13. Dezember 2019 / 12:21 Uhr

Reservisten fordern mehr Spielzeit beim VfL: "Jetzt ist der Trainer dran" 

Reservisten fordern mehr Spielzeit beim VfL: "Jetzt ist der Trainer dran" 

Alexander Flohr
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Spieler wie Xaver Schlager (r.) und Torschütze Paulo Otavio (M.) machten gegen St. Etienne auf sich aufmerksam.
Spieler wie Xaver Schlager (r.) und Torschütze Paulo Otavio (M.) machten gegen St. Etienne auf sich aufmerksam. © 2019 Getty Images
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In der Europa League gegen St. Etienne veränderte Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner seine Startelf auf zehn Positionen. Einige Reservisten überzeugten. Muss der Coach seine Elf für das Spiel gegen Gladbach umstellen?

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Beim 1:0-Sieg des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg im letzten Europa-League-Gruppenspiel gegen die AS St. Etienne hatte Trainer Oliver Glasner sein Team auf zehn Positionen verändert – nur Abwehrspieler Marcel Tisserand (am Wochenende Gelbsperre) behielt seinen Platz in der Startelf nach dem 0:1 in Freiburg. Die Reservisten und Langzeitverletzten der Wolfsburger B-Elf machten ihre Sache gut – und drängten sich somit wieder auf.

Genau das war der Plan vorher: Spieler, die zuletzt eher weniger zum Zug gekommen waren, sollten ihre Chance nutzen. Nicht alle machten das. Aber einige sammelten gute Argumente, um auch künftig wieder öfter auf dem Platz zu stehen.

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Pavao Pervan: Sprang kurzfristig für Koen Casteels ein. Wurde kaum gefordert, hatte deshalb einen ruhigen Abend. - Note: 3. ©

Otavio und Mbabu wollen ihre Chance bekommen

So wie Paulo Otavio: Der Linksverteidiger hatte noch kein Pflichtspiel für den VfL absolviert, war schon früh mit muskulären Beschwerden lange ausgefallen. Gegen die Franzosen feierte er sein Debüt und traf direkt zum entscheidenden 1:0. „Am Anfang der Partie war es schwer für mich. Ich war so lange raus wegen meiner Verletzung“, so Otavio. „Aber danach kam das Vertrauen und das gute Gefühl zurück.“ Nach 70 Minuten hatte er dann Feierabend, für mehr war erst einmal keine Kraft da. Wenn‘s nach dem Brasilianer geht, will er noch in den ausstehenden drei Partien voll angreifen. „Ich bin bereit und will unbedingt spielen.“

Auch Rechtsverteidiger Kevin Mbabu will es nun endlich allen zeigen. Der Neuzugang aus Bern machte erst sein viertes Spiel in dieser Saison über 90 Minuten. Mbabu: „Dass es so schwierig werden würde, hätte ich nicht erwartet. Das kam schon etwas überraschend.“ Der 24-Jährige hofft, dass er schon am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach eine neue Chance bekommt. „Ich verdiene mehr Minuten. Ich gebe im Training immer 100 Prozent. Ich bin optimistisch, dass ich meine Chance kriegen werde.“

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16. Spieltag: VfL Wolfsburg - Schalke 04 / 18. Dezember (20.30 Uhr) ©

Schlager als Schlüsselspieler

Bei Mittelfeldspieler Xaver Schlager ist es unumstritten, dass er bald wieder eine Rolle in der ersten Elf einnehmen wird. Nach seinem Knöchelbruch war es sein erster längerer Einsatz bei den Profis. Und da wurde schnell klar, was dem VfL zuletzt gefehlt hatte. Schlager versprühte mit seiner unbekümmerten Art viel Spielfreude auf dem Platz. Er war Dreh- und Angelpunkt, vor dem Tor erkämpfte er sich den Ball der Franzosen und leitete klasse in die Spitze weiter. Seine Ansage an die Teamkollegen in der Zentrale: „Ich bin bereit für Einsätze.“

Auffällig gegen St. Etienne waren auch Elvis Rexhbecaj (verteilte die Bälle im Spielaufbau sehr ordentlich), Daniel Ginczek (zeigte seine Torgefahr) und Robin Knoche (fehlerlos in der Defensive). Der Abwehrspieler brachte es vor dem Knaller am Sonntag auf dem Punkt: „Die Jungs, die hinten dran waren, waren hungrig und voll da. Wir haben uns empfohlen. Jetzt ist der Trainer dran.“

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