02. Mai 2019 / 18:09 Uhr

Reserve des Häsener SV strebt Spielgemeinschaft an - zwei Teams steigen freiwillig ab

Reserve des Häsener SV strebt Spielgemeinschaft an - zwei Teams steigen freiwillig ab

Knut Hagedorn
Märkische Allgemeine Zeitung
Die aktuelle Mannschaft des Häsener SV II. 
Die aktuelle Mannschaft des Häsener SV II.  © Knut Hagedorn
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Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Personelle Engpässe bringen Vereine der 1. Kreisklasse in Nöten. Einige wollen deshalb den Zusammenschluss mit Mannschaften anderer Clubs nicht ausschließen.

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Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme versucht man beim Häsener SV, der angespannten personellen Situation entgegenzuwirken. Wie Vereinschef Norbert Ruch auf SPORTBUZZER-Nachfrage bestätigt, möchte man im kommenden Spieljahr eine Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein eingehen, um die Reservemannschaft in der 1. Fußball-Kreisklasse zu halten. Auch bei anderen Vereinen bleibt die Personalsituation angespannt.

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Spielgemeinschaft als Hoffnungsträger

„Wir haben große personelle Probleme und werden es nicht gestemmt bekommen, gerade die Reservemannschaft allein aufrechtzuerhalten. Daher streben wir für die zweite Männermannschaft eine Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein an, dem es ähnlich geht“, erklärt Norbert Ruch die Pläne des Häsener SV. Mit wem diese Konstellation zustande kommen soll, stehe aber noch nicht fest. Gespräche sollen dahingehend aber bereits geführt werden, heißt es aus dem HSV-Lager. „Wir wollen mit unserem Team der Reserve in der 1. Kreisklasse bleiben, daher dieser Weg. Man weiß ja, dass die Abmeldung einer Mannschaft schwer zu korrigieren ist“, so Norbert Ruch weiter.

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Freiwilliger Abstieg der SGM-Reserve

Auch bei anderen Vereinen sieht die Personalsituation nicht gerade rosig aus. Bei der SG Mildenberg zum Beispiel zieht man daher auch Konsequenzen für die neue Spielzeit: „Wir werden nach der Saison freiwillig unser Reserveteam aus der 1. Kreisklasse zurückziehen und in der 2. Kreisklasse weitermachen“, bestätigt Ronny Wasielewski, Sportlicher Leiter der SGM, auf SPORTBUZZER-Nachfrage.

„Ich finde diesen Weg zwar persönlich schade, aber er ist unvermeidbar. Personell geht es nicht mehr anders“, so Wasielewski weiter. Ein möglicher freiwilliger Abstieg der ersten Mannschaft aus der Kreisoberliga stehe dagegen laut dem Sportlichen Leiter nicht zur Diskussion: „Angeblich gibt es Gerüchte dahingehend, aber diese kann ich komplett entkräften. Wir tun alles auf sportlichem Wege, um auch im kommenden Spieljahr in der höchsten Kreisspielklasse dabei zu sein.“

Füchse-Reserve vor ungewisser Zukunft

Schwierig gestaltet sich die personelle Lage auch bei den Füchsen aus Falkenthal. Einen freiwilligen Abstieg des Reserveteams in die 2. Kreisklasse schließt Trainer Thomas Schmudde ebenfalls aus. „Das ist kein Thema, sollten wir es sportlich schaffen, dann bleiben wir in der 1. Kreisklasse. Die viel größere Aufgabe ist es aber, überhaupt ein Team aufzustellen, da uns im Sommer einige altgediente Jungs verlassen“, so Schmudde. Man werde am Fuchsbau aber alles tun, um auch im kommenden Spieljahr zwei Männerteams zu haben, lässt man aus dem Füchse-Lager verlauten.

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Post SV Zehlendorf wünscht sich Abstiege

Unbedingt absteigen möchte dagegen der Post SV Zehlendorf – und zwar mit beiden Männermannschaften. „Ein Abstieg der ersten Mannschaft wäre ein Neubeginn, in der Kreisoberliga sind wir jetzt seit zwei Jahren nahezu chancenlos“, so Trainer Kay Kretschmann. Auch Reservecoach Ronny Risse stößt bei diesem Thema in das gleiche Horn: „Wir werden definitiv nächste Saison 2. Kreiskasse spielen, mehr ist bei unserem engen Kader einfach nicht mehr möglich.“