03. Mai 2021 / 19:53 Uhr

Remis in Mainz: Hertha BSC verpasst Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Remis in Mainz: Hertha BSC verpasst Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha BSC ist in Mainz nicht über ein Unentschieden hinaus gekommen.
Hertha BSC ist in Mainz nicht über ein Unentschieden hinaus gekommen. © IMAGO/Eibner
Anzeige

Der 1. FSV Mainz 05 und Hertha BSC haben sich im Nachholspiel des 29. Bundesliga-Spieltags am Montagabend mit einem Remis getrennt. Die Berliner verpassten damit in der ersten Partie nach der Corona-Quarantäne Big Points im Kampf um den Klassenerhalt. Die Mainzer blieben indes zum achten Mal in Folge ohne Niederlage.

Anzeige

Hertha BSC hat im ersten Spiel nach der 14-tägigen Isolation beim 1. FSV Mainz 05 den Sieg verpasst. Der Hauptstadt-Klub kam am Montagabend im Nachholspiel des 29. Spieltags nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Der Mainzer Philipp Mwene (40.) egalisierte den Berliner Führungstreffer durch das erste Bundesliga-Tor von Lucas Tousart (36.) noch vor der Pause. Zwar blieben die Schützlinge von Trainer Pal Dardai im vierten Bundesliga-Spiel in Folge ohne Niederlage, der Punkt bringt jedoch nicht den erhofften Befreiungsschlag im Tabellenkeller. Die Berliner bleiben zwei Punkte hinter dem 1. FC Köln (16.) Vorletzter des Tableaus. Mainz klettert mit nun 35 Zählern und einem Sechs-Punkte-Polster zum Relegationsplatz auf Rang zwölf und bleibt auch im achten Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage.

Anzeige

Angetrieben von drei Erfolgen und mit dem Überraschungs-Coup gegen den FC Bayern vom vergangenen Spieltag im Rücken begann der Gastgeber aus Mainz druckvoll. Die Folge: Nach nur acht Spielminuten kam die Mannschaft von Trainer Bo Svensson zu ersten Gelegenheiten. Jean-Paul Boetius blieb aber gleich doppelt glücklos. Erst traf er nach einem weiten Einwurf von Moussa Niakhaté den Ball freistehend vor Hertha-Keeper Alexander Schwolow nicht richtig, eine Zeigerumdrehung später scheiterte er nach einer unfreiwilligen Kopfballvorlage von Sami Khedira aus spitzem Winkel an der Querlatte (9.). Die Hertha blieb zunächst nur nach Standardsituationen gefährlich. So näherte sich Niklas Stark mit einem Kopfball nach einer Ecke erstmals dem Mainzer Tor (13.). Kurz darauf verlängerte Matteo Guendouzi einen Freistoß von Matheus Cunha in die Arme von Mainz-Torhüter Robin Zentner (18.).

Mwene kontert Tousart sehenswert

Eine Standardsituation sorgte dann auch für die Führung der Berliner. Marton Dardai servierte auf den Kopf von Tousart, der sich die Chance zu seinem ersten Bundesliga-Tor nicht nehmen ließ (36.). Zuvor hatte Adam Szalai noch die Großchance auf der anderen Seite verpasst, als er per Lupfer am glänzend reagierenden Schwolow scheiterte (20.). Keineswegs geschockt vom Rückstand schlugen die Hausherren jedoch unmittelbar zurück. Und wie: Mwene fasste sich nach einer abgeblockten Hereingabe aus rund 20 Metern ein Herz. Sein sehenswerter Abschluss schlug unhaltbar im Winkel des Berliner Tores ein (40.). Es war der zu diesem Zeitpunkt leistungsgerechte Ausgleich der Mainzer, die sich über weite Strecken des ersten Durchgangs ein optisches Übergewicht erarbeiteten.

Hertha BSC in Noten: Die Einzelkritik zum 1:1 gegen Mainz 05

Der SPORTBUZZER bewertet: Die Spieler von Hertha BSC in der Einzelkritik. Zur Galerie
Der SPORTBUZZER bewertet: Die Spieler von Hertha BSC in der Einzelkritik. ©

Im zweiten Spielabschnitt wurde die Partie merklich zerfahrener. Beide Mannschaften scheiterten bei ihren Angriffsbemühungen an der letzten Genauigkeit. Die zunächst beste Gelegenheit der Berliner verpasste Cunha, als er mit einem Schlenzer in Zentner seinen Meister fand (65.). In der Folge neutralisierten sich die beiden Kontrahenten weitestgehend. Als alles auf ein Remis hinauszulaufen schien, hatten die Berliner dann doch noch die große Möglichkeit zum Sieg. Der eingewechselte Krzysztof Piatek verfehlte das Mainzer Tor nach einer scharfen Hereingabe aber aus kürzester Distanz (82.). Mainz kam seinerseits durch einen Kopfball von Niakhaté noch zur Siegchance. Der Verteidiger zielte jedoch zu zentral (90.+1), sodass es bei der Punkteteilung blieb.

Für die Hertha bleibt es bei 27 Punkten als Tabellen-17. im Abstiegskampf weiter eng. Bei zwei Punkten Rückstand auf Köln hat die Dardai-Elf durch die Quarantäne jedoch noch zwei Spiele weniger als die Konkurrenz absolviert. Beginnend mit der Partie gegen Mainz stehen bei den Berlinern in 20 Tagen sechs Spiele an. Bereits am Donnerstag geht es mit einem Heimspiel gegen den SC Freiburg (18.30 Uhr/Sky) weiter. Mainz gastiert am Sonntag bei Champions-League-Aspirant Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr/Sky) und befindet sich mit sechs Punkten vor der Abstiegszone in einer guten Ausgangslage im Rennen um den Klassenerhalt.