24. Mai 2022 / 22:32 Uhr

Späte Entscheidung und Pyro-Ärger: Kaiserslautern nach vier Jahren zurück in der 2. Bundesliga – Dresden steigt ab

Späte Entscheidung und Pyro-Ärger: Kaiserslautern nach vier Jahren zurück in der 2. Bundesliga – Dresden steigt ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der 1. FC Kaiserslautern ist nach vier Jahren Abstinenz zurück in der 2. Bundesliga.
Der 1. FC Kaiserslautern ist nach vier Jahren Abstinenz zurück in der 2. Bundesliga. © Getty/IMAGO/Jan Huebner (Montage)
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Der 1. FC Kaiserslautern steigt in die 2. Bundesliga auf. Die Pfälzer bezwingen Dynamo Dresden am Dienstagabend knapp und entscheiden das Relegationsduell nach einem torlosen Hinspiel für sich. Dresden bleibt im Jahr 2022 sieglos und muss nun eine Saison in der Drittklassigkeit planen.

Der 1. FC Kaiserslautern ist nach vier Jahren in der Drittklassigkeit zurück in der 2. Bundesliga. Nach einem 0:0 im Hinspiel setzten sich die Pfälzer am Dienstagabend bei Dynamo Dresden mit 2:0 (0:0) durch. Daniel Hanslik (59.) und Philipp Hercher (90.+2) erzielten die Treffer für das Team von Trainer Dirk Schuster, der erst vor der Relegation den Posten des entlassenen Marco Antwerpen übernommen hatte. Es war der erste Erfolg für den 1. FCK nach zuvor vier Spielen in Serie ohne Sieg. Dresden, das als einziges deutsches Profiteam im laufenden Kalenderjahr ohne Sieg blieb, muss nach einer verkorksten Saison jetzt eine Etage tiefer antreten.

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Dresden tauschte im Vergleich zum Hinspiel auf dem Betzenberg auf drei Positionen. Yannick Stark, Julius Kade und Robin Becker rückten für Paul Will, Michael Akoto und Guram Giorbelidze in die erste Elf. Auf Seiten der Pfälzer gab es zwei Änderungen: Trainer Schuster brachte Philipp Hercher und Hikmet Ciftci für Redondo und Niehues, denen zunächst nur der Bankplatz blieb.

Der erhoffte Schwung durch das neue Personal blieb jedoch zunächst aus. Stattdessen waren es einmal mehr die Zuschauer, die mit Pyrotechnik ein erstes Zeichen setzten und den Anpfiff um wenige Minuten verzögerten. Auf dem Rasen selbst präsentierten sich beide Teams einmal mehr in weiten Teilen vorsichtig und abtastend. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Dresden: Angreifer Christoph Daferner zielte aus der Halbdistanz jedoch zu ungenau (4.). Wie schon im Hinspiel war das Geschehen auf dem Platz geprägt von Zweikämpfen und Ballrochaden zwischen den Strafräumen. Entscheidend absetzen konnte sich jedoch keine der Mannschaften. Einmal war Dresden, das nach einer guten halben Stunde ohne den verletzten Stark weitermachen musste (Oliver Batista Meier kam ins Spiel), in Durchgang eins nochmal nah dran an der Führung. Ransford-Yeboah Königsdorffer traf jedoch nur das Außennetz (45.).

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Ohne die großen Chancen, dafür mit einer Menge Spannung ging es in Hälfte zwei des Kräftemessens. Nun meldeten auch die Gäste aus Kaiserslautern erste Ambitionen in der Offensive an. Stürmer Terence Boyd hatte die Riesenchance zum 1:0 auf dem Kopf. Dynamo-Keeper Kevin Broll vereitelte dessen Abschluss jedoch mit einer starken Parade (58.). Kurz darauf war aber auch der Dresdner Schlussmann chancenlos. Hanslik brachte die Pfälzer nach Vorarbeit von Mike Wunderlich in Front (59.). Dresden war auf eine schnelle Antwort bedacht, die es auch um ein Haar gegeben hätte. Bei einer Doppelchance von Daferner und Patrick Weihrauch war jedoch jeweils ein Bein im Weg (63.).

Dresden blieb auch in der Folge am Drücker und spielte unentwegt auf den Ausgleich. Einen Freistoß vom eingewechselten Batista Meier holte Kaiserslautern-Torhüter Matheo Raab jedoch aus dem bedrohten Eck (71.), auch ein Kopfball von Königsdorffer fand nicht das gewünschte Ziel (78.). Die größte Möglichkeit ließ jedoch Panagotios Vlachodimos aus, der freistehend vor Raab vergab (86.). Hercher machte in der Nachspielzeit auf der anderen Seite den Deckel drauf (90.+2). Im Anschluss spielten sich hässliche Szenen ab: Die Dresden-Fans schossen Feuerwerkskörper auf das Spielfeld. Schiedsrichter Daniel Siebert konnte das Spiel erst nach minutenlanger Unterbrechung wieder anpfeifen. Kaiserslautern kehrt nach leidenschaftlicher Defensivarbeit im zweiten Durchgang in die 2. Bundesliga zurück. Für Dresden endet indes eine gebrauchte Rückserie mit dem Worst-Case-Szenario.