01. April 2020 / 06:26 Uhr

Repräsentative Umfrage: Ein Drittel der Fans will Bundesliga Abbruch - Geisterspiele notwendiges Übel

Repräsentative Umfrage: Ein Drittel der Fans will Bundesliga Abbruch - Geisterspiele notwendiges Übel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die Bundesliga könnte ab Mai wegen des Coronavirus mit Geisterspielen fortgeführt werden.
Die Bundesliga könnte ab Mai wegen des Coronavirus mit Geisterspielen fortgeführt werden. © imago images/Sven Simon
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Die Bundesliga pausiert wegen des Coronavirus zunächst noch bis Ende April - und danach? Ein Drittel der Fußball-Fans in Deutschland will laut einer repräsentativen Umfrage, dass die Saison dann abgebrochen wird.

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Ein Drittel der Fußball-Fans ist einer Umfrage zufolge für einen sofortigen Saison-Abbruch in der Bundesliga. Das hat Nielsen Sports mit einer repräsentativen Umfrage herausgefunden. Allerdings möchten 65 Prozent der befragten Fußballinteressierten, dass die laufende Saison auch zu Ende gespielt wird. 45 Prozent würden sich mit den sogenannten "Geisterspielen" ohne Publikum im Stadion anfreunden, um die Spielzeit abschließen zu können.

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Die Meinungsumfrage wurde vor der Mitgliederversammlung der DFL am Dienstag durchgeführt. Die Bundesliga und die 2. Liga werden ihren Spielbetrieb vorerst bis zum 30. April weiter aussetzen. 36 deutschen Profi-Klubs folgten damit dem Vorschlag des DFL-Präsidiums aus der vergangenen Woche. Wie es danach weitergeht, ist offen. Sollten die beiden Ligen im Mai - wie von der DFL erhofft - wieder spielen können, würden die Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden. Ein Saisonabbruch steht weiterhin nicht zur Debatte. DFL-Boss Christian Seifert nahm einen Abschluss der Saison bis zum 30. Juni ins Visier. Dies würde die Situation entkomplizieren, da dann auch viele Spielerverträge auslaufen.

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DFL muss bei Bundesliga-Fortführung wohl auf Geisterspiele setzen

Geisterspiele werden wohl die einzige Möglichkeit sein, die Saison zu Ende zu bringen. Die DFL erklärte zwar, dass am Dienstag "mögliche Szenarien und denkbare Handlungsoptionen für die kommenden Wochen und Monate vorgestellt" worden seien. Sie betonte aber auch ,"dass externe Faktoren wie die Verbreitung des Virus und die Bewertung durch die Politik für die Entwicklung in den kommenden Wochen maßgeblich sind".

Man habe allerdings eine medizinische Task Force gegründet, um ein Konzept zur "medizinisch vertretbaren Fortführung des Spiel- und Trainingsbetriebes" zu erstellen. Zudem solle ein einheitlicher Leitfaden erstellt werden, in dem oganisatorische Maßnahmen in den Stadien festgelegt werden, die ein Infektionsrisko minimieren. Etwaige Geisterspiele sollen – "unter Voraussetzung der rechtlichen Zulässigkeit und selbstverständlich medizinischen Vertretbarkeit" – mit möglichst geringem Personalaufwand durchgeführt werden