09. Dezember 2018 / 23:05 Uhr

Traumtor in der Verlängerung! River Plate gewinnt irres Superclásico in Madrid

Traumtor in der Verlängerung! River Plate gewinnt irres Superclásico in Madrid

Redaktion Sportbuzzer
Twitter-Profil
River Plates Gonzalo Martinez feiert mit Teamkollegen sein 3:1 gegen die Boca Juniors. Zuvor hatten Fans beider Lager in Madrid ordentlich Stimmung gemacht.
River Plates Gonzalo Martinez feiert mit Teamkollegen sein 3:1 gegen die Boca Juniors. Zuvor hatten Fans beider Lager in Madrid ordentlich Stimmung gemacht. © Getty/dpa
Anzeige

Die Boca Juniors haben das Nachsehen: In einem spannenden Finale der Copa Libertadores hat sich River Plate durch ein Traumtor von Juan Quintero den Sieg im Estadio Bernabeu von Real Madrid gesichert. 

Anzeige

Das Superclásico hat einen Sieger gefunden! Im scheinbar ewigen Duell zwischen River Plate und den Boca Juniors Buenos Aires hat sich im Estadio Bernabeu von Real Madrid River Plate durchgesetzt - nach 210 Minuten Kampf, Spielfreude und einem 3:1 nach Verlängerung im entscheidenden zweiten Finalspiel der Copa Libertadores, der südamerikanischen Version der Champions League.

Superclásico in Madrid: Die besten Fan-Bilder

River Plate Fans jubeln vor dem Finale der Copa Libertadores zwischen River Plate und Boca Juniors. Nach Krawallen in Argentinien wurde das Finale nach Madrid verlegt. Zur Galerie
River Plate Fans jubeln vor dem Finale der Copa Libertadores zwischen River Plate und Boca Juniors. Nach Krawallen in Argentinien wurde das Finale nach Madrid verlegt. ©
Anzeige

Wichtig auch: In Madrid blieb es zumindest vor dem Anpfiff des traditionsreichen argentinischen Klassikers wider Erwarten ruhig. Das Rückspiel der beiden Spitzenklubs aus Buenos Aires war nach Spanien verlegt worden, weil es vor dem Stadion von River Plate massive Ausschreitungen gegeben hatte, bei denen sogar der Mannschaftsbus von Boca attackiert wurde. Ein Wiederholungstermin platzte, weil die Sicherheitsbehörden Angst vor erneuten Krawallen hatten.

„Es ist eine Schande, was passiert ist. Ich habe eine Frau und drei Töchter", sagte Bocas Pablo Perez, der bei den Ausschreitungen eine Augenverletzung zuzog, nachdem die Scheiben des Busses zu Bruch gegangen waren. Die Älteste hat mich umarmt, als ich nach Hause kam und weinte. Man kann nicht einfach so spielen, das darf nicht wieder passieren. Ich kann nicht in ein Stadion gehen, wo sie mir keine Sicherheit geben.“

80 000 Anhänger beider Teams im Santiago Bernabeu

Daraufhin war das Superclásico-Rückspiel ins 10 000 Kilometer entfernte Madrid verlegt worden, wo immerhin 250 000 Argentinier leben. 80 000 Anhänger aus beiden Lagern sorgten im Estadio Bernabeu für eine hitzige Atmosphäre. Am Ende jubelte River Plate dank der Treffer von Juan Quintero (108.) und Gonzalo Martinez (120.+2). In der regulären Spielzeit war Boca durch Dario Benedetto (44.) in Führung gegangen, Lucas Pratto erzielte den Ausgleich (68.). Nahezu die gesamte Verlängerung musste Boca nach einer Gelb-Roten Karte für Wilmar Barrios (92.) in Unterzahl bestreiten.

Riesenspektakel: 50.000 Fans heizen Boca Juniors auf Finale ein

Bis zum Anpfiff gab es in Madrid keine Zwischenfälle. Dafür hatten allein schon 4000 Sicherheitskräfte, darunter 2000 Polizisten gesorgt. In der spanischen Hauptstadt herrschte der Ausnahmezustand, denn die beiden Fanlager sind stark verfeindet. Aus Sicherheitsgründen dürfen in Argentinien seit geraumer Zeit keine Auswärtsfans ins Stadion. In Madrid war dies anders.

Boca Juniors in der ersten Halbzeit deutlich besser

Und so kamen die Anhänger der Boca Juniors nicht nur in den Genuss des Spiels, sondern sahen auch lange Zeit eine starke Leistung ihrer Mannschaft. Die Blau-Gelben hatten in der ersten Halbzeit die deutlich besseren Chancen. Ein unplatzierter Schuss von Pablo Perez in aussichtsreicher Position (12.) war der erste Warnschuss. Nach einer halben Stunde verfehlte Barrios mit einem abgefälschten Schuss knapp das Tor, ehe schließlich Benedetto eiskalt vollstreckte. Vorausgegangen war ein Traumpass von Nahitan Nandez (44.).

Mehr zum Thema

Das konnte River Plate nicht auf sich sitzen lassen. Nach der Pause fand das Team besser ins Spiel und kam durch Ignacio Fernandez zur ersten Großchance (49.). Danach forderten die Rot-Weißen nach einem Zusammenprall von Lucas Pratto mit Boca-Torhüter Esteban Andrada Elfmeter, doch der Pfiff blieb auch nach Rücksprache mit dem Video-Schiedsrichter aus (57.). Elf Minuten später war es doch passiert: Nach Zuspiel von Fernandez trifft Pratto zum Ausgleich. So gab es noch einen 30-minütigen Zuschlag obendrein: Und da war River Plate vor allem nach der Gelb-Roten Karte die tonangebende und am Ende auch siegreiche Mannschaft.

River Plate wurde mit 400 000 Dollar Strafe belegt

Dass das Finale überhaupt erst in Madrid über die Bühne gehen konnte, wurde am Samstag endgültig besiegelt. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hatte da einen Eilantrag der Boca Juniors auf Absetzung des Finalrückspiels abgelehnt. Wie das Gericht mitteilte, soll über einen weiteren Antrag des argentinischen Vereins, den Finalgegner zu disqualifizieren, zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Der südamerikanische Verband CONMEBOL hatte zuvor entschieden, neben der Verlegung nach Madrid River Plate mit einer Geldstrafe von 400 000 US-Dollar zu belegen. Außerdem muss der Verein die ersten zwei Partien im nächsten Jahr vor leeren Rängen spielen.

Das sind die größten Wunder der Champions League

Die Champions League: Ein moderner Mythos, der immer wieder dramatische Geschichten schreibt. Der SPORTBUZZER hat die größten Wunder der CL-Historie in einer Bildergalerie zusammengefasst. Zur Galerie
Die Champions League: Ein moderner Mythos, der immer wieder dramatische Geschichten schreibt. Der SPORTBUZZER hat die größten Wunder der CL-Historie in einer Bildergalerie zusammengefasst. ©

ANZEIGE: #GABFAF-T-Shirt plus gratis Gymbag! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt