06. Juli 2019 / 18:22 Uhr

Es fehlt an Matchhärte: TSV Victoria Linden verpasst Aufstieg in die 1. Bundesliga

Es fehlt an Matchhärte: TSV Victoria Linden verpasst Aufstieg in die 1. Bundesliga

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Spieler und Trainer des TSV Victoria Linden sind enttäuscht.
Spieler und Trainer des TSV Victoria Linden sind enttäuscht. © Debbie Jayne Kinsey
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Der TSV Victoria Linden hat den Aufstieg in die 1. Bundesliga nicht geschafft. Im Relegationsspiel gegen den Hamburger RC unterlag die Mannschaft des neuen Trainers Jens Himmer mit 10:45. Allerdings gab es Lob vom Gegner und Applaus von den Zuschauern.

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Die Zebras sind noch nicht bereit für die 1. Bundesliga. Das Relegationsspiel gegen den Hamburger RC verlor Rekordmeister TSV Victoria Linden mit 10:45 (5:16) und bleibt eine weitere Saison in der 2. Liga. „Die Mannschaft hat aber Potenzial, das ist klar zu erkennen“, sagte der neue Coach Jens Himmer.

Reihenweise Tacklings verpasst

Vor knapp 700 Zuschauern am Fösseweg war schnell zu erkennen, was den körperlich unterlegenen Gastgebern fehlte: Matchhärte. Sie kämpften zwar unverdrossen, verpassten aber reihenweise Tacklings, weil sie die Gegner an Hüfte oder Oberkörper zu erwischen versuchten – statt in die Beine zu gehen. Tief halten heißt das im Rugby-Jargon.

Bilder vom Relegationsspiel zur Rugby-Bundesliga zwischen dem TSV Victoria Linden und Hamburger RC

Szene aus dem Spiel TSV Victoria Linden gegen Hamburger RC. Zur Galerie
Szene aus dem Spiel TSV Victoria Linden gegen Hamburger RC. ©
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Mit der ersten guten offensiven Aktion durch einen Bodenroller (flacher Kick nach vorne) von Yannick Kumm ging Victoria jedoch mit 5:3 in Führung, der 18-jährige Maximilian Gust legte den Ball in seinem ersten Bundesligaspiel im Malfeld ab. Die Hamburger antworteten mit zwei weiteren Strafkicks und zwei Versuchen: kurz vor und kurz nach der Pause.

Lob vom Gegner

„Wir waren in allen Belangen überlegen, der Sieg ist hochverdient“, sagte Felix Bodendiek, Co-Trainer des HRC, und lobte das junge Lindener Team dafür, dass es nicht aufsteckte, als die Partie längst entschieden war.

Video-Impressionen: Victoria Linden vs. Hamburger RC

Es hätte sogar noch einmal eng werden können, als die Zebras durch Josef Lüder auf 10:21 verkürzten. „Aber dann treffen wie fünf, sechs falsche Entscheidungen am Stück und kicken schlecht. Schon hatte der HRC wieder Oberwasser“, so Himmer.

Applaus für couragierten Auftritt

Die Hamburger enteilten, Victoria wollte nichts mehr gelingen. Bei den Gastgebern gefiel der starke René Winkler mit vielen kompromisslosen Tacklings und eroberten Bällen. Als stärksten Akteur ehrten die Lindener jedoch Drittereihe-Stürmer Paul Galtier. Am Ende gab es reichlich Applaus für einen couragierten Auftritt vom Publikum.

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Wie es in der 2. Liga weitergeht, ob es eventuell eine Ligareform gibt, soll erst am Sonntag beim Deutschen Rugby-Tag in Hannover entschieden werden. Ziel ist, das Unterhaus wieder aufzustocken. Zuletzt waren statt acht nur noch vier Teams am Start. „Und das wäre tödlich, das sind einfach zu wenige Spiele. So kannst du den Rückstand auf die erste Liga nicht aufholen, da muss etwas passieren“, betonte Himmer.

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