16. August 2020 / 19:53 Uhr

Frankonia Wernsdorf-Keeper Rico Prominski wird zum Elfmeterkiller

Frankonia Wernsdorf-Keeper Rico Prominski wird zum Elfmeterkiller

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Rico Prominski (SV Frankonia Wernsdorf)
Rico Prominski (SV Frankonia Wernsdorf)
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AOK-Landespokal: Frankonia-Torwart sorgt mit zwei gehaltenen Strafstößen für das Weiterkommen gegen den FC Eisenhüttenstadt.

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Durch einen 6:3-Erfolg nach Elfmeterschießen gegen den FC Eisenhüttenstadt steht Fußball-Brandenburgligist SV Frankonia Wernsdorf in der dritten Runde des AOK-Landespokals. Ein Grund dafür war auch Frankonia-Keeper Rico Prominski, der beim Elfmeterschießen zwei Strafstöße der Gäste parieren konnte und somit einen großen Anteil am Weiterkommen von Wernsdorf hatte.

„Kämpferisch und läuferisch war Eisenhüttenstadt schon sehr ebenbürtig. Ich muss aber auch sagen, meine Jungs haben auch nicht gerade ihr bestes Spiel heute gemacht. Ärgerlich war für mich, dass wir eine 2:0-Führung verspielt haben. Ich denke aber auch ganz klar, unterm Strich zählt das Weiterkommen in die nächste Runde. Das ist uns auch gelungen“, freut sich Frankonia-Trainer Norbert Welzel über den Sieg im Landespokal gegen „Hütte“.

Wernsdorf führt nach zwölf Minuten mit 2:0

Die Dahmeländer fanden vor 77 Zuschauern deutlich besser ins Match als der Konkurrent aus der selben Liga. Bereits nach 120 Sekunden nutzte Johannes-Thorsten Schmauder die erste Möglichkeit für die Hausherren zum Führungstreffer aus. Zehn Minuten später erhöhte der sehr auffällig und laufstark agierende Gordon Griebsch auf 2:0. Auch in der Folgezeit bestimmte Wernsdorf bei hochsommerlichen Temperaturen das Geschehen auf dem Feld. Wie aus dem Nichts fiel dann der Anschlusstreffer für den FC. Ein langer Abschlag von FC-Keeper Kamil Bartosz Duchnowski rutschte durch die Frankonia-Abwehr. Nutznießer dieses Fehlers der Hintermannschaft der Wernsdorfer war Georges Florent Mooh Djike, der nach 25 Spielminuten zum 1:2 traf. „Dieser Treffer hätte nicht fallen dürfen, da haben wir hinten ordentlich gepennt“, ärgert sich Welzel, „eigentlich war das mein geplanter Spielzug mit Prominski, der mit langen Abschlägen unsere Angreifer in Szene setzen sollte.“

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Nach dem Seitenwechsel gab es den ersten Höhepunkt nach 56 Minuten zu verzeichnen, als ein Gästespieler nach einer Beleidigung eines Mitspielers mit Rot vom Feld flog. Anschließend sah Frankonia-Akteur Robert Bartz nach einer Tätlichkeit ebenfalls den Roten Karton (68.). „Warum Robert genau vom Platz gestellt wurde, werde ich mit ihm beim Montagstraining besprechen“, kündigt Welzel an. Glücklich fiel der Ausgleich für Eisenhüttenstadt. Keeper Duchnowski ging bei einer Ecke in der Nachspielzeit mit nach vorne und konnte am langen Pfosten stehend das Leder zum 2:2 über die Linie drücken (90+3).

In der Verlängerung gab es keine nennenswerten Chancen mehr zu verzeichnen. Im Elfmeterschießen wurde Prominski mit zwei gehaltenen Schüssen dann zum Helden. Bei Frankonia trafen mit Griebsch, Max Milz, Anthony Weisse, Nico Klockzien alle vier angetretenen Schützen.