16. September 2019 / 16:24 Uhr

"Fehler werden eiskalt bestraft": Hemminger Reserve unterliegt SV Weetzen mit 2:3

"Fehler werden eiskalt bestraft": Hemminger Reserve unterliegt SV Weetzen mit 2:3

Tobias Kurz
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hemmingens Viktor Grötz (rechts) kommt vor dem Weetzener Fabian-Alexander Epping zum Abschluss.
Hemmingens Viktor Grötz (rechts) kommt vor dem Weetzener Fabian-Alexander Epping zum Abschluss. © Dennis Michelmann
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Im Heimspiel gegen den SV Weetzen ist die Zweitvertretung des SC Hemmingen-Westerfeld in Führung gegangen, am Ende stand jedoch eine Niederlage für den Aufsteiger zu Buche. Trainer Benjamin Weißschuh machte dafür zwei strittige Szenen im Strafraum mitverantwortlich.

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Es sind die kleinen, aber feinen Unterschiede, die sich bei einem Aufsteiger eine Liga höher bemerkbar machen. Das erfuhr die Zweitvertretung des SC Hemmingen-Westerfeld am Sonntag mal wieder schmerzlich – gegen den SV Weetzen ging der Kreisliga-Neuling leer aus und unterlag knapp mit 2:3. „In dieser Liga werden Fehler eiskalt bestraft. Und wir haben in den letzten Wochen zu viele unnötige Fehler im Spielaufbau gemacht“, analysierte SC-Coach Benjamin Weißschuh.

Ein wenig Lehrgeld bezahlt

Drei Siege aus sieben Spielen sind freilich keine verheerende Bilanz für einen Aufsteiger, doch die vier Niederlagen fielen allesamt knapp aus. „Natürlich habe ich mir etwas mehr vom Start erhofft. Wir mussten einiges an Lehrgeld zahlen“, sagte Weißschuh.

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Weetzens Torhüter Florian Badstieber kümmert sich um den Hemminger Maximilian Bösche. ©

Gegen Weetzen kam seine Elf gut ins Spiel und ging früh durch Maximilian Bösche in Führung (6. Minute). „Danach haben wir das Spiel eigentlich kontrolliert.“ Doch die Gäste wachten nach 20 Minuten langsam auf. „Wir mussten uns erst einmal davon holen, nachdem wir so schnell das 0:1 gefressen hatten“, erklärte Weetzens Sprecher Thomas Emmerling, „mit der Zeit haben wir das Spiel aber immer mehr an uns gerissen.“

Strittiger Pfiff

Kurz vor der Pause gelang dem SVW dann der Ausgleich: Hemmingens Schlussmann Florian Rademacher brachte Weetzens Sebastian Bomm im Strafraum zu Fall, der Unparteiische entschied auf Strafstoß. Zu Unrecht, wie Weißschuh fand: „Florian trifft erst den Ball und dann den Gegner. Das ist aber normal, wenn ein Torwart rauskommt.“

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Emmerling widersprach: „Aus unserer Sicht war das ein klarer Elfmeter.“ Der Schiedsrichter teilte diese Meinung, David Krakowian glich vom Punkt aus (44.). Der Ärger Weißschuhs über die Entscheidung vergrößerte sich durch eine Szene kurz nach der Pause, in der Viktor Grötz auf ähnliche Weise zu Fall kam. „Da gab es dann keinen Elfmeter“, haderte der Hemminger Coach. Stattdessen war es erneut Krakowian, der auf der anderen Seite nach feiner Einzelleistung aus 20 Metern zum 2:1 für die Weetzener traf (56.).

Weetzener springen auf Platz sechs

Jan Jelinski erhöhte nach einem Konter auf 3:1 (62.). Der Anschlusstreffer durch Grötz (74.) reichte den Platzherren nicht mehr. „Die strittigen Strafraumszenen waren so ein bisschen die Knackpunkte“, resümierte Weißschuh. Emmerling war nach dem Sieg und dem Sprung auf Platz sechs zufrieden. „Wir sind voll im Soll, liegen auf unserem anvisierten 40-Punkte-Kurs“, sagte er.