20. Februar 2022 / 19:25 Uhr

Reus überragt, Sorgen um Reyna: BVB feiert Tor-Gala gegen Gladbach und zeigt Reaktion auf Europa-Blamage

Reus überragt, Sorgen um Reyna: BVB feiert Tor-Gala gegen Gladbach und zeigt Reaktion auf Europa-Blamage

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Borussia Dortmund hat eine starke Reaktion auf die peinliche Europa-League-Pleite gegen die Glasgow Rangers gezeigt.
Borussia Dortmund hat eine starke Reaktion auf die peinliche Europa-League-Pleite gegen die Glasgow Rangers gezeigt. © IMAGO/Eibner
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Borussia Dortmund hat sich für den verunglückten Auftritt in der Europa League gegen die Glasgow Rangers rehabilitiert. Die Westfalen zeigten sich am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach in Torlaune und legten im Fernduell mit Spitzenreiter FC Bayern München nach.

Wiedergutmachung geglückt: Drei Tage nach dem viel diskutierten 2:4 gegen die Glasgow Rangers in der Europa League hat Borussia Dortmund in der Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgefunden. Durch ein 6:0 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach legte der BVB im Fernduell mit Spitzenreiter FC Bayern München nach, der sich zuvor gegen Schlusslicht Greuther Fürth durchgesetzt hatte (4:1). Marco Reus (26./81.), Donyell Malen (32.), Marius Wolf (70.), Youssoufa Moukoko (74.) und Emre Can (90.+1) schossen die Westfalen wieder auf sechs Punkte an die Münchener heran. Gladbach muss sich als 13. des Klassements indes weiter nach unten orientieren. Der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 beträgt vier Zähler.

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BVB-Trainer Rose hat aus dem peinlichen Auftritt seines Teams in der Europa League Konsequenzen gezogen und die Startelf für das 100. Bundesliga-Duell mit Gladbach auf drei Positionen verändert. Für den verletzten Manuel Akanji rückte Emre Can ins Team. Axel Witsel und Julian Brandt wurden durch Giovanni Reyna und Thorgan Hazard ersetzt. "Geredet haben wir genug", sagte Rose vor dem Duell bei DAZN. Jetzt müssten die Gründe für die Unruhe im Team analysiert und angesprochen werden: "Dort müssen wir ansetzen", forderte der Trainer.

Und die Ansage des BVB-Trainers verfehlte seine Wirkung nicht. Gegen Gladbacher, bei denen Coach Adi Hütter nach dem 3:2-Sieg gegen den FC Augsburg dieselbe Startelf ins Rennen schickte, waren die Schwarz-Gelben von Anfang an da. Kapitän Reus schickte nach fünf Minuten erstmals Malen, der einmal mehr den fehlenden Erling Haaland ersetzte, auf die Reise. Sein Abschluss segelte jedoch über das von Gladbach-Keeper Yann Sommer gehütete Tor (5.). Nur eine Minute darauf prüfte Youngster Reyna die Fähigkeiten des Gäste-Schlussmanns, der gegen dessen Volleyschuss aber zur Stelle war (6.).

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Gerade als auch Gladbach durch Manu Koné erstmals offensive Ansprüche anmeldete (23.), schlug der BVB dann endgültig zu. Malen und Raphael Guerreiro spielten sich per Doppelpass in den Sechzehner, der Verteidiger schloss ab und scheiterte zunächst an Sommer. Den Abpraller nutzte Reus zur Führung (26.). Auf das erste Highlight folgte ein erster Tiefschlag für die Dortmunder: Der gerade erst von einer langwierigen Muskelverletzung genesene Reyna musste nach minutenlanger Behandlung unter Tränen vom Platz. Für ihn kam Julian Brandt ins Spiel (30.). Doch der BVB ließ sich von dem Dämpfer nicht beirren. Stattdessen schlug es nur zwei Minuten später ein weiteres Mal im Gladbacher Tor ein. Malen erhöhte in Co-Produktion mit Reus noch vor der Pause auf 2:0 (32.). Abermals folgte auf den Treffer eine schlechte Nachricht für Dortmund: Auch Dan-Axel Zagadou musste angeschlagen vom Platz (42.).

Doch auch im zweiten Durchgang ließ sich der Tabellen-Zweite nicht vom Kurs abbringen. Selbst ein kurzes Aufbäumen der Gladbacher – Jonas Hofmann traf die Querlatte (62.) – überwanden die Westfalen unbekümmert. Stattdessen lieferte Trainer Rose mit einem glücklichen Händchen die Entscheidung: Die eingewechselten Wolf (70.) und Moukoko (74.) machten mit dem zweiten Doppelschlag am Abend den Deckel auf die Partie. Der überragende Reus mit seinem zweiten Treffer des Tages (81.) und Emre Can per Elfmeter schraubten das Resultat noch in die Höhe (90.+1). Der BVB bleibt an den Bayern dran, die schwache Serie der Gladbacher in Dortmund geht indes weiter: Im März 2014 hatte es bei den Westfalen zuletzt mit einem Dreier geklappt.