17. Juni 2021 / 09:42 Uhr

Aus entwicklungsfähig soll bei Egestorfs U23 schlagkräftig werden: "Unser großes Ziel"

Aus entwicklungsfähig soll bei Egestorfs U23 schlagkräftig werden: "Unser großes Ziel"

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die U23 des 1. FC Germania Egestorf/Langreder mit in der Bezirksliga einen Schritt nach vorn machen.
Die U23 des 1. FC Germania Egestorf/Langreder mit in der Bezirksliga einen Schritt nach vorn machen. © deisterpics/Stefan Zwing
Anzeige

Egestorf U23 geht mit acht Neuzugängen in die Saison 2021/22. "Mit der Kadergestaltung bin ich zufrieden", sagt Arndt Westphal, der Trainer des Bezirksligisten. "Unser großes Ziel ist es, aus einem entwicklungsfähigen einen schlagkräftigen Kader aufzubauen." Gespielt werden soll im 4-3-3.

Anzeige

Arndt Westphal wirkt zuversichtlich. Aktuell gibt es – bei zwei Abgängen (Philipp Iwan und Leonard Ehlers) – acht neue Spieler für sein Bezirksligateam zu vermelden. „Mit der Kadergestaltung bin ich zufrieden“, sagt der Coach der U23 des 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Außer den Rückkehrern Julian Lenz (SV Bavenstedt) und Rouven Bräunig (Koldinger SV) gibt es mit Niklas Vogel noch einen dritten externen Neuzugang. „Dazu kommen fünf Spieler aus unserer U19“, sagt Westphal: Luca Hacke, Maurice Lapöhn, Nick Bürger, Jakob Fabian und Jannik Harms.

Anzeige

Den momentan 24-köpfigen Kader schätzt er stärker ein als den der Vorsaison: „Unser großes Ziel ist es, aus einem entwicklungsfähigen einen schlagkräftigen Kader aufzubauen, der auf Hilfe aus der ersten Mannschaft nicht angewiesen ist.“ Dass allerdings in den Punktspielen immer zwei, drei Spieler aus der Oberliga-Mannschaft mitmischen würden, widerspreche diesen Plänen nicht. „Das ist ja der Sinn einer U23: jungen, talentierten Fußballern Spielpraxis zu geben, um sie an höhere Aufgaben heranzuführen.“

Mehr Berichte aus der Region

Komplett abgeschlossen ist die Personalplanung wohl noch nicht, gibt Westphal zu. So sei man noch auf der Suche nach einem Innenverteidiger sowie je einem Kandidaten für das offensive und das defensive Mittelfeld.

Viele Talente, die bei den Junioren auf sehr hohem Level unterwegs gewesen seien, hätten die Ambition, im Männerbereich auf Anhieb durchzustarten, aber das sei nicht immer so einfach. „Deshalb kann eine U23 ein gutes Sprungbrett sein“, sagt Westphal. „Fast jeder benötigt Zeit, sich an den Herrenfußball zu gewöhnen.“

Widdel, Javadi, Jülker und Senft als "stabiles Gerüst"

Für den Trainer gibt es eine Achse aus dem Vorjahr: „Mit Steven Widdel als Innenverteidiger, Farhad Javadi auf der linken und Lukas Jülke auf der rechten Außenbahn sowie Torben Senft auf der Acht haben wir schon ein stabiles Gerüst.“

Mit Blick auf die Spielphilosophie sagt der Coach: „Zunächst wollen wir viel den Ball haben – und dann müssen wir unser vertikales Spiel verbessern“. Weil sich das Qualitätsniveau angehoben habe, plane er, das defensive System aus der Vorsaison auf ein 4-3-3 umzustellen. „Ich hatte auch über eine Dreierkette in der Abwehr nachgedacht, aber da sind die Laufwege auf den Außenbahnen zu groß.“ Eine Viererkette sei da stabiler.

Mehr Berichte aus der Region

Genau wie in der vergangenen Spielzeit hofft Westphal, mit seiner Mannschaft in der oberen Hälfte der Tabelle mitzumischen: „Wir würden schon gern wieder unter den ersten vier Teams der Staffel landen.“

Traum sei selbstverständlich einer der ersten beiden Plätze. Weil das vorzeitig die Liga sichern würde, den Druck nähme und die Möglichkeit verschaffe, sich gegen starke Konkurrenz weiter einzuspielen und zu entwickeln. Die Abstiegsrunde mache ihm allerdings auch keine Angst: „Ich glaube, dass die Mannschaft genug Potenzial hat, das erfolgreich zu schaffen.“

Aktuell trainiert das Team zweimal die Woche, nach dem Start der offiziellen Vorbereitung am 29. Juni werde man vier- bis fünfmal binnen sieben Tagen unterwegs sein. Westphal ist die Vorfreude anzumerken. Den Spielern dürfte es nach der langen Pause ebenso gehen.