20. Oktober 2019 / 20:24 Uhr

Revanche an Chemie Premnitz: Handballer des SSV Falkensee trotzen den Personalproblemen (mit Galerie)

Revanche an Chemie Premnitz: Handballer des SSV Falkensee trotzen den Personalproblemen (mit Galerie)

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Julius Schütz (beim Wurf) war mit neun Toren – davon drei per Siebenmeter – einmal mehr bester Werfer bei den Falkenseern.
Julius Schütz (beim Wurf) war mit neun Toren – davon drei per Siebenmeter – einmal mehr bester Werfer bei den Falkenseern. © Tanja M. Marotzke
Anzeige

Handball Verbandsliga Nord: Ungefährdeter 32:24-Heimerfolg über Chemie Premnitz.

Anzeige

Die Handball-Männer des SSV Falkensee haben sich am Sonnabend im Heimspiel gegen die Gäste von Chemie Premnitz, die in der vorigen Saison noch unter dem Namen SG Westhavelland spielten und gegen die sie damals zweimal knapp verloren hatten, erfolgreich revanchiert. Das Gastgeberteam von Trainer Konstantin Schütz setzte sich am Ende recht deutlich mit 32:24 (15:12) durch und schaffte mit nunmehr 4:4 Punkten den Sprung ins Verbandsliga-Tabellenmittelfeld.

Personell haben die Falkenseer immer noch sehr große Probleme. Da ihnen gegenwärtig nur wenige Stammspieler der ersten Mannschaft zur Verfügung stehen, müssen sie sich immer wieder neue Mitspieler aus der „Zweiten“ holen. „Es soll ja auch nicht passieren, dass sich diese Spieler fest-spielen und in der zweiten Mannschaft nicht mehr eingesetzt werden können. Von einer eingespielten ersten Mannschaft kann da natürlich keine Rede sein. Aber bisher haben die Jungs das ganz gut gemacht“, sagte SSV-Coach Schütz.

In Bildern: Handballer des SSV Falkensee siegen mit 32:24 gegen Chemie Premnitz.

Die Männer des SSV Falkensee (blaue Trikots) gewinnen gegen Chemie Premnitz. Zur Galerie
Die Männer des SSV Falkensee (blaue Trikots) gewinnen gegen Chemie Premnitz. ©

Nun verletzten sich bei den Falkenseern auch noch die beiden Torwart-Routiniers Tom Göbelsmann und Dirk Runge. So kam Keeper Jens Konrad gegen Premnitz zu seinem Comeback und machte seine Sache gut. Er zeigte eine solide Leistung und wehrte die Bälle ab, die zu halten waren.

Gegen die Premnitzer, die auch mit Personalproblemen zu kämpfen hatten, erwischten die Falkenseer gleich einen sehr guten Start und gingen vor etwa 20 Zuschauern am Spielfeldrand in der heimischen Stadthalle, weil die Tribünen wegen eines Wasserschadens weiterhin gesperrt sind, schnell mit 6:1 in Führung. Vor allem Maurice Gernig konnte bei den Gastgebern schalten und walten, weil sich die Premnitzer mehr auf den SSV-Torjäger Julius Schütz konzentrierten. In der Folge lagen die Gastgeber meist mit drei bis vier Toren in Führung. Dann kam Premnitz wieder heran, „weil wir in der Abwehr geschludert haben“, wie es der SSV-Trainer formulierte. So schafften die Gäste Ende der ersten Halbzeit zweimal den Anschluss (11:10, 12:11), ehe sich die Falkenseer mit zwei Kontertoren zur Pause wieder etwas absetzten.

Mehr Sport aus der Region

Nach dem Wechsel legten die Gastgeber wieder einen Schnellstart hin. Da sie von fast allen Positionen Tore erzielten, zogen sie schnell bis auf sechs Tore weg (19:13, 21:15, 22:16). Die Falkenseer konnten auch in der Folge das Tempo hoch halten, während die Fehlerquote auf Premnitzer Seite anstieg. So lagen die Gastgeber beim 26:18 erstmals mit acht Toren vorn und diesen sicheren Vorsprung behaupteten sie bis zum Schluss.

„Grundsätzlich bin ich mit der Leistung der Mannschaft zufrieden, denn es war ein ungefährdeter und verdienter Sieg. Wenn wir noch konzentrierter zu Werke gegangenen wären, hätte es ein höheres Ergebnis gegeben. Ich bleibe dabei, wir können in der Liga gegen jede Mannschaft gewinnen, wenn wir es schaffen, unsere Leistung abzurufen“, meinte Konstantin Schütz.

SSV Falkensee: Jens Konrad – Julius Schütz (9/3), Maurice Gernig (6), Tim Kommnick (1), Justin Koos, Philipp Jander (2), Florian Schwarzbold (3), Niklas Nippe (1), Sebastian Molitor (4), Dennis Scharkowski (6).