10. Januar 2019 / 16:41 Uhr

Robert „Kratter“ Kratz: 600 erfolgreiche Einsätze für den VfB Zwenkau

Robert „Kratter“ Kratz: 600 erfolgreiche Einsätze für den VfB Zwenkau

Redaktion Sportbuzzer
Robert Kratz: Der Rekordspieler vom VfB Zwenkau
Robert Kratz: Der Rekordspieler vom VfB Zwenkau © Andre Kempner
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Er ist ein echtes Ur-Gestein seines Clubs. Seit seinem zwölften Lebensjahr spielt Robert Kratz für das Team aus dem Eichholz. Inzwischen ist der Routinier nicht mehr wegzudenken bei den Zwenkauer Landesklasse-Kickern.

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„He’s simply the best!“ lautet die neidlose Anerkennung seiner Teamkameraden und des Vorstands des VfB Zwenkau für Robert Kratz. Der Kapitän der ersten Mannschaft ist mit 600 erfolgreichen Einsätzen auf dem Fußballplatz zum Rekordspieler avanciert.

„Damit liegt er sachsenweit ganz vorne“, sagt Vereinspräsident Sylvio Krüger. „Und ich bin mir sicher, dass er auch die 700 vollmachen wird.“ Seine Vorzüge auf dem Platz: „Ich bin immer kämpferisch und gebe nie auf, das sehen unsere Fans so“, schmunzelt er. „Der Techniker bin ich allerdings nicht, eher der robuste Typ, und ich bin kopfballstark.“ Er ist Ur-Zwenkauer, in der Stadt geboren, in Großdalzig aufgewachsen. „Mit zwölf, also eigentlich recht spät, habe ich mit dem Fußballspielen angefangen und bin immer mit dem Fahrrad zum Training gefahren“, erinnert er sich. Mit 18 Jahren schaffte er den Sprung in die erste Mannschaft, mit 33 Jahren kickt er immer noch für seinen Verein. Während sich anderenorts die Transferkarusselle drehen, ist er dem VfB immer treu geblieben.

„Es macht Spaß, mit den Kumpels zusammen zu spielen, mit denen ich in der Jugend angefangen habe“, sagt er. Das viel zitierte Motto „Elf Freunde müsst ihr sein“, nach dem Titel des Fußballromans von Sammy Drechsel trifft hier zu. „Du hältst seit Jahren deinen Kopf für die Mannschaft hin, machst jedes Zwicken in der Muskulatur mit einer Grätsche weg und bleibst auch als Leader stets ein angenehmer Mensch“, heißt es von Seiten des Vereins. In der ersten Herrenmannschaft fänden seit Jahren engagierte Fußballer zusammen, die auch für den Nachwuchs als Vorbild guten Zusammenhaltes gelten. Sie alle kämpften mit Eifer. Zu diesen zuverlässigen Mitgliedern der Elf zähle Robert Kratz, der sich mit dem 600. Pflichtspiel den Vereinsrekord gesichert habe. Derzeit mischen sie in der Landesklasse Nord oben mit.

Die legendäre Rückennummer

Der Mittelfeldspieler reiht sich mit der Rückennummer 13 in die Galerie deutscher Fußballherrlichkeit ein, rein zufällig. Dass der „Bomber der Nation“ Gerd Müller sie berühmt gemacht hat, sie über Karl-Heinz Riedle, Rudi Völler und Michael Ballack bis zu Thomas Müller gewandert ist, spielt für den Zwenkauer keine Rolle. „Ich hab’ die mal gekriegt“, lacht er, abergläubig ist er auch nicht. Inzwischen arbeitet „Kratter“ als Prozessmanager bei der Volksbank in Leipzig. Mit seiner Frau Verena hat er zwei Kinder, Lara (2) und Noah (5). Der macht noch keine Anstalten, sportlich in die Fußstapfen des Vaters zu treten. „Das kann ja noch kommen, ich habe auch spät angefangen“, lacht er.

Mit der runden Zahl steht er nicht alleine da. „Gleich sieben Akteure, aktive Legenden, feierten im Jahr 2018 ein besonderes, persönliches Jubiläum. Bei allen Spielern handelt es sich um Typen, die das Eichholz in den vergangenen Jahren geprägt haben und von denen sich mit Fug und Recht behaupten lässt, dass das Zwenkauer Jungs sind“, erklärt Patrick Granda, Spieler der zweiten Mannschaft. Für 100 Spiele wurden im Rahmen der Weihnachtsfeier im letzten Jahr Felix Schaffranke und Torwart Bernhard Oelßner ausgezeichnet. 200 Spiele verbuchten Kevin Baierlein und Alexander Jahr. 400 Mal ist Sven Fritzsching, der „erfahrene Allrounder mit Wumms im Fuß“, aufgelaufen, 450 Mal Martin Olbricht. Er kommt damit der uneinholbaren Bilanz von Kratz am nächsten. „Ein Ende ist nicht in Sicht und so wird sich Martin auch die kommenden Jahre durch die gegnerischen Abwehren wuseln und das Ding irgendwie unästhetisch, aber eiskalt über die Linien der Ligen drücken“, behauptet Granda.

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Die Winterpause kommt den Kickern ganz gelegen, nicht nur um Kondition für die nächsten Begegnungen zu tanken. Sie widmen sich, mit Robert Kratz als Programmverantwortlichem, dem Fortbestand des Faschings in Zwenkau. Kleine und große Freunde des närrischen Treibens sind für Anfang Februar ins Kulturkino eingeladen. Das Motto heißt, passend zur Lokation, „Kino ist Programm.“ Am Freitag, 8. Februar, und am Samstag, 9. Februar, wird von 20 bis 2.30 Uhr ein buntes Spektakel für Erwachsene geboten. Ob wirklich pünktlich Schluss ist, darf bezweifelt werden. Der Sonntag gehört den Kindern, die sich am Nachmittag von 15 bis 19 Uhr vergnügen dürfen. Der Kartenverkauf findet am 16., 23. Und 30. Januar im Sportlerheim am Eichholz statt. Kartenreservierungen für Gruppen sind per E-Mail kulturkinofasching@t-online.de möglich.

Gislinde Redepennig

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