03. Juni 2019 / 21:25 Uhr

Nachwuchsleiter René Hüttl vom TuS Leutzsch: "Es bewegt sich einiges im Verein"

Nachwuchsleiter René Hüttl vom TuS Leutzsch: "Es bewegt sich einiges im Verein"

TuS Leutzsch
SPORTBUZZER-Nutzer
René Hüttl USER-BEITRAG
René Hüttl ist ein Mann mit vielen Funktion beim TuS Leutzsch. © TuS leutzsch
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René Hüttl blickt im SPORTBUZZER-Interview auf die fast abgelaufene Saison zurück und berichtet über seine Auszeichnung vom DFB.

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Der 18-jährige René Hüttl ist ehrenamtlich beim TuS Leutzsch 1990 als Nachwuchsleiter, Vorstandsmitglied, Nachwuchstrainer der U15-Junioren, Trainer der Talentegruppe, und Mannschaftsleiter/Co der Herrenmannschaft tätig. Neben diesen Tätigkeiten ist er selbst noch Schiedsrichter und als Spieler in der U19 Mannschaft und im Futsal-Team dabei. Im SPORTBUZZER-Interview spricht er aus seiner Sicht über die fast abgelaufene Spielzeit.

René, was war in deiner Tätigkeit als Nachwuchsleiter und als Trainer der U15-Junioren deine größte Herausforderung?

R*ené: *Meine größte Herausforderung war definitiv die U15-Mannschaft. Es war eine absolute Herkules-Aufgabe für mich. Es sind Kinder mit Migrationshintergund,Kinder mit ADHS, Mädchen und Taubstumme dabei. Am Anfang war es schon sehr schwer, dort irgendwie auf jeden eingehen zu können. Es war vom Verhalten sowie von der Anwesenheit eine Katastrophe. So etwas hatte ich noch nie im meinem Leben erlebt. Die ersten Resultate waren dementsprechend. Jetzt sieht es nach einem Jahr deutlich besser aus. Als Nachwuchsleiter blicke ich durch und durch positiv zurück, wir haben viele neue Kinder für unseren Verein gewinnen können. Ich habe in meiner Funktion auch eine Kooperation mit einem Kindergarten schließen können, mit welchen wir jetzt regelmäßig in Kontakt sind. Aber ich finde auch, im Vorstand hat sich einiges geändert, was am Anfang noch schwierig war, ist jetzt sehr gut. Wir arbeiten immer mehr zusammen, das sieht man dann auch im Vereinsleben und auf dem Vereinsgelände.

Beim TuS hat sich einiges verändert, was war für dich persönlich das größte Highlight in dieser Saison beim TuS Leutzsch?

Ich habe ja schon gesagt, es bewegt sich einiges im Verein. Für mich sind die kleinen Schritte auch schon ein Highlight. Die Sanierung der Gaststätte und der Kabinen waren natürlich auch von wichtiger Bedeutung. Aber für mich persönlich war das größte Highlight, mein eigenes Turnier ausrichten zu können mit über 500 Besuchern. Das war bereits mein zweites Turnier, welches ich organisiert habe. Dazu danke ich vor allem dem Hauptsponosor (Stemax-Autopflege), die dieses Turnier finanziell mit lukrativen Mannschaften, wie RB Leipzig, Lokomotive Leipzig, Fortuna Chemnitz, dem VFC Plauen oder dem 1.FC Magdeburg möglich gemacht haben.

Wie blickst du als Trainer auf die Saison zurück?

In der U15-Mannschaft durchaus positiv, wir haben uns persönlich riesig weiterentwickelt, welches vor allem an den unzähligen Teambuilding-Aktionen lag. Aber auch fußballerisch sind wir auf einem richtig gutem Weg, die Rückrundentabelle ist für mich die Bestätigung. Diese Rückrundentabelle hängt bei jedem Spiel an unserer Kabinentür, damit motiviere ich meine Jungs, ebenso mit dem Hinrundenergebnis. Wir haben uns das Ziel gesetzt, jedes Spiel in der Rückrunde erfolgreicher zu bestreiten, als in der Hinrunde. Das haben wir bisher in jedem Spiel. Die Trainingsbeteiligung ist aktuell für mich überragend, einen Durchschnitt von 81% ist eine gute Leistung. Auch einen Anteil daran hatte meine Trainerkollegin Heike. Aber wir sind alle als Team zusammengewachsen und haben das Optimale erreicht, wir kämpfen alle zusammen. Die Entwicklung ist einfach sau geil zu sehen. In der 1.Männermannschaft durfte ich ins Trainerteam aufrücken und habe von dem Trainer Kai-Uwe Ziegler und Olaf Artmann sehr viel mitnehmen können und habe den beiden vieles zu verdanken. Es war für mich ein tolles Jahr, vor allem weil ich vom Trainerteam und der Mannschaft super aufgenommen wurde und immer besser zurecht kam.

Wie blickst du als Spieler/ Schiedsrichter und als Nachwuchsleiter auf die abgelaufene Saison zurück?

Als Nachwuchsleiter blicke ich positiv zurück, wie oben genannt. Wir haben uns als Verein immer weiterentwickelt. Als Schiedsrichter kann man halt nur sagen, dass man immer der "Blöde" ist, was aber nicht so schlimm ist. Ich kenne mich auch selber auf dem Feld und kenne die Emotionen. Fehler gehören auch immer dazu, man muss halt versuchen das Maximum herauszuholen. Als Spieler blicke ich leider eher negativ zurück, angefangen habe ich mich sehr wohl gefühlt, gerade in unserer Futsal-Mannschaft.Jetzt kämpfe ich nun länger mit einer Verletzung.

D*ie ganzen Tätigkeiten sind schon eine Menge. Du wurdest jetzt vom DFB ausgezeichnet und durftest eine Woche nach Spanien fahren. Was war das größte Highlight dort und wie fasst du die Reise zusammen? *

Das war eine absolut geile Reise. Ich kann mich nur beim DFB und bei KOMM MIT für diese Reise bedanken. Ich würde die Reise zusammenfassen mit sensationell, Vatertag, Aloha sowie Sachsen & Friends. Nein, Spaß bei Seite. Das waren Insider, die Leute vom DFB und KOMM MIT haben etwas großes auf die Beine gestellt. Ich kann kein großes Highlight aufzählen, das war einfach alles sau geil. Die Referenten und die Orga-Personen waren auch super nett und ich konnte einiges mitnehmen. Auch unsere Sachsengruppe war einfach genial, die ganzen Leute werde ich vermissen, ich glaube ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viel gelacht, wie in dieser einen Woche. Außerdem werde ich die KOMM MIT-Hymne nicht so schnell vergessen, die bleibt immer drinnen.

René, was genau motiviert dich für dein Ehrenamt?

Ich denke, einen Verein mit auszubauen mit vielen anderen Personen ist einfach ein tolles Gefühl. Du kannst einfach mitmachen und entwickelst sich selber weiter. Man fühlt sich einfach wohl. Außerdem ist es natürlich schön zu sehen, wie man sich stetig weiterentwickelt, auch als Verein. Wir wachsen immer mehr, immer mehr positiv verrückte unterstützen unseren Verein. Am Ende ist es toll zu hören, dass man als Team etwas geschaffen hat. Wir sind zwar ein kleinerer Verein, aber da sind die kleinen Schritte schon ganz groß.

Wie geht es jetzt weiter?

Ich habe nun wieder zwei Tage auf dem Platz gestanden und im Büro gesessen und ich muss sagen, es fühlt sich sehr komisch an. Ich vermisse es, am Abend gemütlich mit anderen Ehrenamtlern zusammen zu sitzen und sich zu unterhalten. Die ganzen Highlights, die ganzen Lerneinheiten waren auch sehr interessant. Jetzt heißt es für mich erst einmal, mich für meine letzten beiden Abiprüfungen diese und nächste Woche gut vorzubereiten und danach mit dem letzten U15-Spiel und meinem Geburtstag die Saison ausklingen zu lassen.

Was ist das Besondere beim TuS Leutzsch?

Ich schätze Personen, wie unter anderem Kai und Candy Hebestreit sehr, genauso wie Thomas Rathai. Das sind ebenfalls positiv verrückte Leute, ebenso wie unsere Sponsoren von der STEMAX-Autopflege und vom Leutzscher-Autocenter leisten einen erheblichen Beitrag an der Weiterentwicklung unseres Vereines. Aber das sind nur ein paar wenige von ganz vielen, die alles für den Verein geben. Das besondere ist einfach, dass wir sehr viel machen aus wenig Mitteln und der Zusammenhalt untereinander, wir arbeiten alle zielstrebiger und enger zusammen. Wir werden weiter daran arbeiten, uns als Verein weiterzuentwickeln und die bestmöglichen Bedingungen zu bieten.

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