28. August 2017 / 12:07 Uhr

Renshausen wirft RW Göttingen aus dem Pokal

Renshausen wirft RW Göttingen aus dem Pokal

Christian Roeben
Göttinger Tageblatt
Nele Hinz
Mit diesem Schuss trifft Renshausens Nele Hinz (2.v.r.) zum 1:0 für ihr Team gegen den ESV RW Göttingen. © Schneemann
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Frauenfußball: Eichsfelderinnen setzen sich in der 1. Runde des Niedersachsencups mit 2:0 durch

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Renshausen. Die Fußballerinnen des FFC Renshausen haben dank eines 2:0 (1:0)-Erfolges auf eigenem Platz gegen den Oberligarivalen ESV Rot-Weiß Göttingen die 2. Runde des Niedersachsenpokals erreicht. Nele Hinz (44.) und Linda Schwerthelm (51.) schossen die Eichsfelderinnen weiter.

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Der Erfolg der Gastgeberinnen, die sich gewohnt laufstark, aggressiv und kompakt präsentierten, ging völlig in Ordnung. „Es war ein hochverdienter Sieg für Renshausen. Sie hatten die viel klareren Chancen als wir“, erkannte Göttingens Trainer Kevin Martin Martin die Leistung des Gewinners an. Seinem Team war es während der 90 Minuten am Kressenanger kaum einmal gelungen, sich schwungvoll und gefährlich nach vorne zu kombinieren.

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helgeschneemann.com_02 © Schneemann

Beide Kontrahenten mussten im Mittelfeld auf wichtige Leistungsträgerinnen verzichten. Bei den Gastgeberinnen fehlte Julia Deppe, die auch einmal eine Saison das Trikot der Eisenbahnerinen getragen hatte. Die Rot-Weißen konnten nicht auf Spielmacherin Kim Schlösser zurückgreifen. Marie Diekerdes agierte deshalb etwas defensiver als gewohnt. Bei Renshausen probierte sich Nele Hinz in vorderster Front. Das stürmende Schwesternduo Lisa und Linda Schwerthelm agierte etwas dahiner, kam somit mehr aus der Tiefe.



Die in blau gekleideten Rot-Weißen versuchten es zu Beginn oft mit langen Schlägen in die Spitze. In Bedrängnis brachte das die Renshäuser Abwehr um Libera Katharina Heuerding aber kaum. Nur Janett Wochnik konnte sich einmal über links durchsetzen, traf jedoch nur das Außennetz (8.). Viel gefährlicher waren da die Eichsfelderinnen, die in Minute 19 hätten in Führung gehen müssen: Linda Schwerthelm tauchte nach einem Steilpass ihrer Schwester frei vor Göttingens Torfrau Franziska Ippensen auf, scheiterte aber an dieser. Eine Minute später war Ippensen nach einem Linda Schwerthelm-Schuss geschlagen – jubeln konnte Renshausens Nummer 18 jedoch nicht, denn ihr leicht abgefälschter Versuch klatschte lediglich an den Innenpfosten.

Ippensen musste auch in der Folgezeit hellwach sein. Nach einem langen Ball faustete sie das Spielgerät soeben noch vor Linda Schwerthelm weg (41.), war drei Minuten später dann aber geschlagen. Nele Hinz ließ den Ball auf den Oberschenkel tropfen, nahm aus 23 Metern genau Maß und drosch den Ball volley genau unter die Latte – ein Traumtor kurz vor dem Halbzeitpfiff. „Das war natürlich eins ehr unglücklicher Zeitpunkt für uns“, bekannte RW-Coach Martin.

Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel war die Pokalpartie bereits entschieden. Nach Ippensen-Stockfehler musste Linda Schwerthelm nur noch einschieben. Hätten die Gastgeberinnen, die körperlich gerade im Mittelfeld sehr präsent waren, ihre Möglichkeiten im Anschluss konsequenter genutzt, wäre ein noch deutlicherer Erfolg gut möglich gewesen. „Wir haben in der Vorbereitung hart trainiert, um dieses Pressing durchhalten zu können“, freute sich Renshausens Trainer Wendelin Biermann, der „sehr zufrieden“ war. Am kommenden Sonntag treffen beide Teams in der Meisterschaft in Göttingen schon wieder aufeinander.

Tore: 1:0 Hinz (44.), 2:0 Linda Schwerthelm (52.).