08. September 2019 / 12:04 Uhr

Riesige Moral reicht für Premnitzer Handballer nicht zum Punktgewinn

Riesige Moral reicht für Premnitzer Handballer nicht zum Punktgewinn

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Sven Riedel
Die Premnitzer, hier Sven Riedel, zeigten in Wittenberge eine starke Lesitung, mussten sich aber dennoch geschlagen geben. © Christoph Laak
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Handball Verbandsliga Nord: Chemie Premnitz verliert beim PHC Wittenberge denkbar knapp mit 28:30. Dennoch zeigt sich Trainer Peter Stolle mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden.

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Peter Stolle, Trainer der Verbandsliga-Handballer des TSV Chemie Premnitz, zeigte sich trotz der 28:30-Niederlage zum Saisonauftakt beim PHC Wittenberge angetan von der Leistung seiner Mannschaft. „Meine Jungs haben hier eine riesige Moral gezeigt und hätten sich mindestens einen Punkt auch verdient gehabt. Unser Aufgebot war aber leider nur dürftig.“

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Am Ende kam es aber anders, fehlten dem TSV Chemie einfach die Alternativen auf der Auswechselbank, reisten die Premnitzer nur mit acht Spielern in die Elbestadt. Dort präsentierten sich die Gäste aber von Beginn an hellwach. Nach lediglich fünf Minuten führte das Stolle-Team mit 4:0.

Zur Halbzeit führen die Hausherren mit einem Tor

„Da haben wir Wittenberge auf dem falschen Fuß erwischt gehabt und gleich einen ordentliche Start hingelegt“, freute sich der Premnitzer Trainer, der in der Folge ein ausgeglichenes Spiel zu sehen bekam. Beim 5:5 (11.) glichen die Gastgeber folgerichtig auch wieder aus und danach bewegten sich beide Mannschaften weitgehend im Gleichschritt. „Zur Pause haben wir dann mit 14:15 hinten gelegen. Aber die Jungs haben das richtig gut gemacht“, freute sich der Premnitzer Trainer.

Und auch nach dem Seitenwechsel blieb sein Team am Gastgeber dran (17:17 nach 36 Minuten). Danach sollte das Spiel aber ein klein wenig in Richtung der Gastgeber kippen, da sich Leon Herrmann, der bis dahin beste Premnitzer, binnen drei Minuten gleich zwei Zwei-Minuten-Strafe abholte. Da er bereits vor der Pause eine Zeitstrafe erhielt, musste er die restliche Spielzeit von der Tribüne aus zuschauen. „Aber auch diesen Rückschlag hat meine Mannschaft richtig gut weggesteckt und weiterhin ordentlichen Handball gezeigt“, erzählt Peter Stolle. Eine doppelte Unterzahl überstanden die Gäste fast unbeschadet und beim 20:20 gut 15 Minuten vor dem Ende war der TSV Chemie weiterhin im Spiel.

Erik Dohrn verwirft kurz vor Schluss einen Siebenmeter

Kopf-an-Kopf ging es in die Schlussphase und in dieser gingen die Premnitzer beim 24:23 sogar erstmals seit langer Zeit wieder in Führung. Doch Wittenberge ließ sich nicht lange bitten und kam prompt zum Ausgleich. „Wir haben uns aber auch davon nicht beirren lassen und weiter unseren Stiefel gespielt“, lobt Peter Stolle, der sich vor allem über das Debüt von Johannes Peters im Männerbereich freute. „Er hat Verantwortung übernommen und ein tolles Spiel gemacht. Acht Tore sprechen da sicherlich für sich“, so der Premnitzer.

Gut sechs Minuten vor dem Ende konnten sich die Gastgeber aber auf zwei Tore absetzen, der TSV Chemie kämpfte aber mit allen Mitteln und hätte knapp vier Minuten vor dem Ende wieder ausgleichen können. Erik Dohrn verwarf in dieser Phase aber einen Siebenmeter und die Gastgeber nutzten die Möglichkeit und brachten den knappen Erfolg am Ende über die Zeit.

Chemiker sind nach dem ersten Spieltag Tabellenletzter

„Ich muss meinen Jungs dennoch ein großes Kompliment machen. Wie sie sich reingehauen haben und auch mit den Widrigkeiten umgegangen sind, war stark“, so Peter Stolle. Nach dem ersten Spieltag belegen die Premnitzer den letzten Platz. Das zeigt, wie eng die Verbandsliga in diesem Jahr sein wird, da keines der sechs Spiele mit mehr als zwei Toren Unterschied endete

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