02. Juni 2019 / 16:03 Uhr

Riesen-Jubel in Leutzsch: Die BSG Chemie Leipzig ist zurück in der Regionalliga

Riesen-Jubel in Leutzsch: Die BSG Chemie Leipzig ist zurück in der Regionalliga

Uwe Köster
Leipziger Volkszeitung
Leipzig, 02.06.2019, Alfred-Kunze-Sportpark, Fussball, Oberliga , 
BSG Chemie Leipzig vs. FC Eilenburg , 
Im Bild: Tor fŸr Chemie, Torjubel nach dem Treffer zum 1:0 durch TorschŸtze Florian Schmidt (mi., 27, Chemie) . , 
Foto: PICTURE POINT / Kerstin Doelitzsch , 
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Grenzenloser Jubel bei der BSG Chemie Leipzig. Das Team von Miroslav Jagatic setzte sich mit 2:1 gegen den FC Eilenburg durch und steigt damit in die Regionalliga auf. © PICTURE POINT
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Nach dem 2:1-Erfolg der Grün-Weißen gegen den FC Eilenburg ist dem Team von Trainer Miroslav Jagatic der Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Die Tore ins Glück erzielten Florian Schmidt und Eric Berger.

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Leipzig. Ekstase auf den Rängen, Tänze auf dem Rasen, Platzsturm der Fans, der Alfred-Kunze-Sportpark wurde zur Partymeile. Die BSG Chemie Leipzig verwandelte am Sonntag ihren ersten Aufstiegs-Matchball und machte mit einem 2:1 (1:0) gegen den FC Eilenburg die Oberliga-Meisterschaft perfekt. Der 4:2-Sieg von Verfolger FSV Luckenwalde in Krieschow spielte angesichts des Erfolgs der Chemiker keine Rolle. Chemie spielt nächste Saison in der Regionalliga. Bedeutet: Die Gegner heißen dann Energie Cottbus, Rot-Weiß Erfurt und Lok Leipzig statt Blau-Weiß Zorbau, VfB Krieschow oder Union Sandersdorf.

Als die Heldentat vollbracht war – nicht mehr und nicht weniger als die Erfüllung des vor elf Monaten ausgerufenen Saisonziels – wussten Spieler und Fans mit ihrer Freude gar nicht so recht wohin. Die Pokalübergabe, der Jubel für Fotografen und Filmer, die Umarmungen der Fans, Interviews und natürlich Bierduschen – die dritte Halbzeit war nicht minder anstrengend als das Match vorher.

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Riesen-Jubel in Leutzsch: Die BSG Chemie Leipzig steigt nach dem 2:1 gegen den FC Eilenburg in die Regionalliga auf! ©
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Party im "Seeblick"

Emotional gab sich Kai Druschky, am Sonntag mit einer ganz starken Partie: „Ein riesiger Felsbrocken ist heute abgefallen. Ich bin einfach nur stolz.“ Ganz viel Adrenalin bei Benjamin Schmidt: „Es ist so ein gutes Gefühl, wenn der Druck abfällt, man kann es gar nicht beschreiben.“ Alexander Bury hielt analytisch fest: „Das war absolute Willenssache. Wir wollten den Aufstieg unbedingt, und wir haben die ganze Zeit daran geglaubt. Es war nicht das ganz tolle Fußballspiel, doch das war zu erwarten. Es war ähnlich wie bei Liverpool gegen Tottenham.“ Stefan Karau sagte: „Das war der schwierigste Aufstieg.“ Der Kapitän muss es wissen – Karau feiert mit Chemie zum dritten Mal einen Aufstieg. Und so gefasst wie stolz meinte Manuel Wajer: „Unterm Strich haben wir es extrem gut gemacht. Der Aufstieg ist sehr, sehr erlösend, weil wir ein ganzes Jahr daraufhin gearbeitet haben. Wir hatten uns mit dem Ziel Aufstieg selbst Druck aufgebaut, und dem haben wir standgehalten.“

Mehr zum Aufstieg der BSG Chemie Leipzig

Nach den Freudbekundungen, Sprechchören (Neu im Repertoire: „Chemie steigt auf – und wir halten die Tabelle in der Hand“ nach der Melodie des Steiger-Liedes) sowie dutzenden Selfies mit Fans gönnte sich die Mannschaft kalte Getränke in der Kabine und auf dem Balkon. Mit den Fans wurde danach weitergefeiert, unter anderem mit dem rappenden Benjamin Schmidt auf der Bühne. Und am Abend ging’s dann im „Seeblick“ noch richtig rund. Ohne Miroslav Jagatic übrigens. „Das will ich mir gar nicht anschauen, die Jungs sollen mal unter sich sein“, sagte der Coach. Am MOntag bekommt die Mannschaft frei. Am Dienstag soll wieder trainiert werden – kommenden Sonntag steht bei Absteiger Wismut Gera das letzte Punktspiel an. Es ist bedeutungslos.

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Miroslav Jagatic (BSG Chemie Leipzig): Glückwunsch an uns alle. Das war ein Gemeinschaftswerk. An alle ein dickes Dankeschön. So geile Fans, so eine geile Mannschaft. Respekt auch an Eilenburg. Es wäre nicht Chemie, wenn es nicht immer so spannend wäre. Heute pusten wir durch, morgen ist fei. Aber dann beginnt auch wieder die Arbeit. Zur Galerie
Miroslav Jagatic (BSG Chemie Leipzig): "Glückwunsch an uns alle. Das war ein Gemeinschaftswerk. An alle ein dickes Dankeschön. So geile Fans, so eine geile Mannschaft. Respekt auch an Eilenburg. Es wäre nicht Chemie, wenn es nicht immer so spannend wäre. Heute pusten wir durch, morgen ist fei. Aber dann beginnt auch wieder die Arbeit." ©

Elfmeter macht es nochmal spannend

Das war das Match am Sonntag gegen den FC Eilenburg freilich nicht. Der Bedeutung angemessen zeigten die Fans eine imposante Choreografie. Und Torsten Kunze (56), Enkel von Chemie-Meistertrainer Alfred Kunze, hielt vor dem Anpfiff die Rede, die sein Großvater 1964 vor dem entscheidenden Spiel in Erfurt an sein Team gehalten hatte. „Es steht ein Ziel vor euch, dass ihr euch selbst gestellt habt. Geht raus und werdet Meister“, heißt es darin.

So traten die Chemiker auch auf. Der Elan wurde zeitig belohnt, nach 13 Minuten erzielte Florian Schmidt nach feiner Vorarbeit von Kai Druschky das umjubelte 1:0.  Chemie hatte Spiel und Gegner im Griff, kurz nach der Pause belohnten sie sich noch einmal. Ein tolles Solo von Alexander Bury veredelte Eric Berger zum 2:0. Sonst hätte es auch Elfmeter geben müssen, da Max Keßler vor dem Treffer im Strafraum gefoult worden war. Der Schiedsrichter hatte richtig auf Vorteil entschieden. Jetzt lag der Aufstieg auf dem goldenen Tablett.

Doch es wurde noch mal spannend. Benjamin Schmidt zog Eilenburgs eingewechselten Adam Fiedler im Strafraum zu Boden, den fälligen Elfmeter verwandelte Henrik Jochmann sicher (67.). Kurzer Schock im AKS. Doch die heiße Schlussphase überstand Chemie. Die 5000 sehnten den Schlusspfiff herbei. 15:54 Uhr waren Sieg und Aufstieg perfekt. Ekstase, Tänze, Platzsturm.

Die Statistik zum Spiel:

Chemie: Lattendresse-Levesque – Wajer, B. Schmidt, Karau, Wendt – Wendschuch (90. Trogrlic), Bury – Keßler, Berger (61. Omote), F. Schmidt – Druschky (88. Rode).

Eilenburg: Naumann – Vogel, Majetschak, Hofmann, Sauer – Heidel (80. S.Schmidt), Vetterlein (54. Fiedler) – Bunge, Dimespyra (69. Röhrborn), Jochmann – Luis.

Tore: 1:0 F. Schmidt (13.), 2:0 Berger (58.), 2:1 Jochmann (67./Foulelfmeter)

Zuschauer: 4999.

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