis Ben-Hatira spielte sowohl für Hertha als auch für den HSV. Heute kickt er für den Berliner AK in der Regionalliga.
Änis Ben-Hatira spielte sowohl für Hertha als auch für den HSV. Heute kickt er für den Berliner AK in der Regionalliga. © IMAGO/Matthias Koch/photoarena/Eisenhuth (Montage)
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In der Brust von Änis Ben-Hatira schlagen zwei Fußballer-Herzen: Der Offensivspieler spielte in seiner Karriere sowohl für den Hamburger SV als auch Hertha BSC. Vor dem Relegations-Duell seiner beiden früheren Klubs sprach der 33-Jährige über Favoriten und Erinnerungen.

Für den ehemaligen Fußball-Profi Änis Ben-Hatira spielt vor den Relegationsspielen der Bundesliga die Einstellung der Spieler eine besondere Rolle. "Am Ende des Tages wird die Mentalität den Ausschlag geben, ob Hertha den Deckel draufmachen kann", sagte der 33-Jährige vor der ersten Begegnung zwischen Hertha BSC und dem Hamburger SV im Berliner Olympiastadion am Donnerstag (20.30 Uhr/live mit Sky-Ticket [Anzeige]/Sat.1) in einem Interview mit der Märkischen Allgemeinen Zeitung, die wie der SPORTBUZZER Partner des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) ist.

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Der Mittelfeldspieler, der beim HSV 2007 sein Bundesliga-Debüt gegeben und 2012 mit Hertha die Relegation gegen Fortuna Düsseldorf verloren hatte, vergleicht das Duell zwischen dem Bundesliga-16. und dem Dritten der 2. Liga mit einem Pokalspiel: "Hertha wird als Bundesligist auch dieses Mal als Favorit in die Spiele gehen, das ist klar. Das müssen sie auch ausstrahlen und so auftreten." Der HSV dagegen "geht mit Euphorie in die Relegation, das ist psychologisch von Vorteil".

Dennoch sei die Favoritenrolle nicht immer ausschlaggebend, wie das Beispiel vor zehn Jahren zeigte: "Wir hatten damals von der Mentalität her eigentlich eine super Truppe, auch qualitativ waren wir besser aufgestellt als Düsseldorf. Fortuna war der Underdog, aber so ein Relegationsspiel ist wie ein Pokalspiel." Vor allem Kevin-Prince Boateng sei nun als Typ gefordert, um die Favoritenrolle auch auf dem Platz zu unterstreichen, sagte der aktuelle Spieler des Regionalligisten Berliner AK.

Aber auch die Trainer Felix Magath und Tim Walter werden dem Duell den Stempel aufdrücken. "Ich bin großer Fan von Tim Walter. Die Art und Weise, wie er Fußball spielen lässt, dieser Offensivdrang, gefällt mir sehr. Und was viel wichtiger ist: Dass er etwas verkörpert, ein Typ ist, der kein Blatt vor den Mund nimmt", sagte Ben-Hatira für den es "kein emotionaleres Spiel als Hertha gegen den HSV" gebe.

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Magath sei für Hertha "definitiv" der entscheidende Faktor und müsse gerade diesen Offensivdrang stoppen: "Wenn das Team mal in Führung gegangen ist, hat es das teilweise gut verteidigt. Das Problem ist, dass nach einem Rückstand nicht mehr viel geht." Ein Abstieg der Hertha wäre für Ben-Hatira "ein Armutszeugnis und natürlich nicht schön, gerade, wenn man sich anschaut, wie viel Geld in den vergangenen zwei, drei Jahren vorhanden war. Da bliebe ein bitterer Beigeschmack."

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