02. Juli 2020 / 22:23 Uhr

Regen-Schlacht in der Relegation: Werder Bremen kommt nicht über 0:0 gegen 1. FC Heidenheim hinaus

Regen-Schlacht in der Relegation: Werder Bremen kommt nicht über 0:0 gegen 1. FC Heidenheim hinaus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Duell auf Augenhöhe: Heidenheims Timo Beermann und Werder-Angreifer Niclas Füllkrug im Relegations-Hinspiel.
Duell auf Augenhöhe: Heidenheims Timo Beermann und Werder-Angreifer Niclas Füllkrug im Relegations-Hinspiel. © Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Bundesligist Werder Bremen und Zweitligist 1. FC Heidenheim haben sich im Relegations-Hinspiel mit einem 0:0-Unentschieden getrennt. Die Partie am Donnerstagabend in Bremen wurde unter strömendem Regen ausgetragen. Der Showdown findet damit am Montagabend in Heidenheim statt. 

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Es bleibt spannend! Das Relegations-Hinspiel zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim endete unter strömendem Regen im Weserstadion mit 0:0. Die Frage, ob die Bremer den Gang in die 2. Liga antreten müssen und Heidenheim erstmals in die Bundesliga aufsteigt, bleibt somit vollkommen offen. Die endgültige Entscheidung fällt im Rückspiel am Montagabend (20.30 Uhr) in Heidenheim.

Während der Favorit zunächst deutlich mehr Ballbesitz (zur Halbzeit 73 Prozent) hatte, kamen die Heidenheimer hingegen zu den etwas besseren Chancen. Mit offenem Visier spielte jedoch keines der Teams. "Es ist das Hinspiel, und da will auch niemand zu viel Risiko eingehen", sagte Werders Aufsichtsratschef Marco Bode bereits in der Halbzeit - und erklärte: Zufrieden seien sie mit einem 0:0 in Bremen nicht.

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Werder-Trainer Florian Kohfeldt hatte wieder auf das Offensivtrio Milot Rashica, Niclas Füllkrug und Yuya Osako gesetzt, das maßgeblich beteiligt war am 6:1-Sieg gegen den 1. FC Köln am letzten Bundesliga-Spieltag. Für den gesperrten Kevin Vogt rückte lediglich Philipp Bargfrede in die Startelf des Bundesligisten. Bei den Heidenheimern wählte Trainer Frank Schmidt erst einmal einen etwas defensiveren Ansatz mit Torjäger Tim Kleindienst als einziger Spitze. Drei Änderungen nahm Schmidt im Vergleich zum 0:3 bei Arminia Bielefeld am Sonntag vor. Vereins-Ikone Marc Schnatterer saß zunächst auf der Bank.

Der Absturz von Werder Bremen in Bildern

Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 16 Jahre später droht der ganz große Absturz. Die Bremer könnten in der Relegation nach der Saison 2019/20 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Eine Chronologie des Absturzes. Zur Galerie
Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 16 Jahre später droht der ganz große Absturz. Die Bremer könnten in der Relegation nach der Saison 2019/20 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Eine Chronologie des Absturzes. ©

Kleindienst, der in der abgelaufenen Zweitliga-Saison 14 Saisontore erzielt hatte, hatte in der 25. Minute dann auch die einzige aussichtsreiche Chance, als er abzog - und Werder-Keeper Jiri Pavlenka den Ball nach vorne abprallen lassen musste. Die Hausherren blieben im letzten Drittel zu ungefährlich in Durchgang eins.

Relegations-Rückspiel ohne Werder-Kapitän Moisander

Nach der Halbzeit versuchte die Kohfeldt-Elf den Fokus von der spielerischen Überlegenheit auf ein zielgerichtetes Offensivspiel umzulegen, was jedoch nur selten funktionierte. Ein Kopfball von Osako, der über das Heidenheimer Tor ging, war schon die beste Möglichkeit (78.). Auf Seiten der Gäste rauschte Patrick Mainka an einer Hereingabe des eingewechselten Schnatterer vorbei (74.). Der eingewechselte Fin Bartels strahlte mit einem Flachschuss (84.) noch mal Gefahr aus. Doch der Plan des Zweitligisten, der mit zunehmender Spielzeit versuchte das Ergebnis über die Bühne zu bringen, ging am Ende auf - wobei Beermann in der Nachspielzeit nach einer Ecke per Kopf noch die beste Chance des Spiels vergab. Der Ball ging knapp am Tor vorbei. Fortsetzung folgt: am Montagabend. Dann jedoch ohne Werder-Kapitän Niklas Moisander, der in der 87. Minute nach einem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde.