08. März 2020 / 21:15 Uhr

Rhein- und Revierderby droht Absage: Ministerpräsident Armin Laschet will Spahn-Plan in NRW umsetzen 

Rhein- und Revierderby droht Absage: Ministerpräsident Armin Laschet will Spahn-Plan in NRW umsetzen 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Armin Laschet will die Empfehlung von Jens Spahn in NRW umsetzen - es könnte zur Absage des Rhein- und Revierderbys kommen. 
Armin Laschet will die Empfehlung von Jens Spahn in NRW umsetzen - es könnte zur Absage des Rhein- und Revierderbys kommen.  © imago images / Reiner Zensen/imago images / Sven Simon/Montage
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Das Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln könnte ebenso wie das Revier-Duell zwischen dem BVB und Schalke wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt werden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat angekündigt den Plan von Gesundheitsminister Jens Spahn umzusetzen, der eine Absage von Großveranstaltungen empfohlen hatte. 

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Jens Spahns Empfehlung, Großveranstaltungen vorerst abzusagen, soll nach den Worten von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden. Zum Vorschlag des CDU-Bundesgesundheitsministers sagte Laschet am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin": "Das was er heute gesagt hat, ist ja der Rat der Virologen. Die sagen: Wir müssen das Tempo verlangsamen, damit wir auf alle Situationen vorbereitet sind. Und Großveranstaltungen haben natürlich die Neigung, dass da viel übertragen wird. Deshalb werden wir diesen Rat jetzt auch in den Ländern, bei uns in Nordrhein-Westfalen und anderswo, umzusetzen."

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Angesichts zunehmender Coronavirus-Infektionen in Deutschland hatte Spahn am Sonntag empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht immer noch zu zaghaft. Von solchen Absagen betroffen könnten unter anderem Bundesligaspiele, Messen und große Konzerte sein.

Absage von Rhein- und Revierderby?

Dies würde auch bedeuten, dass das für Mittwochabend angesetzte Nachholspiel zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach akut gefährdet ist. Das Rheinderby war wegen des Sturmtiefs "Sabine" verschoben worden. Auch das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke am Samstag (15.30 Uhr) könnte abgesagt werden. Die Deutsche Fußball Liga hat jedoch angekündigt die Saison in der Bundesliga und 2. Liga trotz der Coronavirus-Epidemie bis Mitte Mai wie geplant zu Ende spielen zu wollen. "Nur so erhalten Klubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Spielzeit Planungssicherheit", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert laut einer Mitteilung vom Sonntag.

Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe müssten in beiden Spielklassen ermittelt werden. Die Klubs würden sich mit den zuständigen Behörden an den jeweiligen Standorten wie bisher eng hinsichtlich des Ablaufs weiterer Spieltage abstimmen, sagte Seifert.

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DFL kündigt Krisentreffen mit Klubs an

Die DFL kündigte an, kurzfristig ein Krisentreffen mit den Klubs anzusetzen. Andere Länder sind da schon weiter: In Italien sind bereits einige Partien abgesagt worden, zudem finden bis Anfang April alle Sportveranstaltungen ohne Zuschauer statt. In der Schweiz sind sogar sämtliche Begegnungen der 1. und 2. Liga bis April abgesagt worden. Und auch in anderen Sportarten sind schon Konsequenzen gezogen worden: Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hat als Reaktion auf die Infektionswelle eine Gala gestrichen. Der BVB plant zudem, auf seine China-Reise im Sommer zu verzichten. Und auch eine Absage des für den 31. März in Nürnberg geplanten Länderspiels zwischen Deutschland und Italien steht im Raum.