10. Dezember 2017 / 13:51 Uhr

„Richtig stolz“ – Dynamo Dresden endgültig wieder obenauf

„Richtig stolz“ – Dynamo Dresden endgültig wieder obenauf

Jens Maßlich
Dresdner Neueste Nachrichten
Andreas Lumpi Lambertz machte bei Union das entscheidende Tor.
Andreas "Lumpi" Lambertz machte bei Union das entscheidende Tor. © dpa
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Nach dem 1:0-Erfolg bei Union Berlin ist die Stimmung bei den Schwarz-Gelben merklich aufgehellt. Zu den Abstiegsrängen hat man sich ein Polster erarbeitet.

Dresden/Berlin. Auch wenn die Gesamt-Bilanz eher durchwachsen ist: Die jüngere Erfolgsserie sorgt beim Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden für einen mehr als nur besinnlichen Advent.

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„Das Quäntchen Glück ist wieder auf unserer Seite, der Fußball-Gott will jetzt wieder, dass Dynamo punktet“, sagte Manuel Konrad nach dem 1:0-Erfolg am Samstag bei Union Berlin, mit dem Dynamo vorerst auf Platz sieben der Tabelle kletterte. „Gibt Schlimmeres“, sagte Sieg-Torschütze Andreas Lambertz ironisch.

Noch vor drei Wochen – nach der Heimniederlage gegen Tabellen-Schlusslicht Kaiserslautern und dem zwischenzeitlichen Absturz auf Platz 16 - haben wohl nicht viele mit solch einer Entwicklung gerechnet. Anders als Mannschaft und Trainer: „Wir wussten, was wir zu tun hatten, und das haben wir richtig gut umgesetzt. Da können wir richtig stolz drauf sein“, sagte Lambertz.

DURCHKLICKEN: Dynamo bei Union in der Einzelkritik

Marvin Schwäbe: Wieder einmal war sein Talent als mitspielender Torwart gefragt, diese Aufgabe meisterte er sicher. Gute Reaktion gegen Skrzybski in der 37. Minute. In der 86. Minute entschärft er Torrejons Kopfball und hält den Sieg fest. Note 2,5. (@ Steffen Manig) Zur Galerie
Marvin Schwäbe: Wieder einmal war sein Talent als mitspielender Torwart gefragt, diese Aufgabe meisterte er sicher. Gute Reaktion gegen Skrzybski in der 37. Minute. In der 86. Minute entschärft er Torrejons Kopfball und hält den Sieg fest. Note 2,5. (@ Steffen Manig) ©

Die Ruhe bewahrt

Unerlässlich dafür war die Ruhe im Verein und das Vertrauen, was man dem Trainerteam und Uwe Neuhaus entgegenbrachte. Während man anderswo im Bundesliga-Unterhaus in den vergangenen Wochen schnell die Nerven verlor und sich seines Trainers entledigte, hielt man in der sächsischen Landeshauptstadt am Übungsleiter fest.

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Belohnung dafür sind drei Siege hintereinander, bei denen sogar alte Negativ-Serien rissen. Nach dem ersten Heimsieg (4:0) seit fünf Jahren gegen den sächsischen Rivalen Erzgebirge Aue am vergangenen Wochenende siegte Dresden am Samstag erstmals seit 19 Jahren wieder an der Alten Försterei im Ost-Duell gegen die „Eisernen“.

Mit nun 23 Punkten auf dem Konto hat der Vorjahres-Fünfte inzwischen sogar ein kleines Polster zu den Abstiegsrängen geschaffen, kann mit einem Erfolg im letzten Spiel vor der Winterpause sogar noch mit einem Auge weiter nach oben schielen.

Mehr zum Spiel

Am 18. Spieltag tritt die Neuhaus-Elf zum Rückrunden-Auftakt beim MSV Duisburg an. Im Hinspiel siegte man gegen die „Zebras“ mit 1:0, ein weiteres gutes Omen: Wenn es bei den Sachsen läuft, dann vor allem auch auf fremdem Platz. Vier der sechs Saison-Siege gelangen auswärts, insgesamt 14 Punkte konnten eingefahren werden.

Ein Gegentor in drei Spielen

Grundlage für die aktuelle Erfolgsserie sind vor allem Änderungen im Defensiv-Verhalten. „Wir greifen nicht mehr so früh an, ziehen uns etwas mehr zurück und lauern auf Konter“, verriet Innenverteidiger Jannik Müller. „Die Abstimmung zwischen den Ketten gelingt uns richtig gut, den Gegnern fällt es schwerer, zu Torchancen zu kommen.“

Gerade einmal einen Gegentreffer ließ Dynamo in den vergangenen drei Partien zu, 25 waren es in den 15 Spielen zuvor.

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Manuel Konrad (Dynamo): Es war ein schöner und enorm wichtiger Sieg. Wir haben den Kampf angenommen, wir waren präsent in den Zweikämpfen. Fußballerisch war es auch keine schlechte Vorstellung von uns. Wir haben in der einen oder anderen Situation ein bisschen in die Karten von Union gespielt, als wir den Ball verloren haben. Wir haben das Spiel dann aber kontrolliert – das 1:0 ist ein geiles Ergebnis. Zur Galerie
Manuel Konrad (Dynamo): "Es war ein schöner und enorm wichtiger Sieg. Wir haben den Kampf angenommen, wir waren präsent in den Zweikämpfen. Fußballerisch war es auch keine schlechte Vorstellung von uns. Wir haben in der einen oder anderen Situation ein bisschen in die Karten von Union gespielt, als wir den Ball verloren haben. Wir haben das Spiel dann aber kontrolliert – das 1:0 ist ein geiles Ergebnis." ©

Auffällig ist zudem die Variabilität im Dresdner Angriff. Waren es in der vergangenen Spielzeit vor allem die abgewanderten Stefan Kutschke (16 Treffer) und Akaki Gogia (10 Treffer), die als Torgaranten in Erscheinung traten, ist Lambertz bereits der 14. Torschütze, der sich für die 26 Dresdner Saison-Treffer verantwortlich zeigte – in der ersten beiden Bundesligen absolute Spitze.

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