26. November 2022 / 20:42 Uhr

Robert Lewandowski erklärt WM-Tränen: Warum der Polen-Star nach seinem Tor so emotional wurde

Robert Lewandowski erklärt WM-Tränen: Warum der Polen-Star nach seinem Tor so emotional wurde

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Robert Lewandowski hat sich mit seinem Treffer einen Kindheitstraum erfüllt.
Robert Lewandowski hat sich mit seinem Treffer einen Kindheitstraum erfüllt. © dpa
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Der Bann ist gebrochen! Robert Lewandowski hat gegen Saudi-Arabien seinen ersten Treffer bei einer Fußball-Weltmeisterschaft erzielt – für den Polen-Superstar ein emotionaler Moment. Schon vor Anpfiff übermannten Lewandowski seine Gefühle. Nach dem Spiel erklärte der Ex-Bayern-Torjäger seine WM-Tränen.

Er hat den Bundesliga-Torrekord für die meisten Treffer in einer Spielzeit von Gerd Müller gebrochen, ist zweimaliger FIFA-Weltfußballer und gewann mit dem FC Bayern München die wichtigsten Titel auf Vereinsebene – wer dachte, dass einen Weltklasse-Spieler wie Robert Lewandowski nach einer erfolgreichen Karriere nichts mehr aus der Bahn wirft, sah sich am Samstagabend getäuscht. Lewandowski brach nach seinem Treffer zum 2:0-Endstand im WM-Spiel der Polen gegen Saudi-Arabien in Tränen aus und blieb auch noch sekundenlang auf dem Boden liegen, nachdem ihn eine Jubeltraube polnischer Spieler unter sich begraben hatte. Der im Sommer vom FC Bayern zum FC Barcelona gewechselte Stürmer-Star hatte kurz zuvor seinen ersten WM-Treffer überhaupt erzielt. Im Interview nach dem Spiel erklärte Lewandowski seine Emotionen.

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Der 34-Jährige hatte im Gespräch noch immer feuchte Augen. Genau diesen Moment bei einer Weltmeisterschaft mit seinem Heimatland hatte er sich schon immer sehnlichst gewünscht: "Träume meiner frühsten Kindheit wurden erfüllt. Es war so bedeutsam und wichtig für mich", schwärmte Lewandowski. "Schon als ich die Nationalhymne gesungen habe, habe ich die Emotionen gefühlt. Es ist schwierig zu beschreiben, warum das heute so stark war", ergänzte er und atmete tief durch.

Der Weltfußballer vom FC Barcelona glänzte am Samstag beim 2:0 im emotionsgeladenen zweiten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien als Torschütze und Vorbereiter, hatte dazu noch Pech bei einem Pfostentreffer. "Ich war über die Emotionen von Robert nicht überrascht, weil ich weiß, wie lange er es nicht geschafft hat", sagte Coach Czesław Michniewicz. Lewandowski blieb zuvor in vier WM-Spielen torlos und verschoss zum Auftakt gegen Mexiko (0:0) einen Elfmeter. "Wir freuen uns mit ihm, genauso wie wir auch mit ihm gefühlt haben, als er den Elfmeter gegen Mexiko verschossen hat", sagte der Trainer.

Lewandowski spricht über Tränen: "Je älter ich werde …"

Während Lewandowski ein wenig mit seinem Alter haderte. "Ich glaube, je älter ich werde, desto emotionaler werde ich", scherzte der Goalgetter, der sich "bewusst" sei, dass diese WM in Katar seine letzte als aktiver Spieler sein könnte. Ein Karriereende in der Nationalmannschaft hatte er vor dem Turnier offen gelassen: "Ich bereite mich so vor, als könnte es meine letzte WM sein, aber ich sage nicht Ja und nicht Nein. Mir ist klar, dass ich auch in vier Jahren noch spielen kann", sagte der Hoffnungsträger Polens.

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Lewandowski will mit Polen wie zuletzt 1986 wieder die K.-o.-Runde bei einer WM erreichen. Ein weiterer Punkt reicht sicher für die Achtelfinal-Qualifikation. "Wir sind sehr stolz auf uns. Aber wir haben noch ein Spiel in der Gruppe zu spielen", mahnte Lewandowski, der wie Brasiliens Fußball-Legende Pelé nun 77 Tore für seine Nationalmannschaft erzielt hat. Wenn es nach Stammkeeper Wojciech Szczesny geht, werden weitere Lewandowski-Treffer in Katar folgen. "Es ist toll, dass der Druck nun von Roberts Schultern ist. Ich denke, das war nicht sein letztes Tor bei dieser WM", prognostizierte er.

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